adidas ADR Aktie: Rekordquartal hebt 2026-Prognose für Betriebsergebnis auf 2,5 Milliarden Euro
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- adidas steigerte den Umsatz im dritten Quartal vorläufig um 9 % auf den Rekordwert von 7,252 Milliarden Euro.
- Das Betriebsergebnis legte um 37 % auf 1,008 Milliarden Euro zu; die Bruttomarge erreichte 54,3 %.
- Für 2026 erwartet adidas nun rund 2,5 Milliarden Euro Betriebsergebnis statt zuvor rund 2,3 Milliarden Euro.
- Die endgültigen Ergebnisse für das dritte Quartal sollen am 29. Oktober 2026 vorliegen.
Marktanalyse & Details
Rekordwerte und höhere Prognose
adidas hat nach vorläufigen Zahlen im dritten Quartal 2026 den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9 % auf 7,252 Milliarden Euro erhöht. Währungsbereinigt betrug das Wachstum 7 %. Das Betriebsergebnis stieg um 37 % auf 1,008 Milliarden Euro – ein Quartalsrekord. Die Bruttomarge verbesserte sich um 2,5 Prozentpunkte auf 54,3 %.
Der Margenzuwachs hatte mehrere Treiber: adidas erhielt im Quartal den Großteil seiner Forderungen im Zusammenhang mit US-Zöllen zurück und verbuchte dafür eine Erstattung von rund 200 Millionen Euro. Hinzu kamen solide Verkäufe zum vollen Preis. Wechselkursentwicklungen wirkten sich dagegen belastend aus.
Einmalige Erstattung und Reinvestitionen
Für das Gesamtjahr rechnet adidas weiterhin mit einem währungsbereinigten Umsatzplus von 9 bis 10 %. Das Unternehmen erwartet nun, dass die höhere Profitabilität des Wachstums das Betriebsergebnis gegenüber der vorherigen Planung um rund 100 Millionen Euro steigert. Zusammen mit der Zollerstattung bezifferte adidas den daraus ableitbaren Ergebnisbeitrag auf rund 300 Millionen Euro. Zugleich will der Konzern im vierten Quartal rund 100 Millionen Euro in Initiativen für einen künftig höheren operativen Leverage reinvestieren. Die aktualisierte Prognose für das Betriebsergebnis 2026 liegt deshalb bei rund 2,5 Milliarden Euro, nach zuvor rund 2,3 Milliarden Euro.
Analysten-Einordnung: Die Anhebung wird teilweise von einer Zollerstattung getragen, die sich nicht ohne Weiteres als wiederkehrender Ertrag fortschreiben lässt. Zugleich sprechen das währungsbereinigte Umsatzwachstum und das gesunde Vollpreisgeschäft für operative Stärke jenseits dieses Einmaleffekts. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass neben der Höhe der Jahresprognose auch die Qualität des Wachstums und die Umsetzung der angekündigten Reinvestitionen wichtig bleiben. Die Bruttomarge zeigt zwar eine deutliche Verbesserung, wurde aber ebenfalls durch die Erstattung gestützt und durch ungünstige Währungen gebremst.
ADR-Kurs im Tagesverlauf
Die adidas ADR notierte am 20. Oktober um 18:50 Uhr bei 79,50 Euro und lag damit 3,25 % über dem Vortagesschluss. Seit Jahresbeginn stand sie zu diesem Zeitpunkt 4,79 % im Minus. Die Kursdaten zeigen die Tagesbewegung, belegen für sich genommen aber nicht, welcher Anteil davon auf die Prognoseanhebung zurückgeht.
Fazit & Ausblick
Die angehobene Jahresprognose verbindet ein Rekordquartal mit einer höheren Gewinnerwartung, enthält aber auch einen bedeutenden einmaligen Beitrag aus der Zollerstattung. Entscheidend wird sein, ob adidas das Umsatzwachstum in den kommenden Quartalen in dauerhaft höhere operative Erträge übersetzen kann. Die endgültigen Zahlen für das dritte Quartal veröffentlicht das Unternehmen am 29. Oktober 2026.
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