Deutsche Post Aktie: DHL erhöht Gewinnprognose, Analysten heben Kursziele an

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Das Wichtigste in Kürze

  1. DHL erwartet für 2026 nun mehr als 7 Milliarden Euro Konzern-EBIT statt zuvor mehr als 6,5 Milliarden Euro.
  2. Im dritten Quartal stiegen Umsatz und EBIT vorläufig um mehr als 12 beziehungsweise rund 16 Prozent.
  3. DZ Bank, Bank of America und Deutsche Bank erhöhten ihre Kursziele und bekräftigten Kaufempfehlungen.
  4. Die ausführlichen Quartalszahlen sollen am 5. November folgen; eine Überprüfung der Mittelfristziele ist für März angekündigt.

Marktanalyse & Details

Höhere Prognose nach starkem Quartal

Die Deutsche Post AG, die unter der Marke DHL Group auftritt, hebt nach einem kräftigen dritten Quartal ihre Erwartungen für 2026 an. Das Konzern-EBIT soll nun mehr als 7 Milliarden Euro erreichen, nachdem der Konzern zuvor mehr als 6,5 Milliarden Euro in Aussicht gestellt hatte. Für die DHL-Bereiche wurde die Prognose auf mehr als 6,4 Milliarden Euro von zuvor mehr als 5,9 Milliarden Euro angehoben. Die Erwartung für Post & Paket Deutschland blieb unverändert; auch der Ausblick auf den Mittelzufluss wurde verbessert.

Nach vorläufigen Berechnungen legte der Konzernumsatz im dritten Quartal um mehr als 12 Prozent auf rund 22,6 Milliarden Euro zu. Das EBIT stieg um etwa 16 Prozent auf rund 1,7 Milliarden Euro. Besonders stark entwickelte sich DHL Express: Das Sparten-EBIT erhöhte sich von 692 Millionen Euro auf mehr als 1 Milliarde Euro. Neben Kosten- und Ertragsmaßnahmen sowie einer besseren Auslastung trug die angespannte Kapazität im Luftfrachtmarkt mit positiven Effekten von rund 100 Millionen Euro dazu bei.

Analysten erhöhen Kursziele – Erwartungen bleiben entscheidend

Mehrere Analystenhäuser reagierten mit höheren Kurszielen: Die DZ Bank setzte ihren fairen Wert von 63 auf 66 Euro und blieb bei „Kaufen“. Die Bank of America hob ihr Ziel von 64 auf 65 Euro an und bestätigte „Buy“; die Deutsche Bank erhöhte ihres von 62 auf 64 Euro, ebenfalls mit Kaufempfehlung. Oddo BHF setzte das Kursziel von 54 auf 60 Euro herauf, hielt aber an „Neutral“ fest.

Analysten-Einordnung: Die angehobene Prognose bestätigt die operative Stärke, vor allem im Expressgeschäft. Dass die Aktie dennoch nicht eindeutig auf die Nachricht anspringt, passt zur Einschätzung, dass ein Teil der besseren Geschäftsdynamik bereits eingepreist sein könnte. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Entscheidend wird, ob das Wachstum und die Effizienzgewinne in den endgültigen Zahlen Bestand haben und sich über die aktuell günstigen Luftfrachtbedingungen hinaus tragen.

Am 19. Oktober notierte die Aktie an der Lang & Schwarz Exchange um 16:45 Uhr bei 56,96 Euro und damit 2,43 Prozent niedriger als am Vortag. Seit Jahresbeginn lag sie zugleich 21,76 Prozent im Plus. Die Tagesbewegung zeigt, dass die höhere Prognose allein nicht zwangsläufig weitere Kursgewinne auslöst.

Mittelfristziele noch offen

DHL will seine Mittelfristprognosen im kommenden März überprüfen. Bislang rechnet der Konzern in einem normalisierten wirtschaftlichen Umfeld mit einem EBIT von mehr als 7 Milliarden Euro. Die vollständigen Quartalszahlen sollen am 5. November veröffentlicht werden.

Fazit & Ausblick

Die Prognoseanhebung stützt die positive operative Entwicklung, doch der starke Beitrag von DHL Express und die vorläufige Natur der Zahlen machen die endgültige Veröffentlichung wichtig. Anleger dürften am 5. November besonders auf die Bestätigung der Quartalswerte und die Erläuterungen zum Mittelzufluss achten. Im März folgt mit der Überprüfung der Mittelfristziele der nächste wichtige Orientierungspunkt.

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