COREWEAVE Aktie: Goldman stuft nach Kursrutsch auf „Kaufen“ hoch, senkt Kursziel auf 106 Dollar

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Goldman Sachs hebt CoreWeave von „Neutral“ auf „Kaufen“ hoch.
  2. Das Kursziel sinkt zugleich von 139 auf 106 US-Dollar; Goldman sieht laut vorliegenden Angaben dennoch 73 Prozent Aufwärtspotenzial.
  3. Die Aktie hatte in fünf Handelstagen 24 Prozent und seit dem 11. August 43 Prozent verloren.
  4. Am 19. Oktober notierte CoreWeave im Lang-&-Schwarz-Handel bei 56,32 Euro und lag 2,27 Prozent im Plus.

Marktanalyse & Details

Hochstufung trotz deutlich reduziertem Kursziel

Goldman Sachs bewertet CoreWeave nun mit „Kaufen“ statt „Neutral“. Die Bank senkte ihr Kursziel jedoch von 139 auf 106 US-Dollar. Die neue Einschätzung folgt auf einen heftigen Ausverkauf: In den fünf Handelstagen vor der Meldung verlor die Aktie 24 Prozent, seit dem 11. August summierte sich der Rückgang auf 43 Prozent. Auch JPMorgan hielt an seinem „Overweight“-Votum fest und stufte die Sorgen um den Titel als überzogen ein.

Zum genannten Kursziel bezifferte Goldman das mögliche Aufwärtspotenzial auf 73 Prozent. Die Aktie zeigte am 19. Oktober eine Gegenbewegung: Der Kurs lag um 15:51 Uhr an der Lang & Schwarz Exchange bei 56,32 Euro, ein Tagesplus von 2,27 Prozent. Auf Jahressicht stand das Papier dennoch 11,72 Prozent im Minus.

Wachstumspotenzial trifft auf Finanzierungsrisiken

Goldmans positive Einschätzung stützt sich auf die erwartete Ertragskraft der Rechenzentrumskapazitäten. Die Bank sieht den jährlichen wiederkehrenden Umsatz je Megawatt und damit auch die unverschuldete Kapitalrendite in den kommenden 24 Monaten eher auf der Oberseite. Als Gründe nennt sie ein knappes Angebot und eine aus ihrer Sicht stärkere Differenzierung CoreWeaves gegenüber anderen Neocloud-Anbietern.

Analysten-Einordnung: Die Hochstufung ist kein uneingeschränktes Entwarnungssignal: Das deutlich gekürzte Kursziel zeigt, dass Goldman seine Bewertung angepasst hat, während das Kaufvotum auf eine attraktivere Chance nach dem Kursrutsch verweist. Dies deutet darauf hin, dass die Bank das langfristige Kapazitäts- und Ertragspotenzial höher gewichtet als die kurzfristigen Belastungen. Für Anleger bleiben aber die Finanzierung der nächsten Wachstumsphase, die Nachfrage nach besonders leistungsfähiger KI-Rechenleistung und mögliche Veränderungen bei der Monetarisierung von KI-Token zentrale Unsicherheiten.

Fazit & Ausblick

Goldmans Hochstufung und das bestätigte positive Votum von JPMorgan könnten die Erholung unterstützen, belegen aber noch keine nachhaltige Trendwende. Entscheidend wird sein, ob CoreWeave weiteres Wachstum finanzieren und die erwarteten Erträge aus knapper Rechenzentrumskapazität tatsächlich realisieren kann. Ein nächster konkreter Unternehmenstermin ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.

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