Swiss Life steigert Fee-Erträge um 6% und Prämien um 5%: Solvenz bleibt bei rund 210%
Kurzüberblick
Swiss Life hat am 21. Mai 2026 ein positives Update zum ersten Quartal 2026 veröffentlicht: Das Geschäftsvolumen stieg, die Fee-Erträge legten um 6% zu und die Prämieneinnahmen wuchsen um 5% (jeweils in lokaler Währung). Die Gruppe meldet damit eine spürbare Belebung ihres umsatznahen, gebührenbasierten Geschäfts.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung stand die Swiss-Life-Aktie bei 937,40 EUR und damit leicht tiefer (Tagesverlauf -0,34%, YTD -4,77%). Im Fokus stehen neben dem Wachstum die Solvenzlage (SST-Quote rund 210%) sowie ein Rückgang der direkten Anlageerträge. Zusätzlich treibt Swiss Life den Ausbau der Vertriebsplattform in Deutschland mit der geplanten Übernahme der TELIS Gruppe voran.
Marktanalyse & Details
Stabiles Top-Line-Wachstum bei Fee und Prämien
Swiss Life baute im 1. Quartal 2026 sowohl das Fee-Geschäft als auch das Versicherungsgeschäft aus. Die Fee-Erträge stiegen auf 686 Mio. CHF (plus 6%), die Prämieneinnahmen erhöhten sich auf 8,2 Mrd. CHF (plus 5%). Damit bleibt der Konzern bei der typischen Stärke der Gebührenmodelle im Vorsorgegeschäft auf Kurs.
- Fee-Erträge: 686 Mio. CHF, plus 6%
- Prämieneinnahmen: 8,2 Mrd. CHF, plus 5%
- Solvenz (SST-Quote): rund 210% (31. März 2026)
- Aktienrückkauf: laufendes Programm über 750 Mio. CHF, bis Ende Mai 2026
- Swiss Life Asset Managers (TPAM): verwaltete Vermögen 148 Mrd. CHF
Divisionsfokus: Schweiz, Frankreich und Deutschland stützen
Das Wachstum verteilt sich über mehrere Regionen, allerdings mit unterschiedlichen Dynamiken in den Prämien. Besonders auffällig: Im Heimmarkt Schweiz legten die Prämien kräftig zu, während Frankreich im Prämienbereich leicht nachgab, aber das Fee-Geschäft klar zulegte.
- Schweiz: Prämien auf 5,0 Mrd. CHF (+10%); Fee-Erträge auf 93 Mio. CHF (+2%)
- Frankreich: Prämien auf 2,0 Mrd. EUR (-2%); Fee-Erträge auf 166 Mio. EUR (+8%)
- Deutschland: Prämien auf 425 Mio. EUR (+3%); Fee-Erträge auf 238 Mio. EUR (+5%)
- International: Prämien auf 1,1 Mrd. EUR (-3%); Fee-Erträge auf 94 Mio. EUR (+2%)
Im Lebengeschäft in Frankreich erhöhte sich der Anteil der anteilgebundenen Prämien auf 73% (gegenüber 65% im Vorjahr). Für Anleger ist das vor allem deshalb relevant, weil anteilgebundene Modelle häufig stärker vom Gebühren-/Produktmix geprägt sind als klassische Prämienströme.
Direkte Anlageerträge sinken: Gegenwind aus Investments und FX
Während das operative Gebührenwachstum überzeugt, kommt aus dem Kapitalanlagebereich ein Dämpfer: Die direkten Anlageerträge fielen auf 942 Mio. CHF, nachdem im Vorjahr 1.084 Mio. CHF erzielt wurden. Die nicht annualisierte direkte Anlagerendite lag bei 0,7% (zuvor 0,8%). Laut Mitteilung hängen die Ursachen mit niedrigeren Erträgen aus Infrastruktur und Aktien sowie Wechselkursbewegungen zusammen.
Gleichzeitig bleibt die Solvenzlage stabil: Die SST-Quote lag per Ende März 2026 bei rund 210% nach rund 213% zum Jahresende 2025. Damit liegt Swiss Life weiterhin deutlich über der strategischen Ambitionsspanne von 140 bis 190%.
TPAM: Nettoneugeld flacht ab, Vermögen bleibt stabil
Bei Swiss Life Asset Managers zeigt sich eine Normalisierung: Die Nettoneugeldzuflüsse im TPAM-Geschäft sanken auf 4,2 Mrd. CHF (zuvor 9,3 Mrd. CHF). Gleichzeitig stiegen die verwalteten Vermögen leicht auf 148 Mrd. CHF (zuvor 146 Mrd. CHF). In der Ertragswirkung trug TPAM mit 171 Mio. CHF zum Ergebnis bei (zuvor 147 Mio. CHF).
Analysten-Einordnung: Das Bild deutet darauf hin, dass Swiss Life im Gebühren- und Produktmix derzeit an Stabilität gewinnt, während die Entwicklung der Kapitalanlageerträge kurzfristig stärker schwankt. Für Anleger bedeutet das: Die Top-Line-Impulse aus Fee und Prämien können die Volatilität aus Investments teilweise abfedern, aber die weitere Richtung hängt davon ab, ob sich die direkten Anlageerträge im Jahresverlauf stabilisieren und ob das Nettoneugeld bei TPAM wieder anzieht.
Strategie-Move: TELIS-Übernahme stärkt Beratungsnetz – Buyback läuft
Swiss Life Deutschland übernimmt die TELIS Gruppe mit rund 1.800 zertifizierten Beraterinnen und Beratern. Der Deal soll die Position als führendes Finanzberatungsunternehmen weiter festigen: Insgesamt verfügt Swiss Life Deutschland anschließend über rund 8.000 zertifizierte Berater. Die Marken und die vertriebliche Eigenständigkeit der TELIS Gruppe sollen erhalten bleiben; der Kaufpreis wurde nicht offengelegt. Das Closing ist für das dritte Quartal 2026 nach Erhalt der behördlichen Zustimmung vorgesehen.
Parallel läuft das Aktienrückkaufprogramm planmäßig mit einem Volumen von 750 Mio. CHF bis Ende Mai 2026. Das unterstützt typischerweise das Momentum für das Papier, solange die Kapitalbasis robust bleibt.
Fazit & Ausblick
Swiss Life liefert im 1. Quartal 2026 ein klares Zeichen für Wachstum im gebührenbasierten Geschäft: Fee-Erträge und Prämien steigen zugleich, während die Solvenzkennzifferen komfortabel bleiben. Der Rückgang der direkten Anlageerträge zeigt jedoch, dass der Ergebnishebel aus der Kapitalanlage weiterhin von Markt- und Wechselkursfaktoren beeinflusst wird.
Für den nächsten Erkenntnisschritt sorgt heute um 9:00 Uhr (MEZ) die Telefonkonferenz mit CEO Matthias Aellig und CFO Marco Gerussi. Entscheidend wird sein, welche Details sie zur Entwicklung der Kapitalanlageerträge, zur Dynamik im TPAM-Geschäft sowie zur erwarteten Wirkung der TELIS-Integration liefern.
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