2G Energy: Analysten erhöhen Kursziel nach 275-MW-Auftrag für KI-Rechenzentren auf 83 Euro
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- 2G Energy erhielt von Energy Vault einen Auftrag über Stromerzeugungsanlagen mit einer Leistung von 275 MW für US-Rechenzentren.
- Die Auslieferung ist zwischen dem vierten Quartal 2027 und dem dritten Quartal 2028 geplant; der Vertrag umfasst auch langfristige Serviceleistungen.
- Ein Research-Update bestätigt die Kaufempfehlung und hebt das Zwölf-Monats-Kursziel von 76 auf 83 Euro an.
- Die Aktie notierte am 24. September um 09:35 Uhr bei 64,05 Euro, 1,23 Prozent im Minus; seit Jahresbeginn liegt sie 83 Prozent im Plus.
Marktanalyse & Details
Großauftrag stärkt das Rechenzentrumsgeschäft
Der Auftrag von Energy Vault ist nach Angaben von 2G Energy der größte Einzelauftrag der Unternehmensgeschichte. Die Anlagen werden am Standort Heek vormontiert und getestet, anschließend in die USA geliefert und dort für die Inbetriebnahme vorbereitet. Die vereinbarte Wartung und Betreuung über den Lebenszyklus kann über die reine Lieferung hinaus laufende Serviceerlöse ermöglichen.
Die Leistung von 275 MW bezeichnet die Kapazität der Anlagen und ist nicht mit einem veröffentlichten Auftragswert gleichzusetzen. Das Research setzt den Wert des Auftrags auf rund 275 Millionen Euro an; diese Summe ist eine Analystenschätzung, keine von 2G bekannt gegebene Vertragssumme.
Kursziel steigt, Aktie gibt im Tagesverlauf nach
Die Analyse erhöht das Kursziel für die kommenden zwölf Monate von 76 auf 83 Euro und hält an der Kaufempfehlung fest. Begründet wird die Anpassung mit einer besseren Sichtbarkeit für das Geschäft ab 2028 und höheren Schätzungen für dieses Jahr sowie die Folgejahre. Die Aktie lag am Morgen dennoch leicht im Minus. Nach einem Kursanstieg von 83 Prozent seit Jahresbeginn unterstreicht die Tagesbewegung, dass ein höheres Analystenkursziel nicht automatisch eine unmittelbare Kursreaktion auslöst.
Analysten-Einordnung: Der Auftrag stärkt die strategische Bedeutung des Geschäfts mit Rechenzentren, bei denen eine verlässliche Stromversorgung eine zentrale Voraussetzung ist. Dies deutet darauf hin, dass der KI-Ausbau für 2G Energy zu einem längerfristigen Wachstumstreiber werden könnte. Für Anleger bleibt jedoch entscheidend, wie schnell die großen Projekte umgesetzt werden und welche Erträge sie tatsächlich bringen: Die geplanten Auslieferungen liegen erst 2027 und 2028. Zudem stützt sich die angehobene Bewertung auf Schätzungen, nicht auf bereits realisierte Umsätze oder Gewinne.
Weitere genannte Wachstumstreiber
Neben Rechenzentren verweist die Analyse auf den deutschen Biogasmarkt, Ausschreibungen für Erdgas-Reservekraftwerke und das Geschäft mit Großwärmepumpen. Diese Bereiche könnten die Wachstumsperspektiven breiter aufstellen, ändern aber nichts daran, dass das Datencentergeschäft laut Research der wichtigste Umsatztreiber bleiben soll.
Fazit & Ausblick
Der 275-MW-Auftrag und das höhere Kursziel stärken die Wachstumsperspektive von 2G Energy, während Umsatz- und Ergebnisbeiträge aus dem Großprojekt erst mit zeitlichem Abstand zu erwarten sind. Als nächste Orientierungspunkte stehen die vorläufigen Halbjahreszahlen am 29. September, der Halbjahresbericht am 15. Oktober und die Veröffentlichung von Umsatz und EBIT für das dritte Quartal am 23. November 2026 an.
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