Befesa Aktie: Jefferies hebt Kursziel auf 53 Euro, ODDO BHF auf 45 Euro
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Jefferies erhöht am 30. Oktober das Befesa-Kursziel von 44 auf 53 Euro und bestätigt Buy.
- ODDO BHF hebt das Ziel von 42 auf 45 Euro an und stuft die Aktie mit Outperform ein.
- Befesas bereinigtes EBITDA stieg im dritten Quartal um 9,9 Prozent auf 67,8 Millionen Euro.
- Mit der erwarteten US-Förderung liegt die EBITDA-Prognose für 2026 bei 286 bis 296 Millionen Euro.
Marktanalyse & Details
Mehrere Analysten erhöhen ihre Kursziele
Nach Befesas Quartalszahlen und der angehobenen Ergebnisprognose haben mehrere Häuser ihre Einschätzungen angepasst. Neben Jefferies und ODDO BHF erhöhten UBS am 29. Oktober das Kursziel von 50 auf 55 Euro und Metzler von 45 auf 46 Euro; beide empfehlen die Aktie zum Kauf. Die Ziele zeigen eine positive Neubewertung, unterscheiden sich aber deutlich in ihrer Höhe und sind keine Zusicherung künftiger Kursentwicklungen.
Die Befesa-Aktie notierte am 30. Oktober um 7:31 Uhr bei 37 Euro, ein Plus von 0,41 Prozent zum Vortag. Seit Jahresbeginn lag sie damit 25,59 Prozent im Plus. Der Kursanstieg im Jahresverlauf ist ein wichtiger Kontext: Die neuen Kursziele folgen auf eine bereits starke Entwicklung und spiegeln zugleich die besseren Unternehmensprognosen wider.
Quartalsergebnis über den Vergleichswerten
Im dritten Quartal erzielte Befesa 311,6 Millionen Euro Umsatz, 7,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und über der Vergleichsschätzung von 308,7 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA stieg um 9,9 Prozent auf 67,8 Millionen Euro. Der Nettogewinn legte um 11,3 Prozent auf 23 Millionen Euro zu; das Ergebnis je Aktie erreichte 0,58 Euro nach 0,52 Euro im Vorjahresquartal und übertraf die Schätzung von 0,49 Euro.
Für die ersten neun Monate summierte sich der Umsatz auf 901,1 Millionen Euro, ein Anstieg um 1 Prozent. Das bereinigte EBITDA wuchs dagegen um 10,4 Prozent auf 191,8 Millionen Euro. Befesa führt die Verbesserung unter anderem auf höhere Zinkpreise und bessere Margen im Sekundäraluminiumgeschäft zurück. Wartungsstillstände, höhere Energiekosten und ein uneinheitliches Umfeld in der Stahlindustrie wirkten bremsend.
Prognose und US-Förderung
Befesa hat die EBITDA-Spanne für 2026 ohne die US-Förderung auf 260 bis 270 Millionen Euro eingegrenzt; zuvor lag sie bei 250 bis 270 Millionen Euro. Zusätzlich erwartet das Unternehmen rund 26 Millionen Euro aus der Förderung nach Section 45X für kritische Mineralien. Damit ergibt sich eine Gesamtprognose von 286 bis 296 Millionen Euro bereinigtem EBITDA.
Der Förderantrag für das Zinkwerk Mooresboro wurde im Oktober eingereicht. Der Betrag steht noch unter dem Vorbehalt der Prüfung durch die US-Steuerbehörde. Zudem erwartet Befesa den entsprechenden Mittelzufluss erst im ersten Halbjahr 2027. Die Förderung verbessert daher die ausgewiesene EBITDA-Erwartung für 2026, aber nicht den für dieses Geschäftsjahr prognostizierten operativen Cashflow.
Analysten-Einordnung und Finanzlage
Die Kurszielanhebungen folgen auf eine bessere operative Dynamik und einen klarer gefassten Ausblick. Dies deutet darauf hin, dass Analysten dem Ergebniswachstum und dem Beitrag der US-Förderung zunehmend Rechnung tragen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch auch, zwischen bilanzieller Ergebniswirkung und tatsächlichem Mittelzufluss zu unterscheiden: Der Förderbeitrag ist erwartet, aber noch nicht abschließend bestätigt und fließt voraussichtlich erst 2027 zu.
Die Bilanzkennzahlen zeigen zugleich Fortschritte beim Schuldenabbau: Die Nettoverschuldung sank im Jahresvergleich um 7,6 Prozent auf 563,7 Millionen Euro. Der Verschuldungsgrad ging von 2,59 auf das 2,16-Fache zurück. Im September stufte S&P Global Ratings Befesas Kreditrating auf BB+ herauf. Das kann die Einschätzung des Finanzprofils stützen, beseitigt aber nicht die Abhängigkeit der Prognose von Marktbedingungen, operativer Umsetzung und der ausstehenden Förderprüfung.
Fazit & Ausblick
Die jüngsten Kurszielanhebungen stehen im Einklang mit Befesas höherer EBITDA-Erwartung und dem Wachstum im dritten Quartal. Entscheidend für die weitere Bewertung dürften die Umsetzung der stärkeren Jahresprognose, die Erholung des Aluminiumgeschäfts und der tatsächliche Förderbetrag sein. Ein nächster Termin für die Veröffentlichung von Geschäftszahlen ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
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