Akamai gewinnt Anthropic-Cloud-Auftrag über 11,6 Milliarden Dollar und erhöht Investitionen

Akamai gewinnt Anthropic-Cloud-Auftrag über 11,6 Milliarden Dollar und erhöht Investitionen AI Generated

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Akamai vereinbart mit Anthropic einen Cloud-Auftrag über 11,6 Milliarden US-Dollar mit einer Laufzeit von sieben Jahren.
  2. Der Vertrag kann um bis zu 9 Milliarden US-Dollar erweitert werden; dafür erhält Anthropic einen Optionsschein auf bis zu rund 5 Prozent von Akamais Aktien.
  3. Akamai rechnet mit etwa 5,5 Milliarden US-Dollar an Investitionen für den Auftrag und erhöht die geplanten Investitionen 2026 um rund 1,7 Milliarden Dollar.
  4. Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr bleibt unverändert, während Akamais Aktie nach der Meldung im nachbörslichen Handel zweistellig zulegte.

Marktanalyse & Details

Siebenjähriger Vertrag mit Ausbauoption

Anthropic will über sieben Jahre Cloud-Kapazitäten von Akamai im Wert von 11,6 Milliarden US-Dollar nutzen. Die Infrastruktur soll den wachsenden Bedarf des KI-Unternehmens an verteilten CPU- und KI-Rechenlasten abdecken. Der Abschluss ergänzt mehr als 2,8 Milliarden Dollar an mehrjährigen Cloud-Infrastrukturverträgen, die Akamai in diesem Jahr bereits mit Kunden vereinbart hat.

Eine Erweiterung um bis zu weitere 9 Milliarden Dollar ist möglich. Akamai hat Anthropic im Zuge der Vereinbarung einen Optionsschein auf nicht stimmberechtigte, wandelbare Vorzugsaktien eingeräumt. Umgerechnet entspricht er bis zu rund 7,7 Millionen Akamai-Aktien beziehungsweise etwa 5 Prozent der ausstehenden Aktien. Der Ausübungspreis liegt bei 111,33 Dollar je Aktie. Etwa 2 Prozent sollen im Zusammenhang mit dem jetzt vereinbarten Auftrag unverfallbar werden; die übrigen rund 3 Prozent sind an eine erfolgreiche Ausweitung des Geschäfts gebunden.

Investitionen und mögliche Verwässerung

Akamai schätzt die mit dem ursprünglichen Auftrag verbundenen Investitionen auf etwa 5,5 Milliarden Dollar. Für 2026 plant das Unternehmen deshalb rund 1,7 Milliarden Dollar zusätzliche Investitionen, unter anderem für die Beschaffung von Speicherkomponenten. Zudem wurde der Elektronikfertiger Jabil beauftragt, im Rahmen einer bestehenden Vereinbarung Speicherkomponenten im Wert von etwa 1,7 Milliarden Dollar zu kaufen.

Analysten-Einordnung: Der Vertrag gibt Akamai langfristige Nachfrage eines schnell wachsenden KI-Anbieters und kann die Auslastung der Cloud-Infrastruktur stützen. Gleichzeitig fallen erhebliche Vorleistungen an, bevor sich der Auftrag vollständig in Umsatz und Cashflow niederschlagen kann. Der Optionsschein ist zudem ein möglicher Verwässerungsfaktor für bestehende Aktionäre: Ein Teil ist an den aktuellen Vertrag geknüpft, der größere Anteil setzt weitere Aufträge voraus. Dass Akamai seine Umsatzprognose für 2026 nicht verändert, spricht dafür, den Deal zunächst als langfristige Wachstums- und Investitionsentscheidung zu bewerten – nicht als sofortige Anhebung der Jahreserlöse.

Fazit & Ausblick

Für Anleger kommt es nun darauf an, ob Akamai die zugesagte Kapazität effizient bereitstellen und die hohen Investitionen in künftige Erlöse umsetzen kann. Im nächsten Geschäftsbericht dürften insbesondere die Entwicklung der Cloud-Umsätze, die Investitionsausgaben und der daraus resultierende Cashflow zeigen, wie schnell der Anthropic-Vertrag wirtschaftlich trägt. Eine Ausweitung des Auftrags würde zusätzliche Nachfrage bringen, zugleich aber weitere Aktienanteile für Anthropic freischalten.

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