Costco baut DoorDash- und Uber-Eats-Partnerschaften aus: Mizuho sieht moderaten Schub
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Costco ist in den USA nun landesweit über den DoorDash-Marktplatz bestellbar.
- Uber Eats erweitert die Costco-Lieferung auf 47 US-Bundesstaaten und fast 600 Standorte.
- Mizuho bewertet den Ausbau als moderat positiv für Costcos digitale Reichweite und jüngere Kundengruppen.
- Die Quartalszahlen zum vierten Fiskalquartal stehen am 24. September 2026 an.
Marktanalyse & Details
Costco erweitert das digitale Liefernetz
Costco Wholesale baut seine Kooperationen mit DoorDash und Uber Eats deutlich aus. Über DoorDash können Kunden in den USA nun aus dem Sortiment sämtlicher Costco-Warenhäuser bestellen. Dazu zählen Lebensmittel, Haushaltswaren, Elektronik, saisonale Produkte und Waren der Eigenmarke Kirkland Signature mit Lieferung am selben Tag.
Auch die Zusammenarbeit mit Uber Eats erreicht eine neue Größenordnung: Das Angebot wächst von 17 auf 47 US-Bundesstaaten. Fast 600 Costco-Standorte sind inzwischen über die Plattform verfügbar. International besteht die DoorDash-Partnerschaft bereits in Australien, Neuseeland, Schweden, Island und Puerto Rico.
Warum der Schritt für Costco wichtig ist
- Die Lieferoption senkt die Hürde für spontane und kleinere Einkäufe, bei denen ein Besuch im Warenhaus weniger attraktiv ist.
- Das digitale Angebot kann Costco bei jüngeren Konsumenten sichtbarer machen und die Kundenbindung über zusätzliche Services stärken.
- Ein monatliches Instacart-Guthaben von 10 US-Dollar für Executive-Mitglieder erhöht den wahrgenommenen Mehrwert der höherpreisigen Mitgliedschaft.
- Der Verkauf von DoorDash- und Uber-Geschenkkarten in den Warenhäusern kann laut Analysteneinschätzung zusätzliche Impulse im Non-Food-Geschäft liefern.
Analysten-Einordnung
Analysten-Einordnung: Mizuho bewertet die erweiterten Partnerschaften als „moderat positiv“ für Costco. Dies deutet darauf hin, dass der Konzern seine digitale Reichweite nicht nur als zusätzlichen Vertriebskanal nutzt, sondern auch als Instrument zur Verjüngung und Stabilisierung der Mitgliederbasis. Die Analysten halten dadurch ein sehr stabiles Wachstum der vergleichbaren US-Umsätze von etwa 6 bis 7 Prozent für teilweise unterstützt.
Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch keinen unmittelbaren Beweis für höhere Gewinne. Entscheidend wird sein, ob die zusätzliche Reichweite zu mehr Warenkorbvolumen, neuen Mitgliedschaften und höheren Wiederkaufsraten führt. Gleichzeitig müssen Lieferkomfort und Plattformreichweite gegen mögliche Gebühren- und Abwicklungskosten abgewogen werden. Der strategische Vorteil liegt daher vor allem in der Kundenbindung und im Zugang zu neuen Nachfrageanlässen.
Aktie und Ergebnistermin
Die Costco-Aktie notierte am 18. September 2026 um 11:29 Uhr bei 776,80 Euro und lag damit 0,18 Prozent im Minus. Seit Jahresbeginn ergibt sich dennoch ein Plus von 5,82 Prozent. Die verhaltene Tagesbewegung zeigt, dass der Ausbau der Lieferdienste bislang eher als langfristiger operativer Vorteil denn als kurzfristiger Kurstreiber gewertet wird.
Zusätzliche Aufmerksamkeit gilt den Ergebnissen für das vierte Fiskalquartal am 24. September. Der Marktkonsens liegt bei einem bereinigten Gewinn je Aktie von 6,55 US-Dollar; eine aktuelle Schätzung sieht 6,52 US-Dollar und damit leicht weniger. Zudem wird über eine mögliche Sonderdividende spekuliert, die jedoch nicht angekündigt ist.
Fazit & Ausblick
Costco stärkt mit DoorDash und Uber Eats seine Omnichannel-Strategie und macht das Warenhausmodell für Lieferkunden zugänglicher. Kurzfristig dürften die Quartalszahlen und die Entwicklung des Mitgliederwachstums wichtiger für die Aktie sein. Langfristig wird sich der Erfolg daran messen lassen, ob die digitale Expansion das US-Vergleichsumsatzwachstum tatsächlich bei 6 bis 7 Prozent stabilisieren kann.
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