ABB Aktie: DZ Bank senkt Kursziel, hält aber an Kaufempfehlung fest
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Die DZ Bank senkt ihr Kursziel für ABB von 95 auf 91 Schweizer Franken und bestätigt die Kaufempfehlung.
- ODDO BHF reduziert das Kursziel von 89 auf 80 Franken und bleibt bei „Neutral“.
- ABB meldete für das dritte Quartal einen Rekordauftragseingang von rund 12,1 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 40 Prozent.
- Der starke Auftragseingang stand zuletzt einem Gewinn je Aktie unter den Erwartungen gegenüber.
Marktanalyse & Details
Geteilte Einschätzung der Analysten
Die DZ Bank hat ihren fairen Wert für ABB am 21. Oktober auf 91 Franken von zuvor 95 Franken gesenkt, bewertet die Aktie aber weiterhin mit „Kaufen“. ODDO BHF setzt das Kursziel deutlicher auf 80 Franken von 89 Franken zurück und hält an „Neutral“ fest. Damit passen beide Häuser ihre Bewertungsziele nach unten an, kommen bei der Empfehlung jedoch zu unterschiedlichen Einschätzungen.
Auftragsstärke trifft auf Ergebnisfragen
Im dritten Quartal erreichte ABB mit Bestellungen von rund 12,1 Milliarden US-Dollar einen Rekord; auf vergleichbarer Basis entsprach das einem Anstieg um 40 Prozent. Besonders die Nachfrage nach Stromtechnik für KI-Rechenzentren trug dazu bei. Gleichzeitig lag der Gewinn je Aktie laut den vorliegenden Meldungen unter den Erwartungen. Der starke Auftragseingang allein beseitigte damit nicht die Fragen zur kurzfristigen Ertragsentwicklung.
Analysten-Einordnung: Die niedrigeren Kursziele deuten darauf hin, dass die Analysten trotz des kräftigen Nachfragewachstums vorsichtiger auf die Bewertung oder die kurzfristige Gewinnentwicklung blicken. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Entscheidend wird sein, ob ABB den Rekord-Auftragsbestand in Umsatz und profitables Wachstum übersetzen kann. Die bestätigte Kaufempfehlung der DZ Bank steht dabei der neutralen Einschätzung von ODDO BHF gegenüber – ein Hinweis auf unterschiedliche Erwartungen an das Chance-Risiko-Verhältnis.
Fazit & Ausblick
Im Fokus stehen nun die Umsetzung der hohen Nachfrage, insbesondere aus dem Rechenzentrumsbereich, und die Entwicklung des Gewinns je Aktie. Die vorliegenden Angaben nennen keinen nächsten konkreten Berichtstermin. Bis dahin dürften weitere Ergebnisdaten zeigen, ob das Auftragsmomentum auch die Profitabilität stützt.
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