Ulta Beauty erhöht nach starkem Quartal den Ausblick
Ulta Beauty hat nach dem zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 den Ausblick angehoben und das geplante Aktienrückkaufvolumen erweitert. Der Kosmetikhändler meldete höhere Umsätze, steigende vergleichbare Verkäufe und einen deutlich höheren Gewinn je Aktie. Die Zahlen lagen nach Unternehmensangaben über den Konsensschätzungen für Umsatz und Ergebnis.
Die Ulta-Aktie notierte am 28. August 2026 um 15:22 Uhr bei 456,50 Euro. Gegenüber dem Vortag entsprach das einem Minus von 1,21 Prozent. Die Tagesbewegung ändert nichts daran, dass die neue Prognose mehrere operative Kennzahlen betrifft und damit über einen reinen Effekt aus Aktienrückkäufen hinausgeht.
Die vollständige Mitteilung zu den Quartalszahlen hat das Unternehmen über Business Wire veröffentlicht. Weitere Unterlagen finden sich im Investor-Portal von Ulta Beauty.
Umsatz und Gewinn wachsen im zweiten Quartal
Im zweiten Quartal erzielte Ulta Beauty Nettoumsätze von rund 3,0 Milliarden US-Dollar. Das waren 8,9 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Die vergleichbaren Verkäufe stiegen um 3,8 Prozent. Diese Kennzahl misst die Entwicklung bestehender Filialen und Vertriebskanäle und blendet damit einen Teil des Wachstums aus neuen Standorten aus.
Der verwässerte Gewinn je Aktie lag bei 6,55 US-Dollar. Gegenüber dem Vorjahreswert von 5,78 US-Dollar ergibt sich ein Anstieg von rund 13,3 Prozent. Damit wuchs der Gewinn je Aktie stärker als der Umsatz. Nach übereinstimmenden Medienberichten übertraf Ulta zudem die Analystenerwartungen bei Umsatz und Ergebnis, wobei die genannten Konsenswerte je nach Datenanbieter leicht voneinander abweichen.
Die Zahlen zeigen, dass Ulta im Quartal nicht allein über neue Filialen gewachsen ist. Der Anstieg der vergleichbaren Verkäufe spricht dafür, dass auch das bestehende Geschäft zum Umsatzplus beigetragen hat. Wie stark einzelne Faktoren wie neue Standorte oder die weitere Integration von Space NK den Verlauf beeinflusst haben, lässt sich aus den vorliegenden Angaben jedoch nicht genau ableiten.
Höherer Jahresausblick für Umsatz, Verkäufe und Ergebnis
Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 erwartet Ulta nun ein Nettoumsatzwachstum von 6,7 bis 7,2 Prozent. Zuvor hatte die Prognosespanne bei 6,0 bis 7,0 Prozent gelegen. Auch bei den vergleichbaren Verkäufen wurde der Ausblick angehoben: Statt eines Wachstums von 2,5 bis 3,5 Prozent rechnet das Unternehmen jetzt mit 3,2 bis 3,7 Prozent.
Beim verwässerten Gewinn je Aktie erwartet Ulta für das Gesamtjahr nun 28,70 bis 29,00 US-Dollar. Die frühere Spanne lag bei 28,36 bis 28,80 US-Dollar. Zusätzlich aktualisierte das Management seine Prognose für das Wachstum des operativen Ergebnisses auf 8,3 bis 9,3 Prozent.
Für die zweite Jahreshälfte bleibt die Planung etwas niedriger als das Tempo des zweiten Quartals. Ulta erwartet ein Nettoumsatzwachstum von 4 bis 5 Prozent, ein Plus bei den vergleichbaren Verkäufen von 2 bis 3 Prozent und ein Wachstum des operativen Ergebnisses von 6 bis 8 Prozent. Beim Gewinn je Aktie rechnet das Management für die zweite Jahreshälfte mit einem Zuwachs von 9 bis 12 Prozent.
Die höhere Guidance ist deshalb relevant, weil sie nicht nur die Ergebnisprognose betrifft. Auch Umsatz und vergleichbare Verkäufe wurden nach oben angepasst. Das spricht für eine breitere Verbesserung im laufenden Geschäft, auch wenn die Umsetzung der Planung in den kommenden Quartalen noch offen ist.
Rückkäufe werden deutlich ausgeweitet
Neben dem operativen Ausblick hat Ulta die Kapitalrückführung angepasst. Das für das Geschäftsjahr 2026 vorgesehene Aktienrückkaufprogramm wurde von 1,5 Milliarden auf 1,8 Milliarden US-Dollar erhöht. Der gesamte autorisierte Rahmen für Rückkäufe beträgt 3,0 Milliarden US-Dollar. Nach Angaben des Unternehmens standen nach dem ersten Halbjahr noch rund 1,0 Milliarde US-Dollar zur Verwendung bis zum Jahresende bereit.
Im ersten Halbjahr kaufte Ulta rund 1,4 Millionen eigene Aktien für etwa 791,1 Millionen US-Dollar zurück. Rückkäufe können die Zahl ausstehender Aktien senken und damit den Gewinn je Aktie beeinflussen. Wie stark dieser Effekt bis zum Jahresende ausfällt, hängt aber vom Zeitpunkt und den Preisen der weiteren Rückkäufe ab.
Für Anleger bleibt damit der weitere Verlauf der vergleichbaren Verkäufe wichtig. Sie geben Aufschluss darüber, ob das Wachstum im bestehenden Geschäft anhält. Ebenso wird sich zeigen müssen, ob Ulta die für die zweite Jahreshälfte erwarteten Zuwächse bei Umsatz, operativem Ergebnis und Gewinn je Aktie erreicht. Die angehobene Prognose setzt dafür eine klare Messlatte.
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