Lockheed-Martin-Aktie: UBS stuft auf Buy hoch und hebt Kursziel auf 674 Dollar

Lockheed Martin Corp AI Generated

Kurzüberblick

  • UBS hebt Lockheed Martin am 8. September 2026 von Neutral auf Buy an.
  • Das Kursziel steigt von 581 auf 674 US-Dollar; UBS sieht 26 Prozent Aufwärtspotenzial.
  • Die Aktie schloss zuletzt bei 536,15 US-Dollar und legte trotz eines schwächeren Gesamtmarkts um 2,07 Prozent zu.
  • Die EU genehmigte bis zu 3,2 Milliarden Euro für US-Patriot-Flugabwehrraketen für die Ukraine.

Marktanalyse & Details

UBS setzt auf Raketen, Munition und Wartung

Die Hochstufung durch UBS basiert vor allem auf der Erwartung, dass Lockheed Martin vom steigenden Bedarf an Raketen und Munition profitieren kann. Zusätzlich nennt die Bank das Wartungsgeschäft für den F-35, den Hubschrauber CH-53K und das Trident-Programm als Wachstumstreiber.

UBS prognostiziert für Lockheed Martin bis 2028 ein jährliches Umsatzwachstum von 9 Prozent. Damit liegt die Schätzung über dem aktuellen Konsens. Für 2028 erwartet die Bank zudem einen zweistelligen Gewinn je Aktie über den Konsensprognosen. Nach Einschätzung von UBS werden die Auswirkungen möglicher Budgetbedenken für das Geschäftsjahr 2027 derzeit überschätzt.

Produktionshochlauf könnte Schätzungen übertreffen

Besonders offensiv ist die Einschätzung zur Sparte Missiles and Fire Control. UBS kalkuliert auf Basis mehrjähriger Produktionsvereinbarungen mit einem Umsatzwachstum von 150 Prozent zwischen 2025 und 2030. Der steigende internationale Bedarf und höhere staatliche Lagerziele könnten nach Ansicht der Bank zu dauerhaft höheren Produktionsniveaus führen.

  • Im Juli stiegen die Mittelabflüsse im US-Verteidigungsbudget laut UBS um 17 Prozent.
  • Für das Geschäftsjahr 2026 standen zum Analysezeitpunkt noch 36 Prozent der vorgesehenen Ausgaben aus.
  • Der US- und internationale Nachfrageschub könnte die Auftragsvergabe und den Produktionshochlauf beschleunigen.

Patriot-Finanzierung stärkt den Verteidigungshintergrund

Die EU erlaubt der Ukraine, neue Finanzhilfen für den Kauf amerikanischer Patriot-Flugabwehrraketen einzusetzen. Dafür sollen möglichst schnell bis zu 3,2 Milliarden Euro aus dem bestehenden Unterstützungsdarlehen bereitgestellt werden. Die Entscheidung ist kein direkt gemeldeter Auftrag an Lockheed Martin, unterstreicht aber den anhaltend hohen Bedarf an US-amerikanischen Luftverteidigungs- und Rüstungssystemen.

Die Lockheed-Martin-Aktie schloss in den USA bei 536,15 US-Dollar, ein Plus von 2,07 Prozent zum vorherigen Schlusskurs. An der Lang & Schwarz Exchange lag der Kurs am 8. September um 22:50 Uhr bei 464,40 Euro und damit unverändert; seit Jahresbeginn ergibt sich dort ein Plus von 12 Prozent. Die unterschiedlichen Notierungen spiegeln Handelsplatz, Handelszeit und Wechselkurs wider.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass der Markt die strukturelle Nachfrage nach Raketen und Munition zwar zunehmend berücksichtigt, den Umfang und die Dauer des Produktionshochlaufs aber möglicherweise noch nicht vollständig eingepreist hat. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung eine verbesserte Wachstumsperspektive, zugleich bleibt die Aktie von US-Haushaltsentscheidungen, Lieferketten und der tatsächlichen Umsetzung der Produktionspläne abhängig. Die UBS-Hochstufung ist daher ein positives Signal, ersetzt aber keine Prüfung der Bewertung und der Ausführungsrisiken.

Fazit & Ausblick

Mit dem Buy-Rating und dem auf 674 US-Dollar angehobenen Kursziel erhält die Lockheed-Martin-Aktie einen neuen positiven Impuls. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung sind nun konkrete Aufträge, die Geschwindigkeit des Produktionsausbaus sowie die Entwicklung der US-Verteidigungsbudgets. Anleger sollten außerdem auf die nächsten Quartalszahlen und Aussagen des Managements zum Auftragseingang, zu den Margen und zum Cashflow achten.

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