Workday-Aktie fällt trotz Gewinnsprung: 4-Mrd.-Dollar-Rückkauf und Ausblick im Fokus
Kurzüberblick
- Workday steigerte den Quartalsumsatz auf 2,649 Mrd. USD und übertraf damit die Markterwartungen.
- Der bereinigte Gewinn je Aktie lag im zweiten Quartal mit 2,75 USD über der Prognose von 2,61 USD.
- Workday hob die Prognose für den Subskriptionsumsatz im Geschäftsjahr 2027 auf 9,94 bis 9,95 Mrd. USD an.
- Die Aktie fiel an der Lang & Schwarz Exchange bis 23:00 Uhr um 8,45 % auf 153,44 EUR; zugleich wurde ein Aktienrückkauf über 4 Mrd. USD angekündigt.
Marktanalyse & Details
Quartalszahlen über den Erwartungen
Workday hat im zweiten Quartal den Umsatz im Jahresvergleich um 12,8 % auf 2,649 Mrd. USD erhöht. Der Subskriptionsumsatz wuchs um 13,9 % auf 2,471 Mrd. USD. Damit lag der Gesamtumsatz über der Markterwartung von 2,636 Mrd. USD.
Auch auf der Ergebnisseite überzeugte der Softwareanbieter. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 2,75 USD und übertraf die Schätzung von 2,61 USD. Das nach GAAP ausgewiesene Ergebnis belief sich auf 632 Mio. USD beziehungsweise 2,57 USD je Aktie, nach 228 Mio. USD beziehungsweise 0,84 USD je Aktie im Vorjahresquartal. Der deutliche Anstieg wurde unter anderem durch einen Steuereffekt begünstigt.
Prognose steigt, Wachstum verliert an Dynamik
Für das dritte Quartal stellt Workday einen Subskriptionsumsatz von rund 2,515 Mrd. USD und eine bereinigte operative Marge von etwa 30,0 % in Aussicht. Für das Geschäftsjahr 2027 wurde die Prognose für den Subskriptionsumsatz auf 9,94 bis 9,95 Mrd. USD angehoben, was einem Wachstum von rund 13 % entspricht. Die erwartete bereinigte operative Marge wurde auf 31,0 % erhöht.
Gleichzeitig deutet der Ausblick auf eine nachlassende Wachstumsrate hin: Workday erwartet für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres 2027 ein Subskriptionswachstum von ungefähr 11 %. Das aktuelle Ziel für das Subskriptionswachstum im Geschäftsjahr 2028 sei mit dieser Entwicklung konsistent. Für das kommende Jahr rechnet das Management zudem mit einer Ausweitung der bereinigten operativen Marge um mindestens zwei Prozentpunkte. Die Investitionsausgaben im Geschäftsjahr 2027 sollen bei rund 270 Mio. USD liegen.
Aktienrückkauf über 4 Mrd. USD
Der Verwaltungsrat hat den Rückkauf eigener Class-A-Aktien im Umfang von bis zu 4,0 Mrd. USD genehmigt. Die Käufe können über den offenen Markt erfolgen und auch über vorab festgelegte Handelspläne umgesetzt werden. Ein Zeitplan für die vollständige Ausschöpfung wurde nicht genannt.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass der Markt den kurzfristig positiven Zahlen vor allem die begrenzte Dynamik im künftigen Subskriptionswachstum gegenüberstellt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung einen gemischten Befund: Die Margen steigen und der Rückkauf kann den Gewinn je Aktie langfristig stützen, zugleich muss Workday beweisen, dass KI-Agenten und die weitere Produktverbreitung das Wachstum über die erwarteten rund 11 % hinaus stabilisieren können. Der Kursrückgang von 8,45 % trotz übertroffener Quartalsschätzungen zeigt, wie hoch die Erwartungen an den Softwaresektor weiterhin sind.
Fazit & Ausblick
Workday liefert ein starkes Quartal und verbessert die Jahresprognose, sendet mit dem erwarteten Wachstum von rund 11 % in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2027 aber ein vorsichtigeres Signal. Der 4-Mrd.-USD-Rückkauf schafft einen zusätzlichen Kurstreiber, ersetzt jedoch kein anhaltendes Umsatzwachstum. Im Mittelpunkt des nächsten Quartalsberichts stehen daher die Entwicklung des Subskriptionsumsatzes, die operative Marge und konkrete Fortschritte bei KI-gestützten Produkten.
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