Ist Consorsbank ein guter Broker? (2026)

Goldesel Team
Team Goldesel hat Consorsbank ausgiebig getestet
Unser Fazit für dich zusammengefasst:
"Viele handelbare Produkte, kostenlose ETF-Sparpläne, Zugang zu ausländischen Handelsplätzen, etablierte Bank im Hintergrund. Das Consorsbank Depot eignet sich besonders gut für Anleger mit langfristigen Zielen und Sparplänen, kann aber für aktive Trader mit erhöhten Gebühren belastet werden. "
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Goldesel Testbericht

Autor dieses Testberichts
Hannes Püsche

Hannes Püsche - Team-Goldesel Börsen-Experte

Handelt selbst aktiv an den Märkten und vergleicht Broker regelmäßig im Echtbetrieb. Bewertet Tools, Kostenstrukturen und Stabilität aus Sicht eines langfristigen Investors und Traders.

Consorsbank Depot Erfahrungen 2025: Solider Vollbank-Broker oder zu teuer für den Neobroker-Markt?

Die Consorsbank gehört zu den ältesten und größten Direktbanken Deutschlands. Als Teil der französischen BNP Paribas verwaltet sie Millionen Depots und bietet ein Komplettpaket aus Wertpapierdepot, Girokonto und Tagesgeld. Während Neobroker wie Trade Republic oder Scalable Capital mit 1-Euro-Orders und minimalistischen Apps den Markt dominieren, setzt die Consorsbank auf Breite statt Billigpreis: viele Handelsplätze, professionelle Trading-Tools und ein klassisches Bank-Setup.

Die zentrale Frage für Anleger: 

Lohnt sich das Consorsbank Depot 2026 noch, oder zahlt man hier nur für Nostalgie? 

Stärken der Consorsbank im Überblick

ETF-Sparpläne komplett gebührenfrei: 

  • Seit Oktober 2025 fallen für alle ETF-Sparpläne 0 Euro Sparplangebühr an. Die marktüblichen Spreads und Produktkosten bleiben natürlich bestehen, aber die frühere Gebühr von 1,50 Prozent pro Ausführung ist Geschichte. Mit über 1.600 sparplanfähigen ETFs ist die Auswahl solide.

Breites Handelsangebot: 

  • Die Consorsbank bietet Zugang zu über 30 Handelsplätzen weltweit. Neben den deutschen Börsen (Xetra, Tradegate, gettex, Lang & Schwarz, Stuttgart, Frankfurt, München) stehen auch internationale Handelsplätze in London, Paris, New York, Tokio und weiteren Märkten zur Verfügung. Dazu kommen außerbörsliche Handelspartner für den Direkthandel.

Vollbank-Ökosystem: 

  • Depot, Verrechnungskonto, Girokonto, Tagesgeld und Wertpapierkredit laufen bei der Consorsbank unter einem Dach. Wer alles bei einer Bank bündeln will, findet hier ein funktionierendes Setup.

Professionelle Trading-Software: 

  • Mit dem kostenlosen ActiveTrader bietet die Consorsbank eine vollwertige Handelssoftware für anspruchsvollere Anleger. Dazu gibt es eine Trading-API für eigene Handelssysteme.

Gemeinschafts- und Kinderdepots: 

  • Beide Optionen sind möglich. Bei vielen Neobrokern fehlt zumindest das Gemeinschaftsdepot.
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Kritikpunkte: Wo die Consorsbank hinterherhinkt

Hohe Standard-Orderkosten: 

  • Einzelkäufe kosten im Standardmodell (Silver-Status) 4,95 Euro Grundgebühr plus 0,25 Prozent vom Ordervolumen. Mindestens werden 9,95 Euro fällig, maximal 69 Euro. Dazu kommen Handelsplatzkosten: Tradegate kostet 0,95 Euro, Xetra 1,95 Euro plus Transaktionsentgelt. Bei einer 500-Euro-Order zahlt man also mindestens 10,90 Euro (9,95 Euro Order + 0,95 Euro Tradegate). Bei Trade Republic wäre das 1 Euro.

Aktien-Sparpläne bleiben teuer: 

  • Während ETF-Sparpläne gebührenfrei sind, kosten Aktien-Sparpläne weiterhin 1,50 Prozent pro Ausführung. Bei Namensaktien kommen zusätzlich 1,95 Euro Eintragungsgebühr ins Aktienregister hinzu.

