SpaceX setzt Starship-Orbitflug für 22. September an: Aktie steigt 5,55 %

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Das Wichtigste in Kürze

  1. SpaceX plant den 14. Starship-Test für den 22. September 2026, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung.
  2. Die Oberstufe soll erstmals eine stabile Erdumlaufbahn erreichen und rund zehn Stunden lang sechs Orbits absolvieren.
  3. Die Mission soll bis zu 26 Starlink-V3-Satelliten aussetzen und damit erstmals direkt umsatzrelevante Nutzlast transportieren.
  4. Die SpaceX-Aktie notiert am 16. September bei 130,88 Euro und liegt 5,55 Prozent im Plus, seit Jahresbeginn aber 6,53 Prozent im Minus.

Marktanalyse & Details

Starship soll erstmals in eine stabile Umlaufbahn

Das Startfenster für den nächsten Flug öffnet sich am 22. September um 8:15 Uhr US-Ostküstenzeit. SpaceX will die rund 124 Meter hohe Kombination aus Starship und Super-Heavy-Booster auf eine Höhe von etwa 275 Kilometern bringen. Erstmals soll die Oberstufe dabei nicht nur einer passiv sicheren suborbitalen Flugbahn folgen, sondern sechs Erdumrundungen absolvieren.

Die Mission ist auf knapp zehn Stunden ausgelegt und soll mit einer Wasserung der Oberstufe im Pazifik enden. Für den Super-Heavy-Booster stehen erneut Start, Stufentrennung, Rückflugzündung und die Landung im Golf von Mexiko auf dem Prüfplan. SpaceX hat nach eigenen Angaben Änderungen an der Hardware vorgenommen, nachdem beim vorherigen Flug Eis an drei Triebwerken der mittleren Reihe die Rückflugzündung beeinträchtigt hatte.

Starlink V3 macht den Test wirtschaftlich relevant

Der Flug soll bis zu 26 Starlink-V3-Satelliten in den Orbit bringen. Nach Unternehmensangaben kann jedes dieser Satelliten rund ein Terabit pro Sekunde an Kapazität hinzufügen. Damit würde Starship erstmals eine Nutzlast befördern, die unmittelbar für den Ausbau des Kommunikationsgeschäfts eingesetzt werden kann. Starlink versorgt bereits mehr als zwölf Millionen Kunden.

Die Bedeutung des Tests reicht über die Satellitensparte hinaus. SpaceX benötigt die größere und vollständig wiederverwendbare Rakete, um leistungsfähigere Starlink-Satelliten sowie langfristig Satelliten für seine geplante Raumfahrt-Infrastruktur im Bereich künstlicher Intelligenz zu starten. Während bei der Falcon 9 die Oberstufe bislang verbraucht wird, soll Starship beide Raketenstufen wiederverwenden und dadurch die Startkosten deutlich senken.

Anlegerreaktion und Investmentrisiko

Die aktuelle Notierung von 130,88 Euro entspricht am Mittwochnachmittag einem Tagesgewinn von 5,55 Prozent. Der Blick auf die Jahresbilanz bleibt jedoch verhaltener: Seit Jahresbeginn hat die Aktie 6,53 Prozent verloren. Damit honoriert der Markt den neuen Zeitplan kurzfristig, ohne die hohen Ausführungs- und Bewertungsrisiken vollständig auszublenden.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Anleger den Starship-Test als wichtigen operativen Meilenstein bewerten, die Kursreaktion aber nicht mit einer gesicherten Neubewertung des Unternehmens verwechselt werden sollte. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Entscheidend sind nicht allein ein erfolgreicher Start, sondern erstmals auch ein stabiler Orbit, die Aussetzung der Starlink-V3-Satelliten und die Rückkehr des Boosters. SpaceX hat bereits mindestens 15 Milliarden US-Dollar in Starship investiert und plant nach vorliegenden Angaben weitere erhebliche Ausgaben für die Infrastruktur. Ein Fehlschlag könnte daher die Erwartungen an Starlink, die Startkosten und die geplanten KI-Aktivitäten gleichzeitig belasten.

Fazit & Ausblick

Der 22. September markiert einen entscheidenden Test für SpaceX: Gelingt der erste stabile Orbit mit kommerzieller Nutzlast, rückt die angestrebte Wiederverwendbarkeit näher. Der Termin steht jedoch unter dem Vorbehalt der behördlichen Freigabe. Nach diesem Flug will SpaceX erstmals versuchen, die Starship-Oberstufe aufzufangen; eine vollständige Wiederverwendbarkeit mit schnellen Folgeflügen wird vom Unternehmen für 2027 angestrebt.

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