Targa Resources sichert 230 MW im Permian und erhält Buy-Hochstufung
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Targa Resources vereinbart über eine Tochtergesellschaft neue Stromverträge über rund 230 MW mit PROPWR.
- Die vertraglich gebundene PROPWR-Kapazität steigt damit auf etwa 510 MW.
- Der hinter dem Zähler erzeugte Strom soll die Gasverarbeitungsinfrastruktur im Permian-Becken unterstützen; der vollständige Einsatz ist für Anfang 2028 geplant.
- Ein Analystenhaus stufte Targa von Hold auf Buy hoch und erhöhte das Kursziel von 275 auf 350 US-Dollar.
Marktanalyse & Details
Neue Stromversorgung für das Permian-Becken
Die PROPWR-Sparte von ProPetro Holding hat mit einer Tochtergesellschaft von Targa Resources langfristige Verträge über rund 230 Megawatt Stromerzeugungskapazität abgeschlossen. Die Energie wird direkt am Verbrauchsort bereitgestellt und soll Targas weitere Investitionen in die Verarbeitung von Erdgas im Permian-Becken absichern.
Mit den neuen Vereinbarungen beläuft sich die unter Vertrag stehende PROPWR-Kapazität nach Unternehmensangaben auf etwa 510 MW. Die Neuausrichtung ermöglicht es, zuvor gebundene Kapazitäten für Targa einzusetzen und zusätzliche Megawatt für mögliche Rechenzentrumsprojekte ab 2027 verfügbar zu machen. Der vollständige Einsatz für Targa wird Anfang 2028 erwartet.
Buy-Hochstufung setzt auf langfristiges Wachstum
Die positive Analystenbewertung kommt wenige Tage vor der Meldung zu den Stromverträgen. Das Analystenhaus hob Targa Resources von Hold auf Buy an und setzte das Kursziel auf 350 US-Dollar nach zuvor 275 US-Dollar. Als Gründe wurden die gute Positionierung für das Wachstum von sogenanntem Wet Gas im Permian-Becken sowie vorteilhafte langfristige Kennzahlen bis 2030 genannt. Besonders das erwartete EBITDA-Wachstum und die Entwicklung des freien Cashflows wurden hervorgehoben.
Die Targa-Aktie notierte am 22. September 2026 an der Lang & Schwarz Exchange bei 249,30 Euro und lag damit 1,03 Prozent im Tagesminus. Seit Jahresbeginn ergibt sich dennoch ein Plus von 60,12 Prozent.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass der Markt Targa zunehmend als strukturellen Profiteur des steigenden Energiebedarfs im Permian-Becken bewertet. Die neuen Verträge verbessern die Sichtbarkeit der Stromversorgung für die Gasverarbeitung und könnten die Expansion der Midstream-Infrastruktur unterstützen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch vor allem eine langfristige Wachstumsstory: Die vollständige Bereitstellung der Kapazität ist erst für Anfang 2028 vorgesehen, während die Hochstufung bereits hohe Erwartungen an EBITDA und freien Cashflow bis 2030 einpreist. Entscheidend bleiben daher die Umsetzung der Projekte, die Auslastung der Anlagen und die Kapitaldisziplin.
Fazit & Ausblick
Targa Resources baut seine operative Basis im Permian-Becken mit einer zusätzlichen Stromkapazität von 230 MW aus. Kurzfristig dürfte die Meldung vor allem die langfristige Wachstumsfantasie stärken; ein wesentlicher Ergebniseffekt ist erst mit dem Fortschritt der Infrastrukturprojekte und der geplanten Vollbereitstellung Anfang 2028 zu erwarten. Anleger sollten die Umsetzung der Verträge, die Entwicklung des freien Cashflows und weitere Unternehmensprognosen für 2030 beobachten.
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