Adidas-Aktie: Lululemon-Dämpfer belastet Branche – Barclays sieht 210 Euro

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Kurzüberblick

  • Lululemon senkt nach schwachen Q2-Zahlen seine Umsatz- und Gewinnprognose; der China-Umsatz fällt um 8 Prozent statt erwarteter 13 Prozent Wachstum.
  • Der Lululemon-Ausblick erhöht den Druck auf Sportartikelwerte wie Adidas, obwohl die Adidas-Aktie am 4. September bei 148,40 Euro unverändert notiert.
  • Barclays sieht nach einer Empfehlung und vor den Adidas-Innovationstagen ein Kursziel von 210 Euro.
  • Adidas bringt am 24. September beim Klopp-Debüt ein Abschiedstrikot heraus, bevor Nike 2027 den DFB-Ausrüstervertrag übernimmt.

Marktanalyse & Details

China-Schwäche setzt Branchensignal

Die schwachen Quartalszahlen von Lululemon haben den Blick der Anleger auf die Nachfrage im chinesischen Sport- und Lifestylemarkt gelenkt. Statt eines erwarteten Umsatzwachstums von 13 Prozent meldete das Unternehmen in China einen Umsatzrückgang von 8 Prozent. Das Management rechnet dort nun nur noch mit Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich, während die Markterwartungen bei rund 19 Prozent liegen.

Damit verschärft sich der Druck auf die gesamte Sportartikelbranche. Adidas ist zwar nicht direkt mit Lululemon gleichzusetzen, da sich Markenpositionierung, Produktmix und regionale Umsatzanteile unterscheiden. Die Entwicklung liefert jedoch ein wichtiges Warnsignal für die Konsumstimmung und die Wettbewerbsintensität in China.

Barclays sieht Erholungspotenzial

Die Adidas-Aktie erholte sich am 2. September nach einer Empfehlung von Barclays zeitweise um mehr als 2 Prozent und kehrte nach dem Test des Juli-Zwischentiefs in ihre jüngste Handelsspanne zurück. Die neu zuständige Analystin Viktoria Petrova nennt ein Kursziel von 210 Euro. Als möglichen Kurstreiber sieht sie die Innovationstage von Adidas am 23. und 24. September, auf denen der Konzern seine Produktpipeline, neue Produktzyklen und die Markenstärke herausstellen dürfte.

Beim aktuellen Kurs von 148,40 Euro entspricht das Kursziel rechnerisch einem Aufwärtspotenzial von rund 42 Prozent. Der Abstand zeigt zugleich, wie viel Vertrauen der Markt in eine operative Trendwende noch zurückgewinnen muss: Seit Jahresbeginn liegt die Aktie 12,37 Prozent im Minus.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Adidas derzeit zwischen einem belastenden Branchensignal aus China und unternehmensspezifischen Kurstreibern steht. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Innovationstage besonders wichtig werden: Überzeugende Neuheiten und eine klare Wachstumsstrategie könnten die negative Branchensicht abschwächen. Bleibt der Beleg für eine nachhaltige Nachfrageerholung aus, dürfte das Barclays-Kursziel vorerst eine ambitionierte Perspektive bleiben.

Abschied vom DFB als wichtiger Markenmoment

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält Adidas durch das letzte DFB-Trikot unter der langjährigen Partnerschaft. Beim Debüt von Bundestrainer Jürgen Klopp am 24. September in Amsterdam gegen die Niederlande soll die deutsche Nationalmannschaft ein spezielles Abschiedstrikot tragen. Die Gestaltung ist noch nicht bekannt.

Ab 2027 übernimmt Nike den Ausrüstervertrag des Deutschen Fußball-Bundes. Der neue Vertrag läuft bis 2034 und soll dem DFB jährlich bis zu 100 Millionen Euro einbringen. Für Adidas ist das Ende der mehr als 75 Jahre dauernden Partnerschaft vor allem ein strategischer Markenverlust, während das Abschiedstrikot kurzfristig noch zusätzliche Aufmerksamkeit und Nachfrage erzeugen kann.

Fazit & Ausblick

Die Adidas-Aktie bleibt trotz des unveränderten Kurses am 4. September mit einem Jahresverlust von 12,37 Prozent angeschlagen. Im Mittelpunkt stehen nun die Innovationstage am 23. und 24. September sowie das Klopp-Debüt mit dem letzten Adidas-DFB-Trikot am 24. September. Entscheidend wird sein, ob Adidas mit neuen Produkten und einer überzeugenden China-Strategie den negativen Brancheneindruck von Lululemon entkräften kann.

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