Zscaler-Aktie im Fokus: CrowdStrike und Okta befeuern die KI-Sicherheitsnachfrage
Kurzüberblick
- Zscaler schloss die jüngste Handelssitzung bei 170,31 US-Dollar und legte 1,12 Prozent zu, obwohl der Gesamtmarkt nachgab.
- CrowdStrike übertraf im zweiten Quartal die Erwartungen und erhöhte seine Umsatz- sowie Ergebnisprognose für 2027.
- Okta meldete 805 Millionen US-Dollar Quartalsumsatz und ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 1,05 US-Dollar; die Aktie sprang nachbörslich zeitweise fast 20 Prozent.
- Zscaler notierte am 26. August 2026 bei Lang & Schwarz mit 150,22 Euro unverändert und liegt seit Jahresbeginn 22,32 Prozent im Minus.
Marktanalyse & Details
KI verändert die Nachfrage nach Cybersicherheit
Die starken Kursbewegungen bei CrowdStrike und Okta liefern ein wichtiges Branchensignal: Unternehmen investieren zunehmend in Sicherheitslösungen, weil künstliche Intelligenz neue Angriffsflächen, Identitätsrisiken und Kontrollfragen schafft. Für Anbieter wie Zscaler stärkt das grundsätzlich die These, dass Cloud- und Zero-Trust-Sicherheit langfristig zu einer unverzichtbaren Infrastruktur für Unternehmen wird.
CrowdStrike-Chef George Kurtz bezeichnete das Quartal als das beste in der Unternehmensgeschichte und verwies auf die wachsende Bedeutung der Absicherung von KI-Anwendungen. Okta-Chef Todd McKinnon betonte, dass KI-Agenten für jeden Zugriff eine vertrauenswürdige Identität und klare Berechtigungen benötigen. Damit rückt neben dem Schutz von Endgeräten auch die Kontrolle digitaler Identitäten und Zugriffsrechte in den Mittelpunkt.
Starke Kennzahlen bei den Wettbewerbern
- CrowdStrike erzielte im zweiten Quartal ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 31 US-Cent nach erwarteten 29 US-Cent. Der Umsatz lag mit 1,47 Milliarden US-Dollar über der Prognose von 1,44 Milliarden US-Dollar.
- Der jährlich wiederkehrende Umsatz von CrowdStrike stieg um 25 Prozent auf 5,84 Milliarden US-Dollar. Der Netto-Neuzugang beim jährlich wiederkehrenden Umsatz erreichte 332,8 Millionen US-Dollar nach 255,8 Millionen US-Dollar im ersten Quartal.
- CrowdStrike erwartet für 2027 nun einen Umsatz von 5,991 bis 6,011 Milliarden US-Dollar und ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 1,25 bis 1,26 US-Dollar. Zuvor hatte die Umsatzspanne bei 5,915 bis 5,959 Milliarden US-Dollar und die Ergebnisspanne bei 1,22 bis 1,24 US-Dollar gelegen.
- Okta steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 11 Prozent auf 805 Millionen US-Dollar und übertraf mit einem bereinigten Ergebnis je Aktie von 1,05 US-Dollar die Analystenerwartung von 97 US-Cent.
- Für das bis Januar laufende Geschäftsjahr stellt Okta einen Umsatz von 3,216 bis 3,226 Milliarden US-Dollar und ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 3,90 bis 3,94 US-Dollar in Aussicht.
Was der Impuls für Zscaler bedeutet
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass die Nachfrage im Bereich Cybersicherheit trotz eines anspruchsvollen Börsenumfelds robust bleibt. Die Prognoseanhebungen von CrowdStrike und die starke Umsatzentwicklung von Okta bestätigen den strukturellen Wachstumstrend, sind aber kein direkter Ergebnisbeleg für Zscaler. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass Zscalers eigene Umsatz-, Auftrags- und Margenentwicklung entscheidend bleibt. Der Rückgang von 22,32 Prozent seit Jahresbeginn zeigt zudem, dass der Markt bei Zscaler bislang höhere Erwartungen oder stärkere Ausführungsrisiken einpreist als bei einigen Wettbewerbern.
Die nachbörslichen Kursgewinne bei CrowdStrike und Okta können die Bewertung des gesamten Cybersecurity-Sektors kurzfristig stützen. Gleichzeitig bergen starke Kursreaktionen das Risiko, dass Anleger bereits einen Teil des erwarteten KI-Wachstums vorwegnehmen. Bei Zscaler sollte daher insbesondere geprüft werden, ob sich die Nachfrage in beschleunigtem Umsatzwachstum, steigenden wiederkehrenden Erlösen und einer Verbesserung des freien Cashflows niederschlägt.
Fazit & Ausblick
Die Quartalszahlen von CrowdStrike und Okta stärken die Investmentthese für KI-getriebene Sicherheitsausgaben und schaffen Rückenwind für Zscaler. Ein nachhaltiger Kursumschwung bei der Zscaler-Aktie dürfte jedoch erst dann wahrscheinlicher werden, wenn das Unternehmen selbst mit überzeugenden Wachstums- und Profitabilitätsdaten nachlegt. Bis zum nächsten Quartalsbericht bleibt die Entwicklung bei jährlich wiederkehrenden Erlösen, Margen und Cashflow der wichtigste Prüfstein.
Hinweise zu diesem Inhalt
Diese Inhalte wurden ganz oder teilweise automatisiert unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler, Ungenauigkeiten oder unvollständige Informationen enthalten. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen.
Die Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen keine individuelle, fachkundige Beratung.
Eine Haftung für Vermögensschäden oder sonstige Schäden, die aus der Nutzung der Inhalte entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.