Campbell’s kürzt Dividende um 36 % und plant 500 Mio. Dollar Einsparungen bis 2030
Kurzüberblick
- Campbell’s erzielte im vierten Quartal 2026 einen Umsatz von 2,137 Mrd. Dollar und ein bereinigtes EPS von 0,39 Dollar.
- Im Gesamtjahr sank der Umsatz um 5 % auf 9,7 Mrd. Dollar, während das bereinigte EPS um 27 % auf 2,17 Dollar zurückging.
- Für das Geschäftsjahr 2027 stellt Campbell’s ein bereinigtes EPS von 1,65 bis 1,80 Dollar und einen Umsatzrückgang von 2 bis 4 % in Aussicht.
- Der Verwaltungsrat senkt die Quartalsdividende um 36 % auf 0,25 Dollar je Aktie und plant bis 2030 Kosteneinsparungen von insgesamt 500 Mio. Dollar.
Marktanalyse & Details
Schwaches Quartal und deutlich vorsichtiger Ausblick
Campbell’s hat im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 beim bereinigten Gewinn je Aktie die Markterwartung von 0,39 Dollar getroffen. Der Umsatz von 2,137 Mrd. Dollar lag jedoch leicht unter der Schätzung von 2,144 Mrd. Dollar. Auf berichteter Basis fiel das Ergebnis je Aktie mit einem Verlust von 0,23 Dollar negativ aus.
Der Quartalsumsatz ging um 8 % zurück, organisch betrug der Rückgang 1 %. Das berichtete EBIT sank auf 4 Mio. Dollar. Das bereinigte EBIT fiel um 25 % auf 242 Mio. Dollar. Die Vergleichbarkeit wurde durch eine zusätzliche Woche im Vorjahresquartal belastet; Campbell’s beziffert deren Einfluss auf das bereinigte EBIT auf rund 8 % und auf das bereinigte EPS auf 0,06 Dollar je Aktie.
Im Gesamtjahr 2026 reduzierte sich der Umsatz um 5 % auf 9,7 Mrd. Dollar, organisch lag das Minus bei 2 %. Das bereinigte EBIT sank um 21 % auf 1,2 Mrd. Dollar, das bereinigte EPS um 27 % auf 2,17 Dollar. Das berichtete EBIT lag bei 852 Mio. Dollar, das berichtete EPS bei 1,31 Dollar.
Prognose signalisiert ein weiteres Übergangsjahr
Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet Campbell’s einen Umsatzrückgang zwischen 2 und 4 % sowie einen Rückgang des bereinigten EBIT zwischen 7 und 12 %. Das bereinigte EPS soll lediglich 1,65 bis 1,80 Dollar erreichen. Damit liegt die Prognose deutlich unter dem Geschäftsjahr 2026 und unter der Markterwartung von 1,90 Dollar.
Das Unternehmen rechnet mit einem weiterhin volatilen Umfeld, anhaltend hoher Inflation und Belastungen für die Margen. Die Übernahme von La Regina soll einen moderaten Umsatzbeitrag leisten, beim bereinigten EPS aber zunächst neutral bleiben. Die Prognose berücksichtigt den aktuellen Kenntnisstand zu staatlicher Politik und Zöllen, enthält jedoch keine möglichen Auswirkungen neuer oder veränderter Zollsätze.
Dividendenkürzung soll Schuldenabbau beschleunigen
Die Quartalsdividende sinkt von 0,39 auf 0,25 Dollar je Aktie. Auf Jahresbasis entspricht das einer Reduzierung von 1,56 auf 1,00 Dollar beziehungsweise um 36 %. Die nächste Zahlung ist für den 2. November 2026 vorgesehen; maßgeblich ist der Aktienbesitz am 1. Oktober 2026.
Die Maßnahme soll den Abbau der Verschuldung beschleunigen und die Bilanz entlasten. Für einkommensorientierte Anleger ist die Kürzung kurzfristig ein klarer Nachteil. Gleichzeitig erhält Campbell’s dadurch mehr finanziellen Spielraum, um Kredite zu tilgen und gezielt in Marken und operative Verbesserungen zu investieren.
Kostensenkungsprogramm wird ausgeweitet
Im vierten Quartal erzielte Campbell’s rund 25 Mio. Dollar an Einsparungen. Damit belaufen sich die im Rahmen des bisherigen Programms realisierten Einsparungen auf etwa 225 Mio. Dollar bei einem ursprünglichen Ziel von 375 Mio. Dollar.
Ab dem Geschäftsjahr 2027 startet ein neues Programm mit einem Ziel von insgesamt 500 Mio. Dollar Kosteneinsparungen bis zum Geschäftsjahr 2030. Dieses Ziel ist nicht vollständig zusätzlich zu den bisherigen Maßnahmen zu verstehen: Es umfasst auch noch offene Initiativen aus dem früheren Programm, bereits angekündigte Einsparungen bei den Gemeinkosten sowie eine umfassende Optimierung der direkten und indirekten Beschaffung. Werksschließungen und Personalabbau sind bereits angelaufen.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Campbell’s gleichzeitig mit Nachfrageproblemen, inflationsbedingtem Margendruck und einer angespannten Bilanz kämpft. Die Dividendenkürzung ist ein ungewöhnlich deutliches Signal, dass der Schuldenabbau derzeit Vorrang vor der Ausschüttungspolitik hat. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Aktie kurzfristig vor allem als Restrukturierungs- und Turnaround-Wette zu betrachten ist. Entscheidend wird sein, ob die Einsparungen tatsächlich in höhere Margen und freien Cashflow münden oder lediglich Umsatz- und Investitionsschwächen kaschieren. Der Kurs lag am 3. September 2026 bei 19,182 Euro und damit 6,41 % im Tagesminus; seit Jahresbeginn summierte sich der Rückgang auf 19,67 %.
Fazit & Ausblick
Campbell’s startet mit sinkenden Erträgen, einer deutlich reduzierten Dividende und einer schwachen FY27-Prognose in das neue Geschäftsjahr. Der geplante Schuldenabbau verbessert zwar die finanzielle Widerstandsfähigkeit, erhöht aber zugleich den Druck, die Kostensenkungen rasch in operative Fortschritte umzusetzen. Anleger sollten besonders auf die Entwicklung der bereinigten EBIT-Marge, den Verschuldungsabbau und die Umsetzung der Werksschließungen und Personalmaßnahmen achten.
Hinweise zu diesem Inhalt
Diese Inhalte wurden ganz oder teilweise automatisiert unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler, Ungenauigkeiten oder unvollständige Informationen enthalten. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen.
Die Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen keine individuelle, fachkundige Beratung.
Eine Haftung für Vermögensschäden oder sonstige Schäden, die aus der Nutzung der Inhalte entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.