AbbVie Aktie: ABBV-295 zeigt in Phase 1 bis zu 9,8 Prozent Gewichtsverlust

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Das Wichtigste in Kürze

  1. AbbVies Prüfpräparat ABBV-295 senkte das Körpergewicht in einer Phase-1-Studie je nach Dosierung um bis zu 9,8 Prozent.
  2. Die Ergebnisse wurden am 30. September auf der EASD-Jahrestagung in Mailand vorgestellt; die Behandlungsdauer betrug zwölf bis 13 Wochen.
  3. Magen-Darm-Beschwerden waren überwiegend mild; schwere gastrointestinale oder schwerwiegende behandlungsbedingte Ereignisse wurden nicht berichtet.
  4. AbbVie will das langwirksame Amylin-Analogon in Phase 2 weiterentwickeln; eine Zulassung liegt nicht vor.

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Gewichtsverlust auch bei längeren Dosierungsabständen

In der Phase-1-Studie mit mehreren ansteigenden Dosen verringerte ABBV-295 das Körpergewicht dosisabhängig. Bei wöchentlicher Gabe lagen die mittleren, statistisch angepassten Rückgänge nach zwölf Wochen zwischen 7,8 und 9,8 Prozent. Bei einer Gabe alle zwei Wochen wurden nach 13 Wochen 9,7 Prozent erreicht, bei monatlicher Gabe 7,9 Prozent. In der Placebogruppe betrug die Veränderung rund 0,3 Prozent. Die Ergebnisse stammen aus unterschiedlichen Dosierungskohorten und Messzeitpunkten; sie sind daher nicht als direkter Vergleich der Intervalle zu verstehen.

Die gemessene Halbwertszeit lag im Mittel bei 10,7 bis 12,3 Tagen. Das pharmakokinetische Profil stützt laut Studienangaben die weitere Untersuchung wöchentlicher, zweiwöchentlicher und monatlicher Dosierungen. Damit könnte ABBV-295 für AbbVie auch mit Blick auf eine weniger häufige Anwendung interessant sein – ob sich das in späteren Studien bestätigt, ist offen.

Sicherheitsprofil noch in früher Entwicklungsphase

Die häufigsten Nebenwirkungen waren unter anderem verminderter Appetit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit und Durchfall. Übelkeit trat bei 33,3 Prozent der Teilnehmenden unter ABBV-295 auf, gegenüber 20 Prozent unter Placebo; Durchfall wurde bei 20 Prozent gegenüber null Prozent gemeldet. Von den Teilnehmenden mit Magen-Darm-Beschwerden stuften 92 Prozent ihr stärkstes Ereignis als mild ein. Schwere Magen-Darm-Ereignisse und schwerwiegende behandlungsbedingte Ereignisse wurden nicht berichtet, Abbrüche wegen gastrointestinaler Beschwerden waren insgesamt selten.

Analysten-Einordnung: Die Gewichtsabnahmen sind ein ermutigendes frühes Signal, insbesondere weil sie auch in den untersuchten längeren Dosierungsintervallen auftraten. Eine Phase-1-Studie mit begrenzter Behandlungsdauer belegt jedoch weder eine langfristige Wirksamkeit noch ein belastbares Sicherheitsprofil. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung einen möglichen zusätzlichen Pipeline-Baustein im Adipositasmarkt, aber noch keinen absehbaren Umsatzbeitrag.

Weitere Pipeline-Daten zu Hauterkrankungen

AbbVie meldete am selben Tag außerdem positive Phase-2-Ergebnisse für Zumilokibart bei Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis. Nach 16 Wochen verbesserten alle untersuchten Dosierungen laut Unternehmen wichtige Messgrößen für Hautläsionen und Juckreiz gegenüber Placebo. Die mittlere Dosis zeigte bei einzelnen Verbesserungen frühe Effekte; AbbVie wählte sie für die Phase-3-Entwicklung aus. Auch Zumilokibart ist bislang nicht zugelassen.

Fazit & Ausblick

Der nächste entscheidende Meilenstein für ABBV-295 sind die geplanten Phase-2-Studien zur chronischen Gewichtskontrolle. Erst dort lässt sich besser beurteilen, ob sich die Gewichtsabnahme und Verträglichkeit in größeren Patientengruppen bestätigen. AbbVie hat keinen konkreten Zeitplan für weitere Daten genannt. Bis dahin bleiben die Ergebnisse vorläufig und das Präparat ein Prüfmedikament.

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