E.ON fordert Stromsteuersenkung und hält Energiepreise 2026 stabil

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Das Wichtigste in Kürze

  1. E.ON fordert eine Senkung der Stromsteuer statt einer Entlastung von Spritpreisen.
  2. Nach Einschätzung von E.ON würde der Schritt alle Haushalte entlasten und die Elektrifizierung fördern.
  3. Für Bestandskunden will E.ON Strom- und Gaspreise 2026 stabil halten, weil das Unternehmen langfristig eingekauft hat.
  4. Der Stadtwerkeverband verlangt zugleich mehr Schutz und Resilienz für kritische Strominfrastruktur.

Marktanalyse & Details

E.ON setzt auf Entlastung beim Strom

E.ON verschärft in der Debatte über gestiegene Energiepreise die Forderung nach einer politischen Entlastung beim Strom. Filip Thon, Vorstandschef von E.ON Energie Deutschland, lehnt Vergünstigungen für fossile Kraftstoffe ab und plädiert stattdessen für eine Senkung der Stromsteuer.

Der Vorstoß zielt auf eine breitere Wirkung: Eine niedrigere Stromsteuer würde nicht nur einzelne Verkehrsteilnehmer, sondern grundsätzlich private Haushalte und Unternehmen beim Stromverbrauch entlasten. Gleichzeitig könnte sie den Umstieg auf elektrische Anwendungen und die Elektromobilität attraktiver machen.

Preisstabilität für Bestandskunden

E.ON bekräftigt, die Preise für Strom und Gas für Bestandskundinnen und -kunden im Jahr 2026 stabil halten zu können. Als Grund nennt das Unternehmen die langfristige Beschaffung von Energie. In Deutschland betreut E.ON nach eigenen Angaben rund 11,3 Millionen Stromkunden und 2,3 Millionen Gaskunden.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass E.ON kurzfristig vor allem auf Beschaffungssicherheit und Kundenbindung setzt, während die Stromsteuerforderung auf die politischen Rahmenbedingungen des gesamten Energiemarkts zielt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Eine stabile Preisgestaltung kann die Planbarkeit im Vertrieb verbessern, begrenzt aber zugleich den Spielraum, fallende Beschaffungskosten unmittelbar in höhere Margen umzuwandeln. Entscheidend bleibt daher, ob die politische Entlastung tatsächlich umgesetzt wird und wie sich Netzentgelte, Beschaffungskosten und der Stromverbrauch entwickeln.

Schutz der Stromnetze rückt stärker in den Fokus

Parallel zur Preisdebatte wächst der Druck, die Widerstandsfähigkeit der Stromversorgung zu erhöhen. Der Verband kommunaler Unternehmen fordert mehr Möglichkeiten zum Schutz kritischer Infrastruktur vor Sabotage und verweist auf rund 250 Umspannwerke sowie etwa 130.000 Kilometer Hoch- und Höchstspannungsleitungen in Deutschland.

Eine vollständige Absicherung des Netzes ist angesichts dieser Dimensionen kaum realistisch. Für Energieversorger und Netzbetreiber gewinnt deshalb neben der Prävention auch die Fähigkeit an Bedeutung, nach Störungen schnell wieder in den Normalbetrieb zurückzukehren. Zusätzliche Sicherheitsanforderungen könnten langfristig Investitionen und Betriebskosten erhöhen, zugleich aber die Stabilität des Stromsystems stärken.

Fazit & Ausblick

E.ON verbindet die Forderung nach einer Stromsteuersenkung mit dem Versprechen stabiler Energiepreise für Bestandskunden im Jahr 2026. Im weiteren Jahresverlauf dürften politische Entscheidungen zu Stromkosten, Elektrifizierung und dem Schutz kritischer Infrastruktur für den Konzern und den gesamten Energiesektor maßgeblich werden.

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