Cleveland-Cliffs Aktie: Q3-Gewinnsprung und 4-Milliarden-Ausblick treiben Kurs
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Cleveland-Cliffs erzielte im dritten Quartal 152 Millionen US-Dollar Nettogewinn, nach einem Verlust im Vorjahreszeitraum.
- Das bereinigte EBITDA von 612 Millionen US-Dollar übertraf die zuvor genannte Prognose von 575 Millionen US-Dollar.
- Für das vierte Quartal stellt der Stahlkonzern rund 715 Millionen US-Dollar bereinigtes EBITDA in Aussicht und erwartet für 2027 mehr als 4 Milliarden US-Dollar.
- Die Aktie notierte am 19. Oktober an der Lang & Schwarz Exchange mit 12,585 Euro und lag 17,12 Prozent im Plus.
Marktanalyse & Details
Starkes Quartal, aber Umsatz unter Konsens
Cleveland-Cliffs hat im dritten Quartal den Sprung zurück in die Gewinnzone geschafft. Der Nettogewinn belief sich auf 152 Millionen US-Dollar beziehungsweise 26 Cent je Aktie. Im Vorjahresquartal hatte das Unternehmen einen Verlust von 251 Millionen US-Dollar ausgewiesen. Bereinigt verdiente der Stahlproduzent 28 Cent je Aktie und übertraf damit die Analystenerwartungen.
Der Umsatz stieg im Jahresvergleich von 4,73 auf 5,61 Milliarden US-Dollar. Damit blieb er allerdings leicht unter den Markterwartungen von rund 5,7 Milliarden US-Dollar. Rückenwind kam von höheren Absatzmengen und Preisen: Cleveland-Cliffs verkaufte 4,2 Millionen Netto-Tonnen Stahlprodukte, verglichen mit 4,0 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der durchschnittliche Nettoverkaufspreis erreichte 1.177 US-Dollar je Tonne; gegenüber dem Vorquartal war das ein Anstieg um 53 US-Dollar.
Ausblick setzt auf weitere Ergebnisverbesserung
Das bereinigte EBITDA lag im dritten Quartal bei 612 Millionen US-Dollar und damit über der zuvor vom Unternehmen ausgegebenen Prognose von 575 Millionen US-Dollar. Für das vierte Quartal erwartet Cleveland-Cliffs rund 715 Millionen US-Dollar. Höhere Preise sollen dabei saisonale Effekte, geplante Wartungsarbeiten, höhere Inputkosten und Rückstellungen für Mitarbeiterprämien mehr als ausgleichen.
Für 2027 sieht das Management ein bereinigtes EBITDA von mehr als 4 Milliarden US-Dollar als erreichbar an. Diese Einschätzung stützt sich unter anderem auf Änderungen bei den Verträgen für 2027 und die aktuellen Preisprognosen. Das Unternehmen erwartet, dass 2027 sein bestes Jahr seit 2021 werden könnte. Im dritten Quartal sank zudem die Verschuldung; mit höherem freien Cashflow und Erlösen aus Immobilienverkäufen rechnet Cleveland-Cliffs für das vierte Quartal mit einem deutlichen weiteren Schuldenabbau. Das Ziel bleibt, das Verhältnis von Nettoschulden zu EBITDA bis Mitte nächsten Jahres unter das 2,5-Fache zu senken.
Analysten-Einordnung: Die Zahlen sprechen für eine operative Erholung, die nicht allein auf höhere Verkaufspreise zurückgeht: Auch die Absatzmenge legte zu, während das Quartalsergebnis die eigene Prognose übertraf. Der Umsatz unter Konsens und die Abhängigkeit von Stahlpreisen sowie Vertragsbedingungen bleiben jedoch wichtige Gegenpunkte. Dies deutet darauf hin, dass der Ausblick für 2027 ein erhebliches Aufwärtspotenzial, aber keine gesicherte Ergebnisentwicklung beschreibt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Entscheidend wird sein, ob die erwartete Preisverbesserung anhält und der Konzern zugleich seine Schulden wie geplant reduziert.
Die Aktie reagierte deutlich positiv: Zum angegebenen Kurszeitpunkt am 19. Oktober um 15:15 Uhr lag sie an der Lang & Schwarz Exchange bei 12,585 Euro, ein Tagesplus von 17,12 Prozent. Der kräftige Ausschlag spiegelt vor allem die besser als erwartete operative Leistung und die ambitionierte EBITDA-Prognose wider; er ist für sich genommen kein Beleg dafür, dass die Ziele für 2027 bereits erreicht sind.
Fazit & Ausblick
Im Mittelpunkt steht nun die Umsetzung der Prognose für das vierte Quartal: Cleveland-Cliffs erwartet rund 715 Millionen US-Dollar bereinigtes EBITDA und einen weiteren Schuldenabbau. Für die längerfristige Einschätzung sind anschließend die Entwicklung der Stahlpreise, die Vertragsbedingungen für 2027 und der Fortschritt beim Verschuldungsziel maßgeblich. Ein konkreter Termin für die nächsten Quartalszahlen ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
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