Boeing-China-Deal: Hoffnung auf neue Flugzeugbestellung vor Trump-Xi-Gipfel schwindet

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Vor dem Gipfel von US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping sinkt die Hoffnung auf einen zusätzlichen Großauftrag für Boeing.
  2. Boeing konzentriert sich darauf, eine im Mai vereinbarte Bestellung von 200 Flugzeugen abzusichern.
  3. Informierte Kreise beziffern rund 140 Maschinen aus dem Mai-Abkommen als weit fortgeschritten; weitere zehn Aufträge würden noch finalisiert.
  4. Turkish Airlines bestellte separat bis zu 150 Boeing 737 MAX, Biman Bangladesh Airlines zusätzlich elf Flugzeuge.

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China-Auftrag bleibt der entscheidende Unsicherheitsfaktor

Vor dem Treffen der US-amerikanischen und chinesischen Präsidenten am Donnerstag ist eine neue Boeing-Bestellung aus China offenbar weniger wahrscheinlich geworden. Statt auf Zusagen für Hunderte zusätzliche Jets zu setzen, arbeitet der Flugzeugbauer daran, das im Mai angekündigte Geschäft über 200 Maschinen zum Abschluss zu bringen. Die Verhandlungen seien weiterhin in Bewegung, hieß es aus mit dem Vorgang vertrauten Kreisen.

Das Abkommen wäre für Boeing strategisch bedeutsam: Der US-Hersteller war in China seit 2017 weitgehend von neuen Flugzeugaufträgen ausgeschlossen, während Airbus seine Präsenz im Land ausbauen konnte. Beide Flugzeugbauer erwarten für China bis 2045 einen Bedarf von etwa 9.000 neuen Jets. Ein Zugang zu diesem Markt ist daher langfristig wichtiger als die Schlagzeile eines einzelnen Auftrags.

Fortschritte beim Mai-Abkommen, aber noch kein endgültiger Abschluss

Ein US-Handelsvertreter sagte nach den vorliegenden Angaben, etwa 140 Bestellungen seien in einem guten Zustand; weitere zehn würden noch ausgearbeitet. Das spricht für Fortschritte, ist aber nicht gleichbedeutend mit einem vollständig abgeschlossenen Kaufvertrag. Einzelheiten könnten beim Gipfel bekannt werden, sofern die Verträge rechtzeitig finalisiert werden.

Bei den Gesprächen zwischen Washington und Peking stehen demnach auch andere Themen im Vordergrund, darunter die Verlängerung der Handelspause und Handelsfragen. Ein zusätzlicher Flugzeugauftrag wäre ein möglicher Erfolg, gilt aber nicht als zentrale Voraussetzung für den Gipfel.

Neue Aufträge aus der Türkei und Bangladesch

Unabhängig von China hat Boeing Aufträge anderer Fluggesellschaften gemeldet. Turkish Airlines schloss eine Bestellung über bis zu 150 Flugzeuge der 737-MAX-Familie ab. Biman Bangladesh Airlines bestellte elf Jets: fünf 787-10 und sechs 737-8. Diese Vereinbarungen stärken Boeings Auftragsbasis, ersetzen jedoch nicht den Zugang zum chinesischen Markt und lassen für sich genommen keine Aussage über Lieferzeitpunkte oder Erlöse zu.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Boeings kurzfristige Auftragsperspektive nicht allein vom China-Gipfel abhängt, die strategische Bedeutung des Landes aber erheblich bleibt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Die Bestätigung des 200-Jet-Abkommens wäre zunächst wichtiger als unverbindliche Erwartungen an zusätzliche Bestellungen. Entscheidend sind nun belastbare Vertragsdetails und deren Umsetzung.

Fazit & Ausblick

Der Gipfel könnte noch Fortschritte beim bestehenden China-Abkommen bringen, eine neue Großbestellung ist nach derzeitigem Stand jedoch weniger wahrscheinlich. Für Boeing bleibt deshalb die Absicherung der 200 Maschinen der unmittelbar relevante Prüfstein. Weitere Hinweise dürften sich aus den Gesprächen und der anschließenden Finalisierung der Verträge ergeben.

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