BASF Aktie: Konzern erhöht Evonik-Gebot auf mehr als 11 Milliarden Euro

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Das Wichtigste in Kürze

  1. BASF hat sein Übernahmeangebot für den Chemiekonzern Evonik einem Bericht zufolge auf mehr als 11 Milliarden Euro erhöht.
  2. Aus Marktkreisen war zuvor von rund 24 Euro je Evonik-Aktie die Rede; BASF soll zunächst 22,15 Euro geboten haben.
  3. Evonik-Aktien stiegen am Freitag zeitweise kräftig und näherten sich mit 21,78 Euro dem Jahreshoch.
  4. Ein möglicher milliardenschwerer Evonik-Zukauf in den USA könnte die Übernahme durch BASF zusätzlich erschweren.

Marktanalyse & Details

Höheres Gebot verschärft den Übernahmepoker

BASF hat sein Angebot für Evonik auf einen Gesamtwert von mehr als 11 Milliarden Euro aufgestockt. Die Höhe des verbesserten Gebots wurde unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet. Zuvor hatten Marktberichte einen möglichen Preis von rund 24 Euro je Aktie genannt. Ende September war ein erstes BASF-Angebot von 22,15 Euro je Aktie bekannt geworden.

Die genannten rund 24 Euro je Aktie sind damit als Bericht aus Marktkreisen einzuordnen, nicht als bestätigte endgültige Kondition. Auch ein Abschluss steht nicht fest. Eine mit der Transaktion vertraute Person hatte zuvor erklärt, ein höheres Angebot könne erst nach Einblick in die Bücher Evoniks infrage kommen.

Evonik-Kurs reagiert, zusätzliche Unsicherheit durch Ashland

Die Aussicht auf ein höheres Gebot befeuerte die Evonik-Aktie: Sie legte zeitweise rund vier Prozent zu und notierte bei 21,78 Euro nahe ihrem Jahreshoch. Der Kurs liegt damit unter dem in Marktberichten genannten möglichen Angebotspreis – ein Abstand, der unter anderem die Unsicherheit über Zustandekommen und Bedingungen eines Deals widerspiegelt.

Zusätzliche Komplexität bringt eine mögliche Übernahme des US-Chemiekonzerns Ashland durch Evonik. Die Prüfung soll bereits vor dem BASF-Interesse begonnen haben und laut den vorliegenden Berichten nicht als Abwehrmaßnahme gedacht sein. Ein größerer Zukauf könnte jedoch Evoniks Bewertung, Finanzierung und strategische Aufstellung verändern – und damit die Verhandlungen mit BASF beeinflussen.

Analysten-Einordnung: Die Erhöhung signalisiert, dass BASF bereit ist, für Evonik mehr zu zahlen, um die Übernahmechance aufrechtzuerhalten. Für BASF-Anleger ist aber nicht allein die gebotene Prämie entscheidend: Der strategische Nutzen muss die Finanzierungskosten und mögliche Integrationsrisiken rechtfertigen. Dies deutet darauf hin, dass der weitere Verlauf stark davon abhängt, welche Einblicke BASF in Evoniks Geschäft erhält und ob ein möglicher Ashland-Deal die Ausgangslage verändert.

BASF-Aktie bleibt nahezu unverändert

Die BASF-Aktie notierte am 23. Oktober um 13:32 Uhr bei 52,16 Euro und lag damit 0,11 Prozent im Minus. Die geringe Tagesbewegung liefert für sich genommen keinen Beleg dafür, wie der Markt den höheren Kaufpreis bewertet; sie steht aber im Kontrast zur deutlichen Reaktion bei Evonik.

Fazit & Ausblick

Im Mittelpunkt stehen nun eine mögliche Prüfung der Evonik-Unterlagen, die endgültigen Angebotsbedingungen und die Frage, ob Evonik seine Ashland-Pläne weiterverfolgt. Solange BASF und Evonik keinen verbindlichen Abschluss oder konkrete nächste Schritte bekannt geben, bleibt der Deal mit erheblichen Bewertungs- und Vollzugsrisiken verbunden.

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