DEFAMA senkt 2026-Prognose: FFO soll um 4–6% fallen – Halbjahresbericht am 27. August
Kurzüberblick
Die DEFAMA Deutsche Fachmarkt AG hat am 18. August 2026 ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2026 angepasst. Hintergrund sind vorläufige Ergebnisse: Das zweite Quartal 2026 liegt leicht unter den Erwartungen, die noch im ersten Quartal angelegt worden waren.
Konkret erwartet DEFAMA für das Gesamtjahr beim FFO statt mindestens des Vorjahresniveaus einen Rückgang um 4 bis 6%. Das Konzernergebnis soll wegen erwarteter geringerer Ergebnisbeiträge aus Objektverkäufen voraussichtlich zwischen 2 und 3 Mio. EUR liegen. Die Aktie notiert zur Einordnung im frühen Handelsverlauf bei 21,8 EUR (Tagesperformance -1,8%, YTD -21,01%).
Marktanalyse & Details
Vorläufige Kennzahlen: Halbjahr etwas schwächer als erwartet
Für die ersten sechs Monate bis zum 30.06. rechnet DEFAMA mit einem FFO von voraussichtlich 5,0 bis 5,1 Mio. EUR. Das Konzernergebnis wird bei etwa 1,2 Mio. EUR gesehen. Damit zeichnet sich bereits im Verlauf des zweiten Quartals eine etwas schwächere Dynamik ab als zunächst angenommen.
Ausblick 2026: FFO-Rückgang, Ergebnis künftig ohne nennenswerte Verkaufsgewinne
Für das Gesamtjahr 2026 korrigiert DEFAMA die Erwartung nach unten: Ausgehend von einem früher genannten Ziel von FFO mindestens auf Vorjahresniveau (10,8 Mio. EUR) geht der Vorstand nun von einem Rückgang um 4 bis 6% aus.
Beim Ergebnisbild erwartet das Unternehmen zudem eine deutlich schwächere Ergebnisgröße als das bislang anvisierte Konzernergebnis von mindestens 5 Mio. EUR. Da im laufenden Jahr zwar weiterhin Verkäufe möglich seien, deren Ergebniswirkung jedoch nach HGB erst mit Kaufpreiserhalt eintritt, sieht DEFAMA 2026 das Konzernergebnis ohne nennenswerte Verkaufsgewinne voraussichtlich zwischen 2 und 3 Mio. EUR.
- FFO (2026): Rückgang um 4 bis 6% ggü. Vorjahresniveau (10,8 Mio. EUR).
- Konzernergebnis (2026): voraussichtlich 2 bis 3 Mio. EUR (ohne nennenswerte Verkaufsgewinne).
- Verkaufsgewinne: beurkundete Verkäufe können zu siebenstelligen Gewinnen führen – der Ergebnishebel soll aber über das Folgejahr laufen.
Operative Ziele bleiben: Vermietungsquote auf 96% und Dividende
Im laufenden Jahr hält DEFAMA an zentralen Zielen fest: Die Vermietungsquote soll auf 96% gesteigert werden. Außerdem will das Unternehmen die Dividende für das laufende Geschäftsjahr erneut erhöhen und sieht dabei weiterhin keinen Anpassungsbedarf.
Analysten-Einordnung: Die Kombination aus leicht schwächerer Entwicklung im zweiten Quartal und der Erwartung, dass Ergebnisbeiträge aus Objektverkäufen bilanziell zeitlich verschoben werden, deutet darauf hin, dass DEFAMA weniger ein operatives Nachlassen im laufenden Geschäft als vielmehr Timing-Effekte im Ergebnisbericht steuert. Für Anleger bedeutet das: Während der FFO als laufender Ertragsmaßstab kurzfristig unter Druck geraten kann, bleibt der Blick auf die Vermietungsquote und die Verlässlichkeit künftiger Kaufpreiserlöse entscheidend. Die beibehaltene Dividendenabsicht wirkt zudem wie ein Signal, dass der Cashflow aus dem Bestand trotz Prognoseanpassung als tragfähig eingeschätzt wird.
Strategie-Update im Herbst: Anpassung der „DEFAMA 2030“-Ziele
Vor dem Hintergrund der aktuellen Marktentwicklungen plant der Vorstand in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat im Herbst ein Strategie-Update, um die im Dezember 2024 ausgegebenen Mittelfristziele „DEFAMA 2030“ anzupassen.
Nächster wichtiger Termin
Der Halbjahresbericht 2026 wird am 27. August 2026 veröffentlicht. Dort dürfte besonders relevant werden, wie das Unternehmen die FFO-Entwicklung im Detail begründet und welche Annahmen dem Ausblick für die zweite Jahreshälfte zugrunde liegen.
Fazit & Ausblick
DEFAMAs Prognosekorrektur für 2026 konzentriert sich vor allem auf den erwarteten Ergebnisverlauf: FFO soll zurückgehen, während das Konzernergebnis wegen bilanzieller Effekte aus Objektverkäufen vorerst deutlich niedriger ausfallen dürfte. Für die nächsten Wochen entscheidet sich die weitere Richtung maßgeblich am Halbjahresbericht am 27. August – und mittelbar daran, ob und wann Kaufpreiserlöse aus möglichen Verkäufen in die Ergebnisrechnung hineinwirken.
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