Almonty startet Aktienrückkauf bis 300 Mio. US-Dollar: Programm für bis 14,4 Mio. Aktien bis 2029
Kurzüberblick
Almonty Industries hat ein neues Aktienrückkaufprogramm beschlossen, das dem Unternehmen zufolge den Abstand zwischen Börsenkurs und dem inneren Wert der zugrunde liegenden Vermögenswerte verringern soll. Der Vorstand freigegebene Plan sieht vor, über 36 Monate ab dem 24. August 2026 bis zum 24. August 2029 Aktien im Volumen von bis zu 300 Mio. US-Dollar zurückzukaufen – möglich sind dabei bis zu 14,4 Mio. Stammaktien.
Hintergrund ist die Überzeugung, dass der Markt den Wert der strategischen Wolfram-Projekte sowie das Ertragspotenzial unterschätzt. Gleichzeitig profitiert Almonty von der wieder steigenden Bedeutung nicht-chinesischer Lieferketten für kritische Rohstoffe. Die Aktie notierte am 17.08.2026 um 13:37 Uhr bei 12,95 EUR und legte am Tag um 9,75% zu (YTD: +67,1%).
Marktanalyse & Details
Rückkaufprogramm: Eckdaten und Zeitplan
- Start/Ende: 24.08.2026 bis 24.08.2029 (36 Monate)
- Maximaler Rückkaufbetrag: bis zu 300 Mio. US-Dollar
- Maximale Stückzahl: bis zu 14,4 Mio. Stammaktien
- Begründung des Vorstands: Börsenkurs spiegele den Wert der Gesellschaft bzw. der Assets nicht vollständig wider
Operativer Aufwind als Rückenwind: Q2-Ergebnis und Sangdong
Der neue Rückkauf kommt in einer Phase deutlich verbesserter operativer Kennzahlen. In Q2 2026 meldete Almonty einen Umsatz von 43,0 Mio. C$ nach 7,2 Mio. C$ im Vorjahr – ein Plus von (498%) – sowie einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorquartal (plus 69%). Auch die Ertragsseite zog an: Das Ergebnis aus dem Bergbaubetrieb lag bei 26,1 Mio. US-Dollar, der Adjusted EBITDA betrug 17,6 Mio. US-Dollar.
Beim Gewinn je Aktie weist Almonty für Q2 2026 einen Wert von 0,62 C$ aus, nachdem im Vorjahresquartal ein zuvor negatives EPS in Höhe von minus 0,30 C$ ausgewiesen wurde. Für Anleger ist das besonders relevant, weil Rückkäufe typischerweise dann wahrscheinlicher und nachhaltiger werden, wenn die Cash- und Ertragsbasis stabiler wird.
Analysten-Einordnung
Dies deutet darauf hin, dass Almonty den operativen Turnaround inzwischen so weit als belastbar betrachtet, dass ein geplanter Kapitalrückfluss an die Aktionäre möglich erscheint. Gleichzeitig wirkt die Ankündigung wie ein Signal an den Markt: Die Kombination aus Rückkaufabsicht und einer Ergebnisverbesserung erhöht die Chance, dass sich die Bewertung langfristig näher an den Substanzwerten der Wolfram-Assets bewegt.
Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch auch: Entscheidend bleibt, ob das Programm in vollem Umfang durch die fortschreitende Produktions- und Umsatzentwicklung getragen wird. Risiken bleiben insbesondere mit Blick auf Zyklik bei Rohstoffpreisen sowie die Umsetzung des Ramp-ups (u. a. Sangdong bis hin zu Vollauslastung) – beides kann beeinflussen, wie stark die künftige Ergebnis- und Cashflow-Story tatsächlich ausfällt.
Kapitalrahmen im Hintergrund
Unabhängig vom Rückkauf hatte Almonty zudem im Umfeld der letzten Meldungen Kapitalrahmenpläne eingereicht, die auch Mitarbeiterbeteiligungen (ESOP) umfassen. Das unterstreicht: Der Konzern managt gleichzeitig Finanzierungsmöglichkeiten und Rückflüsse an Aktionäre. Ob beides optimal aufeinander abgestimmt ist, zeigt sich letztlich daran, wie sich Free Cash Flow und Verwässerungseffekte über die nächsten Quartale entwickeln.
Fazit & Ausblick
Mit dem Rückkaufprogramm bis zu 300 Mio. US-Dollar positioniert sich Almonty klar gegen eine aus Sicht des Vorstands zu niedrige Bewertung. In den kommenden Quartalen dürfte der Markt vor allem darauf achten, ob die Ertragskraft aus Q2 in eine stabile Cash-Generierung übergeht und ob der Rückkauf planmäßig ohne strukturelle Nebenwirkungen (etwa Verwässerung oder Liquiditätsdruck) fortgeführt werden kann.
Als nächste Orientierung dienen die nächsten Quartalsberichte sowie konkrete Fortschrittsmeldungen zur Produktionsauslastung rund um Sangdong – dort entscheidet sich, wie nachhaltig die Grundlage für Kapitalrückflüsse bleibt.
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