Tesla Aktie: Neuer Roadster soll 2028 nach jahrelanger Verzögerung starten
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Das Wichtigste in Kürze
- Tesla hat den überarbeiteten Roadster am 15. Oktober in Texas vorgestellt.
- Die Produktion des elektrischen Zweisitzers soll 2028 beginnen – acht Jahre später als ursprünglich angekündigt.
- Tesla nennt eine Beschleunigung von null auf 60 Meilen pro Stunde in weniger als einer Sekunde und mehr als 230 Meilen pro Stunde Spitze.
- Als kleines Volumenmodell dürfte der Roadster vor allem Teslas Technik demonstrieren, nicht den Absatz wesentlich steigern.
Marktanalyse & Details
Vorstellung mit spektakulärer Demonstration
Der neue Roadster zeigte sich bei einer Veranstaltung auf einem Testgelände in Texas. Tesla demonstrierte unter anderem, wie das Auto mithilfe eines Saugsystems auf einer Rampe kopfüber fährt. In der Vorführung drehte sich der Wagen außerdem in der Luft und landete mit eingebauten Triebwerken. Ob und in welcher Form solche Funktionen auf öffentlichen Straßen genutzt werden dürfen, ist offen.
Die Leistungswerte stammen aus den Angaben von Tesla-Chef Elon Musk: Der Wagen soll in weniger als einer Sekunde von null auf 60 Meilen pro Stunde beschleunigen und mehr als 230 Meilen pro Stunde erreichen. Die Präsentation ist jedoch noch kein Nachweis für Serienreife oder dafür, dass alle angekündigten Funktionen in der späteren Version verfügbar sein werden.
Neuer Termin nach langer Verzögerung
Tesla zeigte eine Version der zweiten Roadster-Generation erstmals 2017 und stellte damals Auslieferungen ab 2020 in Aussicht. Der Termin wurde wiederholt verschoben. Nun nennt das Unternehmen 2028 als Produktionsstart. Auch frühere Angaben – darunter eine Reichweite von bis zu 620 Meilen – waren Teil der Ankündigungen rund um das Modell; konkrete finale Serienwerte und der endgültige Preis sind noch nicht bestätigt.
Symbolischer Wert größer als der erwartete Absatz
Der ursprüngliche Roadster, der von 2008 bis 2012 verkauft wurde, war Teslas erstes Elektroauto und trug dazu bei, elektrische Fahrzeuge als leistungsfähige Sportwagen zu positionieren. Die neue Generation soll diese Rolle als sogenanntes Halo-Modell übernehmen: Sie soll die technische Leistungsfähigkeit der Marke sichtbar machen. Eine Analystenschätzung sieht den möglichen Absatz bei rund 2.000 Fahrzeugen pro Jahr – wenig im Vergleich zu Teslas rund 1,6 Millionen verkauften Autos im Vorjahr.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass der Roadster eher für Markenwirkung und Technologiedemonstration als für einen spürbaren Umsatzschub gedacht ist. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Entscheidend sind weniger die spektakulären Vorführungen als belastbare Angaben zu Serienproduktion, Preis, Reichweite und Nachfrage. Die wiederholten Terminverschiebungen machen den Produktionsstart 2028 zu einem wichtigen, aber noch zu bestätigenden Meilenstein.
Der Roadster kommt zudem zu einer Zeit, in der Tesla seinen Schwerpunkt stärker auf autonomes Fahren, Robotaxis und humanoide Roboter richtet. Das Unternehmen hat in diesem Jahr den Verkauf der Model-S- und Model-X-Fahrzeuge eingestellt, um Platz für die Produktion seiner Optimus-Roboter zu schaffen. Der Roadster ergänzt diese Strategie als Schaufenster für Teslas Fahrzeugtechnik, steht aber nicht für eine Rückkehr zu einem breiten Fokus auf klassische Pkw-Modelle.
Fazit & Ausblick
Der nächste Prüfstein ist, ob Tesla die Entwicklung nun in einen serienreifen Wagen überführt und den Produktionsstart 2028 einhält. Anleger sollten auf bestätigte technische Daten, Preisdetails und konkrete Produktionspläne achten. Solange diese Angaben fehlen, bleibt der Roadster vor allem ein ambitioniertes Prestigeprojekt mit begrenztem erwartetem Volumen.
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