Airbus Aktie: BFU stuft Lufthansa-Landung in München als schwere Störung ein
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Lufthansa-Airbus setzte am 17. August in München 18,8 Meter vor der Landebahnschwelle auf.
- Beim Aufsetzen wurden drei Pistenlampen überrollt und sieben Reifen des Hauptfahrwerks beschädigt; Verletzte gab es nicht.
- Die BFU bewertet den Vorfall als schwere Störung, nennt im Zwischenbericht aber noch keine konkrete Ursache.
- Ein Abschlussbericht wird voraussichtlich 2027 erwartet.
Marktanalyse & Details
Landung bei Gewitter und eingeschränkter Sicht
Der Airbus war mit 352 Passagieren und 24 Besatzungsmitgliedern aus San Francisco gekommen. Beim Anflug auf die Münchner Landebahn 26L herrschten Gewitter und Regen. Die Sichtweite betrug laut Wetterdaten 800 Meter; die Besatzung schätzte sie auf höchstens 500 Meter. Da das klassische ILS nicht verfügbar war, führte die Crew einen satellitengestützten RNP-Anflug durch.
Den Flugdatenschreiber-Aufzeichnungen zufolge sank das Flugzeug im Endanflug zunehmend unter die berechnete Flugbahn. Der Kapitän bemerkte die zu geringe Höhe in rund 30 Fuß – etwa neun Metern – über dem Boden. Zwei Sekunden später setzte die Maschine 18,8 Meter vor der Schwelle auf. Erst nach der Landung wurden die Schäden an den Pistenlampen und den sieben Reifen des Hauptfahrwerks festgestellt.
Ursache bleibt offen
Die Einstufung als schwere Störung bedeutet, dass die Umstände nach Einschätzung der Untersuchungsstelle auf ein Ereignis hindeuten, bei dem es beinahe zu einem Unfall gekommen wäre. Sie ist noch keine Feststellung zur Ursache oder zu einem technischen Defekt. Der Zwischenbericht liefert dazu keine abschließende Erklärung.
Zwei Tage zuvor hatte sich auf derselben Bahn ein separater Vorfall mit einer Maschine von Vietnam Airlines ereignet. Auch dieser wird untersucht; ein Zusammenhang zwischen den beiden Ereignissen ist aus den vorliegenden Angaben nicht belegt.
Analysten-Einordnung: Für die Airbus-Aktie ist die Abgrenzung zwischen einem schwerwiegenden Betriebsereignis und einem nachgewiesenen Flugzeugmangel entscheidend. Der Zwischenbericht beschreibt einen kritischen Anflug unter schwierigen Wetter- und Sichtbedingungen, weist aber keinen konkreten Fehler am Flugzeug nach. Dies deutet darauf hin, dass sich aus den bisherigen Erkenntnissen allein weder eine technische Ursache noch ein allgemeines Qualitätsproblem bei Airbus ableiten lässt. Für Anleger bleibt der Abschlussbericht maßgeblich; bis dahin sind weitergehende Schlussfolgerungen verfrüht.
Fazit & Ausblick
Die BFU will die Untersuchung fortsetzen und voraussichtlich 2027 einen Abschlussbericht vorlegen. Erst dessen Ergebnisse können klären, welche Faktoren zum zu niedrigen Anflug und zur Landung vor der Schwelle beigetragen haben. Bis dahin bleibt die Ursache des Vorfalls offen.
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