Tesla Earnings – das wird spannend!
Heute nach der Schlussglocke wird der EV-Hersteller Tesla seine Zahlen zum ersten Quartal 2023 veröffentlichen. Diese werden bereits mit Spannung erwartet, denn das Unternehmen um CEO Elon Musk hatte heute bereits die sechste Preissenkung in diesem Jahr verkündet. Werden die Umsätze den Margendruck ausgleichen können?
Die Erwartungen
Die Analysten der Wallstreet rechnen im Schnitt mit einem Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahresquartal von 24 % und somit mit einem Umsatz in Höhe von 23,2 Milliarden USD (18,76 Milliarden USD in Q1 2022). Beim Gewinn je Aktie wird mit 0,85 USD gerechnet.
Insbesondere die Bruttomarge im Bereich Automotive wird mit Spannung erwartet, da Tesla wie bereits erwähnt, die Preise für seine Fahrzeuge im Vergleich zum Ende des letzten Jahres bereits sechsmal gesenkt hat. Heute hatte das Unternehmen erneute Preissenkungen vermeldet. So wird der Autobauer die Preise für das beliebte Model Y beim Typ “Long Range” um 9,1 % auf nun 49.990 USD und beim Typ “Performance” um 8,5 % auf 53.990 USD senken. Auch beim Verkaufsschlager – dem Model 3 – wird abermals der Rotstift angesetzt. Dieses kostet in den USA zukünftig 39.990 USD und damit 7 % weniger als bisher.
In diesem Umfeld sinkender Margen und somit auch einer möglicherweise geringeren Profitabilität, wird man auch besonders darauf achten, welche Investitionspläne Tesla zukünftig verfolgt. Zuletzt hatte das Unternehmen verkündet, eine weitere Fabrik in Mexiko und eine Batteriefabrik in Shanghai errichten zu wollen. Hierfür wird erwartet, dass das Unternehmen in den Jahren 2024 und 2025 jeweils zwischen 7 und 9 Milliarden USD investieren wird.
Können steigende Verkäufe sinkende Margen ausgleichen?
Die von Tesla zuletzt gemeldeten Produktions- und Auslieferungszahlen konnten an und für sich überzeugen. So wurden in den Monaten Januar, Februar und März des aktuellen Jahres 422.875 Fahrzeuge an die Kunden ausgeliefert. Die Produktion lag mit 440.808 Einheiten etwas über dem Niveau der Auslieferungen.
Es gelang dem Unternehmen somit deutlich mehr Fahrzeuge auszuliefern als noch im Q1 2022. Damals wurden noch 310.048 Einheiten an die Kunden ausgegeben. Die heutigen Zahlen werden zeigen, ob die gesteigerten Auslieferungszahlen die mutmaßlich geringere Marge in Bezug auf die diversen Preissenkungen ausgleichen können.
Möglicherweise werden sich auch sinkende Rohstoffkosten positiv auf die heutigen Ergebnisse auswirken. Der Preis für das in den Batterien verbaute Lithium ging beispielsweise zuletzt zurück.
Charttechnik – geht der Rebound weiter?

Die Aktie von Tesla konnte sich in diesem Jahr bereits deutlich von ihren Tiefs knapp über 100 USD erholen. Zuletzt scheiterte ein Ausbruchsversuch über die Widerstandszone zwischen 200 und 213 USD.
Aktuell fungiert die 50-Tage-Linie (SMA 50 – gelb) bei circa 183 USD als Widerstand, während die 200-Tage-Linie (SMA 200 – blau) als eine Unterstützung im Bereich von 171,60 USD als Unterstützung dient. In diesem Bereich befindet sich zudem eine Unterstützungszone (166 – 176 USD).
Die heutigen Zahlen könnte ein Trigger sein, um entweder die Erholung auszubauen oder erneut nach unten wegzubrechen.

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Fazit
Wir werden heute nach der Schlussglocke erfahren, ob Elon Musk und Tesla mit den Preissenkungen die gewünschten Erfolge erzielen konnten. Mit Trades sollte man sich jedenfalls zurückhalten, da die Reaktion nach den Zahlen einem Coinflip gleicht. Zudem ist der Handel anschließend nur noch wenige Minuten möglich.
Wer den Adrenalin-Kick allerdings braucht und auf Schlaf verzichten kann, dem wünsche ich viel Glück.
Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte
Der Autor ist im besprochenen Wertpapier bzw. Basiswert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert. Transparenzhinweis: Die im Artikel vorgestellten Derivate werden durch die Redaktion ausgesucht. Wir arbeiten aber mit ausgewählten Emittenten zusammen, die mit der Goldesel Trading & Investing GmbH in einer Geschäftsbeziehung stehen. Bitte beachten Sie: Der Handel mit Derivaten ist mit einem erheblichen Risiko verbunden und kann unter Umständen zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen.