Wall Street setzt wieder auf KI-Aktien: Nasdaq steigt 1,7 Prozent trotz Fed-Zinssorgen

Wall Street setzt wieder auf KI-Aktien: Nasdaq steigt 1,7 Prozent trotz Fed-Zinssorgen AI Generated

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Das Wichtigste in Kürze

  1. US-Anleger kauften am 17. September 2026 erneut KI- und Technologieaktien und lösten damit eine breite Erholungsrally aus.
  2. Der Nasdaq Composite stieg um 1,7 Prozent, der S&P 500 um 1,1 Prozent und der Dow Jones um 0,6 Prozent.
  3. Halbleiterwerte führten den Aufschwung an: AMD legte 6,4 Prozent, Sandisk 6,2 Prozent und Micron 5,5 Prozent zu.
  4. Nach dem jüngsten Zinsschritt der US-Notenbank bleibt mindestens eine weitere Erhöhung in diesem Jahr möglich.

Marktanalyse & Details

KI-Aktien übernehmen wieder die Führung

Die Wall Street rückte am Donnerstag die Sorgen über Inflation und steigende Zinsen vorübergehend in den Hintergrund. Stattdessen konzentrierten sich Anleger wieder auf Unternehmen mit direktem Bezug zum Ausbau künstlicher Intelligenz und auf deren künftiges Gewinnpotenzial.

Der Nasdaq Composite erzielte mit einem Plus von 1,7 Prozent den stärksten Tagesgewinn seit dem 4. August und drehte damit auf Monatssicht ins Plus. Der S&P 500 gewann 1,1 Prozent, während der Dow Jones Industrial Average um 0,6 Prozent beziehungsweise rund 316 Punkte zulegte.

  • Advanced Micro Devices: plus 6,4 Prozent
  • Sandisk: plus 6,2 Prozent
  • Micron Technology: plus 5,5 Prozent
  • Marvell Technology: plus 4,8 Prozent
  • Alle sieben großen Technologiekonzerne des Magnificent-Seven-Index stiegen um mindestens 1,3 Prozent.

Zinsdruck lässt kurzfristig nach

Die Erholung fiel in eine Phase erhöhter geldpolitischer Unsicherheit. Die US-Notenbank erhöhte am Mittwoch erstmals seit drei Jahren die Zinsen und stellte mindestens eine weitere Anhebung im laufenden Jahr in Aussicht. Nach sieben Verlusttagen in acht Sitzungen bewerteten Marktteilnehmer die neue Zinsperspektive am Donnerstag jedoch als besser einschätzbar.

Zusätzliche Unterstützung kam vom Anleihe- und Rohstoffmarkt. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sank von 5,003 auf 4,946 Prozent. Brent-Öl verbilligte sich um knapp 1 Prozent auf 104,82 US-Dollar je Barrel. Gleichzeitig stiegen neben Aktien auch Gold und Bitcoin.

Konjunktur bleibt entscheidender Belastungstest

Die Marktbreite der Rally deutet darauf hin, dass Anleger derzeit nicht mit einem unmittelbaren Einbruch der US-Wirtschaft rechnen. Der Russell-2000-Index für kleinere Unternehmen legte um mehr als 0,5 Prozent zu. Auch ein Branchenindex für Eisenbahnen, Fluggesellschaften und Lastwagenbetreiber gewann 0,5 Prozent.

Diese Zuversicht stützt sich auf robuste Unternehmensgewinne und einen widerstandsfähigen Arbeitsmarkt. Für die Unternehmen im S&P 500 wird im Jahr 2026 ein Gewinnanstieg von rund 32 Prozent gegenüber 2025 erwartet. Gleichzeitig verteuerten sich 30-jährige US-Hypotheken auf durchschnittlich 6,95 Prozent nach 6,76 Prozent in der Vorwoche und erreichten damit den höchsten Stand seit Januar 2025.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass der Markt den jüngsten Zinsschritt zunächst als kalkulierbares Risiko und nicht als Wendepunkt für die Konjunktur bewertet. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch keine Entwarnung: Die Rally hängt stark an den erwarteten KI-Gewinnen, während höhere Finanzierungskosten die Bewertungen und die Nachfrage in zinssensiblen Bereichen weiterhin belasten. Für Finanzwerte wie Investors Bancorp liefert der Kurssprung daher keinen direkten Unternehmensimpuls; entscheidend bleiben die Entwicklung der Zinsmarge, der Kreditqualität und der regionalen Wirtschaft.

Fazit & Ausblick

Die Rückkehr in KI-Aktien hat die US-Börsen kurzfristig stabilisiert. Ob daraus ein nachhaltiger Trend entsteht, hängt vor allem von den nächsten Inflationsdaten, der weiteren Zinspolitik und der Bestätigung der hohen Gewinnprognosen ab. Bleibt der Preisdruck erhöht, könnte der Zinsmarkt die Technologierally erneut bremsen.

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