Eurobattery Minerals bestätigt 63,1-%-Wolframkonzentrat im San-Juan-Projekt

Eurobattery Minerals AB AI Generated

Kurzüberblick

  • Eurobattery Minerals erzielt im Labortest für das San-Juan-Projekt ein Wolframkonzentrat mit 63,1 % WO.
  • Die gravimetrische Aufbereitung gewinnt 49,9 % des enthaltenen Wolframs ohne Flotation, chemische Reagenzien oder Laugung zurück.
  • Das Konzentrat entspricht 0,7 % der ursprünglichen Aufgabemenge; 92 % des Scheelits liegen frei oder aufgeschlossen vor.
  • Das Unternehmen will 2027 das Detail-Engineering, den Bau und die Inbetriebnahme der Aufbereitungsanlage vorantreiben.

Marktanalyse & Details

Metallurgische Ergebnisse stärken Projektbasis

Eurobattery Minerals hat die Ergebnisse eines von SLR Consulting durchgeführten metallurgischen Testprogramms für das San-Juan-Wolframprojekt in Galicien veröffentlicht. Untersucht wurde eine Großprobe aus A Gudiña, um die erreichbare Konzentratqualität und Wolframausbeute mit konventioneller Schwerkraftkonzentration zu bestimmen.

Der getestete Prozesskreislauf bestand aus einer Entschlämmung per Hydrozyklon, der Konzentration mittels Spiralen sowie Auskehr- und Reinigungsstufen. Zum Einsatz kamen ausschließlich handelsübliche Anlagen wie Hydrozyklone, Spiralen, Rütteltische und Eindicker. Flotation, chemische Trennreagenzien und Laugung waren nicht erforderlich.

  • Konzentratgehalt in der Reinigungsstufe: 63,1 % WO
  • Wolframausbeute: 49,9 % des im Aufgabegut enthaltenen Wolframs
  • Konzentratmasse: 0,7 % der ursprünglichen Aufgabemenge
  • Wolframgehalt des Aufgabeguts: 0,73 % WO
  • Zurückgewonnenes Wolfram: 3,64 kg WO je Tonne verarbeitetes Erz

Günstige Eigenschaften des Erzes

Die Probe weist einen Bond-Zerkleinerungsindex von 6,67 kWh/t auf und wird damit als sehr leicht zerkleinerbar eingestuft. Der Abrasionsindex von 0,12 deutet auf ein wenig abrasives Erz hin. Zudem waren 92 % des Scheelits frei oder aufgeschlossen, während lediglich 4 % als eingekapselt eingestuft wurden. Die gemessene spezifische Eindickerfläche von 0,07 m²/t/Tag ist mit konventioneller Eindickungstechnologie kompatibel.

Im Unternehmensvergleich liegen die Laborwerte beim Produkt aus Aufgabegutgehalt und Ausbeute mit 3,64 kg WO je Tonne nahe dem oberen Bereich veröffentlichter Projekte mit Machbarkeits- oder Vor-Machbarkeitsstudien. Gleichzeitig weist Eurobattery Minerals ausdrücklich darauf hin, dass die Daten aus einer Laboruntersuchung stammen und nicht direkt mit dem kontinuierlichen Betrieb einer Industrieanlage gleichgesetzt werden können.

Analysten-Einordnung

Dies deutet darauf hin, dass Eurobattery Minerals die technische Grundlage für eine vergleichsweise einfache Aufbereitungsanlage verbessert hat. Der Verzicht auf Flotation und chemische Reagenzien könnte den Anlagenbau, den laufenden Betrieb und die Umweltbilanz erleichtern. Entscheidend ist jedoch, ob sich die Labor-Ausbeute im industriellen Maßstab stabil reproduzieren lässt. Die bislang gemeldete Ausbeute von 49,9 % liegt unter dem oberen Ende der im Marktvergleich genannten Projektspanne von 55 % bis 81 % und bleibt damit ein zentraler Prüfpunkt für die weitere Planung.

Für Anleger bedeutet diese Entwicklung vor allem eine Verringerung des metallurgischen Risikos, nicht aber den Nachweis der Wirtschaftlichkeit. Aussagen zu Investitionskosten, Betriebskosten, Finanzierung, Genehmigungen und einem belastbaren Produktionsbeginn enthält die Mitteilung nicht. Der aktuelle Kurs von 0,017 Euro lag am 8. September 2026 um 07:30 Uhr an der Lang & Schwarz Exchange 3,66 % über dem Vortag; seit Jahresbeginn ergibt sich laut den vorliegenden Marktdaten ein Plus von 325 %. Diese starke bisherige Kursentwicklung erhöht zugleich die Bedeutung der nächsten belastbaren Projektmeilensteine.

Fazit & Ausblick

Das San-Juan-Projekt hat im Labortest ein hochwertiges Wolframkonzentrat mit konventioneller Schwerkrafttechnik erzeugt. Der nächste entscheidende Schritt ist die Übertragung der Ergebnisse in das Detail-Engineering und anschließend in eine industrielle Aufbereitungsanlage. Eurobattery Minerals plant, diese Arbeiten sowie Bau und Inbetriebnahme im Jahr 2027 voranzutreiben. Für die Bewertung des Projekts werden künftig insbesondere eine belastbare Anlagenplanung, die Bestätigung der Ausbeute im größeren Maßstab und die Finanzierung des Vorhabens maßgeblich sein.

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