Anglo American Aktie: De-Beers-Prognose steigt trotz schwächerer Quartalsproduktion
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Anglo American hebt die Diamantenprognose für 2026 von 21–26 auf 25–28 Millionen Karat an.
- Die Kupferproduktion sank im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent auf 174.900 Tonnen.
- Das Unternehmen bestätigt seine Jahresziele für Kupfer und Eisenerz.
- Der Abschluss der geplanten Teck-Übernahme wird weiterhin bis März 2027 erwartet; die Zustimmung der chinesischen Kartellbehörde steht noch aus.
Marktanalyse & Details
Diamantengeschäft: höhere Jahresprognose vor geplantem Verkauf
Anglo American rechnet 2026 bei der Tochter De Beers nun mit einer Produktion von 25 bis 28 Millionen Karat. Zuvor hatte der Konzern 21 bis 26 Millionen Karat in Aussicht gestellt. Die Anhebung erfolgt, obwohl De Beers im dritten Quartal 6,8 Millionen Karat förderte – ein Rückgang von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr bis Ende September lag die Produktion bei 21,7 Millionen Karat.
Anglo American plant, De Beers im Zuge seines Konzernumbaus zu verkaufen. Als bevorzugter Bieter gilt Berichten zufolge das Global Diamond Consortium unter Leitung des früheren De-Beers-Chefs Gareth Penny. Ein Verkauf ist jedoch noch nicht abgeschlossen; mögliche Gespräche weiterer Interessenten sind ebenfalls keine bestätigte Transaktion.
Kupfer und Eisenerz: Jahresziele bleiben bestehen
Die Kupferförderung ging im dritten Quartal um 5 Prozent auf 174.900 Tonnen zurück. Anglo American führt die Beeinträchtigung in Chile auf außergewöhnlich starke Schneefälle und zusätzliche Wartungsarbeiten zurück. Für das vierte Quartal erwartet der Konzern eine Verbesserung der Erzgehalte und bestätigt die Jahresprognose von 700.000 bis 760.000 Tonnen Kupfer. Auch das Ziel für Eisenerz von 55 bis 59 Millionen Tonnen bleibt unverändert; die Produktion im dritten Quartal lag mit 13,8 Millionen Tonnen 4 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Uneinheitlich entwickelten sich weitere Förderbereiche: Die Produktion von Kokskohle stieg im Quartal um 53 Prozent auf 2,9 Millionen Tonnen, die von Manganerz um 6 Prozent auf 1,03 Millionen Tonnen. Nickel legte um 3 Prozent auf 10.400 Tonnen zu.
Teck-Übernahme wartet auf letzte regulatorische Hürde
Die geplante Fusion mit dem kanadischen Rohstoffkonzern Teck Resources soll einen stärker auf Kupfer ausgerichteten Metall- und Mineralienkonzern schaffen. Nach Angaben von Vorstandschef Duncan Wanblad ist die chinesische Kartellfreigabe der letzte noch ausstehende regulatorische Meilenstein. Anglo American hält weiterhin einen Abschluss bis März 2027 für möglich.
Analysten-Einordnung: Die höhere De-Beers-Prognose ist ein positives operatives Signal, beseitigt aber nicht die Unsicherheit rund um den geplanten Verkauf und die Lage im Diamantenmarkt. Für Anleger bedeutet die bestätigte Kupferprognose trotz des schwächeren Quartals, dass der Konzern auf eine Erholung der Förderung im Schlussquartal setzt. Entscheidend bleiben dabei die tatsächliche Produktionsentwicklung in Chile sowie der Zeitplan für die Teck-Fusion.
Fazit & Ausblick
Im Fokus stehen nun die Kupferproduktion im vierten Quartal, die Umsetzung der angehobenen De-Beers-Prognose und die ausstehende chinesische Kartellentscheidung. Anglo American hat seine Förderziele für 2026 bestätigt, doch sowohl der geplante Verkauf von De Beers als auch der Abschluss der Teck-Übernahme sind noch nicht vollzogen.
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