Zealand Pharma liefert ZUPREME-1-Update: Petrelintid senkt Gewicht um bis zu 10,7% und verbessert Risiko-Faktoren

Zealand Pharma A/S

Kurzüberblick

Zealand Pharma hat auf den 2026 Scientific Sessions der American Diabetes Association (ADA) in New Orleans zusätzliche Daten aus der Phase-2-Studie ZUPREME-1 zu petrelintide vorgestellt. Der Wirkstoff, ein Amylin-Analogon, wird als wöchentliche Injektion untersucht und zielt auf Gewichtsreduktion sowie die Verbesserung kardiometabolischer Risikofaktoren ab.

In den 42 Wochen der Studie zeigten Teilnehmende unter einmal wöchentlich subkutan verabreichtem Petrelintid im Mittel deutlich stärkere Gewichtsverluste als unter Placebo: bis zu 10,7% gegenüber 1,7%. Gleichzeitig blieb die Verträglichkeit weitgehend im erwartbaren Rahmen, und viele Labor- sowie Surrogatmarker im Herz-Kreislauf-Risiko verbesserten sich.

Marktanalyse & Details

Studien-Highlights aus ZUPREME-1 (42 Wochen, Phase 2)

  • Gewichtsreduktion: bis zu 10,7% vs. 1,7% unter Placebo (Baseline bis Woche 42).
  • Dosisanpassung: 88%–98% schafften die Eskalation bis zur angestrebten Erhaltungsdosis.
  • Kardiometabolische Marker: Verbesserungen u. a. beim Taillenumfang (Reduktion 7,9–10,8 cm), bei hs-CRP um 17%–41% sowie bei Triglyceriden um 12%–21%.

Verträglichkeit: Magen-Darm-Effekte im Fokus

Bei Amylin-basierten Ansätzen sind gastrointestinale Nebenwirkungen typischerweise ein wesentlicher Bewertungsfaktor für die praktische Anwendung. In den präsentierten Daten traten die meisten GI-Ereignisse mild auf; Übelkeit war der häufigste GI-Effekt: 19,6% unter Petrelintid gegenüber 6,2% unter Placebo. Erbrechen blieb selten, während Durchfall und Verstopfung in ähnlichen niedrigen Größenordnungen wie unter Placebo auftraten.

  • Abbruch wegen GI-Nebenwirkungen: nur 1,5% der Teilnehmenden.
  • Sicherheit: keine unerwarteten Sicherheitsbefunde.

Warum das für Anleger zählt: Signalstärke bei Wirksamkeit und Risiko-Markern

Für den Markt ist entscheidend, dass Petrelintid nicht nur bei der Körpergewichtsreduktion ansetzt, sondern auch mehrere kardiometabolische Surrogatindikatoren verbessert. Gerade die Kombination aus Taillenumfang-Rückgang, hs-CRP-Senkung und Triglycerid-Verbesserung adressiert zentrale Risikobereiche, die in der Adipositas- und Diabetes-Pathophysiologie häufig eng gekoppelt sind.

Die Beobachtung, dass 88%–98% die Ziel-Erhaltungsdosis erreichen, spricht zudem für eine insgesamt gut managbare Dosisanpassung – ein Punkt, der die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass ein späteres Programm auch in breiteren Patientenkollektiven skalierbar bleibt.

Analysten-Einordnung

Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass Zealand Pharma das Wirksamkeitssignal aus der frühen klinischen Phase konsolidiert: Die Gewichtsreduktion fällt gegenüber Placebo deutlich aus (bis zu 10,7% vs. 1,7%) und wird durch Verbesserungen bei mehreren kardiometabolischen Risikoindikatoren untermauert. Gleichzeitig bleibt das Ganze ein Phase-2-Ergebnis – entscheidend wird daher, ob sich die Effektstärke über längere Zeiträume bestätigt und wie sich die Verträglichkeit bei größeren, heterogeneren Populationen darstellt. Die präsentierten GI-Daten (Übelkeit häufig, aber geringe Abbruchrate wegen GI) deuten darauf hin, dass das Risiko-Nutzen-Profil potenziell praktikabel sein kann, jedoch sollten Investoren die nächsten klinischen Schritte besonders im Hinblick auf Dauerhaftigkeit und robuste Endpunkte verfolgen.

Untermauert wird der Kontext auch durch die Börsenlage: Die Zealand-Pharma-Aktie notierte zuletzt bei 43,28 Euro; seit Jahresbeginn liegt sie bei -32,16%. Das macht klar: Solide klinische Daten können helfen, die Bewertungsrisiken zu adressieren – aber der Markt wird weitere, bestätigende Daten brauchen, um die Erwartungen nachhaltig zu stabilisieren.

Fazit & Ausblick

Das ZUPREME-1-Update liefert ein konsistentes Wirksamkeitsbild für Petrelintid über 42 Wochen und ergänzt es um Verbesserungen relevanter kardiometabolischer Surrogatmarker. Für den weiteren Kursverlauf dürfte vor allem entscheidend sein, ob die Ergebnisse in nachfolgenden Studiendaten repliziert und weiterentwickelt werden – insbesondere in Bezug auf Effekt-Dauer, patientenrelevante Endpunkte und die Langzeitverträglichkeit.

Anleger sollten im Jahresverlauf 2026 insbesondere auf weitere klinische Updates aus dem Petrelintid-Programm sowie auf die zeitliche Einordnung kommender Studien- bzw. Datenergebnisse achten, da diese typischerweise die Erwartungshaltung für die nächsten Bewertungsphasen prägen.

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