Deutsche-Bank-Aktie: Goldman Sachs stuft auf Kaufen hoch und setzt Kursziel auf 43,75 Euro
Kurzüberblick
- Goldman Sachs hebt die Deutsche Bank von „Neutral“ auf „Kaufen“ hoch.
- Das Kursziel steigt von 37,00 auf 43,75 Euro und liegt damit rund 26 Prozent über dem aktuellen Kurs.
- Die Deutsche-Bank-Aktie erreichte am 2. September 2026 zeitweise 35,375 Euro und notierte zuletzt bei 34,79 Euro.
- Goldman Sachs erwartet bis 2029 eine deutliche Verbesserung der Profitabilität und ab 2027 mehr Spielraum für Kapitalrückführungen.
Marktanalyse & Details
Kaufempfehlung treibt Deutsche-Bank-Aktie auf neues Mehrjahreshoch
Die Deutsche-Bank-Aktie hat ihre jüngste Erholung am Mittwoch fortgesetzt. Nach der Hochstufung durch Goldman Sachs auf „Kaufen“ stieg der Kurs im frühen Handel bis auf 35,375 Euro – den höchsten Stand seit Januar 2014. Einen Teil der Gewinne gab das Papier anschließend wieder ab. Um 17:21 Uhr lag die Aktie bei 34,79 Euro und damit 1,78 Prozent im Plus. Seit Jahresbeginn ergibt sich ein Anstieg von 4,79 Prozent.
Im Vergleich zum europäischen Bankensektor bleibt die Deutsche Bank damit jedoch ein Nachzügler. Der entsprechende Branchenindex hat im Jahresverlauf bereits rund 20 Prozent zugelegt. Die Kaufempfehlung zielt daher auch auf eine mögliche Neubewertung ab, sollte die Ertragsentwicklung der Bank den Erwartungen folgen.
Analyst sieht höheren Ertragshebel
Goldman-Sachs-Analyst Chris Hallam begründet die Hochstufung mit einer verbesserten Ertragsdynamik und einem positiven operativen Hebel. Dadurch soll sich die Eigenkapitalrendite auf das materielle Eigenkapital (ROTE) innerhalb von drei Jahren um rund 300 Basispunkte erhöhen.
- Ein günstigeres konjunkturelles Umfeld in Deutschland könnte Infrastrukturinvestitionen sowie Geschäfte in den Bereichen Verteidigung und IT-Dienstleistungen unterstützen.
- Steigende Erträge sollen bei gleichzeitig besserer Kosten- und Kapitaldisziplin überproportional auf die Profitabilität durchschlagen.
- Das Kursziel von 43,75 Euro wurde gegenüber der bisherigen Marke von 37,00 Euro deutlich angehoben.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Goldman Sachs bei der Deutschen Bank nicht nur mit einer zyklischen Erholung rechnet, sondern mit einem strukturellen Übergang zu dauerhaft höherer Profitabilität. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Kursstory zunehmend von der Umsetzung abhängt: Entscheidend sind steigende Erträge, die Realisierung des operativen Hebels und ein glaubwürdiger Umgang mit überschüssigem Kapital. Das Kursziel stellt dabei eine Analystenprognose und keine Garantie für die tatsächliche Kursentwicklung dar.
Kapitalflexibilität ab 2027 als möglicher Kurstreiber
Besonders wichtig ist für die Bewertung der Zeitraum ab 2027. Goldman Sachs erwartet, dass die Bank bis Ende 2026 mit einer harten Kernkapitalquote von mehr als 14 Prozent vollständig kapitalisiert sein könnte. Zugleich soll die Deutsche Bank ab 2027 jährlich mehr als 175 Basispunkte Kapital generieren.
Damit eröffnet sich nach Einschätzung der Analysten eine strategische Entscheidung: Die Bank könnte die frei werdenden Mittel entweder für ein stärkeres Wachstum der risikogewichteten Aktiva einsetzen oder sie über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurückgeben. Eine höhere Ausschüttung könnte die Bewertung verbessern, würde aber voraussetzen, dass die Bank ihre Wachstumsziele nicht zulasten der Kapitalqualität verfolgt.
Strategie und makroökonomisches Umfeld
Die Deutsche Bank arbeitet parallel an einer Vereinfachung ihrer Technologieplattform im Privatkundengeschäft. Bis 2028 soll die Zahl der Kernbankensysteme von 15 auf zwei cloudbasierte Plattformen sinken. Gelingt dieser Umbau, könnte er langfristig Komplexität und laufende Kosten reduzieren – genau jener operative Hebel, auf den die Kaufempfehlung abzielt.
Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing sieht zudem eine bessere wirtschaftliche Perspektive für Deutschland, mahnt aber weitere Reformen an. Für 2026 wird inzwischen ein Wirtschaftswachstum von etwa einem Prozent erwartet, für 2027 stellte Sewing rund 1,5 Prozent in Aussicht. Gleichzeitig warnte er vor deutlich gestiegenen Renditen an den Staatsanleihemärkten. Höhere Finanzierungskosten können die Kreditnachfrage bremsen, belasten die Bewertung von Anleihen und begrenzen den finanziellen Spielraum von Staaten und Unternehmen.
Fazit & Ausblick
Die Hochstufung auf „Kaufen“ und das Kursziel von 43,75 Euro geben der Deutschen-Bank-Aktie einen neuen Bewertungsimpuls. Der entscheidende Test folgt nun bei den kommenden Geschäftszahlen: Sie müssen zeigen, ob die erwartete Ertragsdynamik tatsächlich einsetzt. Anleger sollten außerdem die Kapitalquote, die Entwicklung der Kosten sowie die Entscheidung über zusätzliches Wachstum oder höhere Ausschüttungen ab 2027 beobachten.
Hinweise zu diesem Inhalt
Diese Inhalte wurden ganz oder teilweise automatisiert unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler, Ungenauigkeiten oder unvollständige Informationen enthalten. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen.
Die Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen keine individuelle, fachkundige Beratung.
Eine Haftung für Vermögensschäden oder sonstige Schäden, die aus der Nutzung der Inhalte entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.