Statusmodell für Vieltrader: 

  • Die günstigeren Konditionen (Gold, Platinum mit verschiedenen Sternen) erreicht man erst durch hohe Orderaktivität. Gold-Status senkt die Mindestgebühr auf 8,95 Euro, Platinum mit sechs Sternen eliminiert die Mindestgebühr komplett. Für Gelegenheitsanleger bleibt das irrelevant.

Einlagensicherung über Frankreich: 

  • Das Guthaben auf dem Verrechnungskonto ist über den französischen Einlagensicherungsfonds geschützt. Die Absicherung beträgt 100.000 Euro pro Person, aber Frankreich hat eine etwas schwächere Bonität als Deutschland. Hohe Beträge sollte man nicht dauerhaft auf dem Verrechnungskonto parken.

Zahlen und Vergleich

Kennzahl

Wert

Depotführungkostenlos
ETF-Sparpläne0 Euro Sparplangebühr
Aktien-Sparpläne1,50 % pro Ausführung
Sparplanfähige ETFsüber 1.600
Mindest-Sparrate10 Euro
Ordergebühr Einmalkauf4,95 Euro + 0,25 %, min. 9,95 Euro, max. 69 Euro
Handelsplatzgebühr Tradegate0,95 Euro
Handelsplatzgebühr Xetra1,95 Euro + Transaktionsentgelt
Handelsplätzeüber 30 weltweit
Einlagensicherung100.000 Euro (französischer Fonds)

Erfahrungen aus dem Team Goldesel

Team Goldesel Redakteur:

Ich nutze die Consorsbank seit 2021 als Zweitdepot neben Trade Republic. Der Grund für die Eröffnung war simpel: Ich wollte eine etablierte Bank im Rücken haben, falls bei den Neobrokern mal wieder die Server in die Knie gehen, wenn es an den Märkten turbulent wird.

Meine Nutzung teilt sich in zwei Bereiche auf. Zum einen laufen dort meine langfristigen ETF-Sparpläne. Seit die Sparplangebühr auf 0 Euro gesenkt wurde, gibt es dafür keinen Kostengrund mehr, woanders zu sein. Zum anderen nutze ich das Depot für größere Einmalkäufe, bei denen mir die Börsenauswahl wichtig ist oder wenn ich außerhalb der Xetra-Handelszeiten nicht auf einen einzigen Handelsplatz angewiesen sein will.

Was funktioniert gut: Die Plattform ist übersichtlich, das Online-Banking läuft stabil, und der Support ist tatsächlich erreichbar. Ich hatte einmal eine Frage zur Steuerabrechnung und bekam innerhalb von zwei Tagen eine hilfreiche Antwort per Mail. Das kenne ich von manchen Neobrokern anders.

Was nervt: Für kleine Einzelorders ist die Consorsbank schlicht zu teuer. Wenn ich spontan für 200 Euro eine Aktie kaufen will, zahle ich mindestens 10,90 Euro. Das steht in keinem Verhältnis. Für solche Trades greife ich weiterhin zum Neobroker.

Die App ist funktional, aber nicht so modern wie bei der Konkurrenz. Man merkt, dass die Consorsbank ursprünglich für Desktop-Banking gebaut wurde. Für mich persönlich kein Problem, weil ich größere Transaktionen ohnehin am Rechner mache.

Fazit

Die Consorsbank ist kein Neobroker, und genau das kann ihre Stärke sein. Sie bietet ein breites Handelsangebot, professionelle Tools und ein funktionierendes Vollbank-Ökosystem.

Für langfristige Anleger mit Fokus auf ETF-Sparpläne ist die Consorsbank 2025 eine gute Wahl. Die gebührenfreien Sparpläne heben den Broker auf Augenhöhe mit den günstigsten Anbietern, zumindest in diesem Bereich.

Wer dagegen häufig kleine Einmalorders platziert und nur den günstigsten Ticketpreis sucht, findet bei Neobrokern bessere Alternativen. Die Mindestgebühr von 9,95 Euro plus Handelsplatzkosten macht kleine Trades unverhältnismäßig teuer.

Am sinnvollsten funktioniert die Consorsbank als solider Baustein neben einem Neobroker: günstige Trades und Spielwiese dort, langfristiger Vermögensaufbau und ruhiges Geld bei der Consorsbank.

Immer gut beraten mit den Tipps von mir & meinem Team
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