SpaceX Aktie: Google-Manager Don Harrison verlässt den Verwaltungsrat

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Don Harrison ist mit sofortiger Wirkung aus dem SpaceX-Verwaltungsrat ausgeschieden; einen Grund nannte das Unternehmen nicht.
  2. SpaceX-Chef Elon Musk erwartet für das vierte Quartal rund 70 Prozent mehr Umsatz als im dritten Quartal.
  3. Musk zufolge sollen staatliche Aufträge weniger als zehn Prozent des Umsatzes in diesem Quartal ausmachen.
  4. Die FAA plant für 2027 eine Reform der Startlizenzen; SpaceX peilt den nächsten Starship-Testflug für den 13. November an.

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Abgang aus dem Verwaltungsrat in einer wichtigen Phase

Don Harrison, Googles Präsident für globale Partnerschaften und Unternehmensentwicklung, hat seinen Sitz im SpaceX-Verwaltungsrat mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Er gehörte dem Gremium seit 2015 an. SpaceX machte keine Angaben zu den Gründen für seinen Rückzug.

Harrison betreute eine SpaceX-Beteiligung, deren Wert bis zum Ende des dritten Quartals auf 75,2 Milliarden US-Dollar gestiegen war. Der Abgang erfolgt, während der Verwaltungsrat laut den vorliegenden Informationen eine mögliche Fusion mit Tesla prüft. Ein Zusammenhang zwischen Harrisons Ausscheiden und den Fusionsüberlegungen ist jedoch nicht belegt; eine Vereinbarung wurde nicht bekanntgegeben.

Umsatzerwartungen und geringerer Staatsanteil

Elon Musk stellte bei einer Investorenkonferenz für das vierte Quartal einen Umsatzanstieg von etwa 70 Prozent gegenüber dem Vorquartal in Aussicht. Für Dezember 2027 nannte er zudem einen annualisierten Umsatz von rund 500 Milliarden US-Dollar. Das sind Aussagen des Unternehmenschefs und keine bestätigten Geschäftszahlen.

Musk sagte außerdem, staatliche Einnahmen würden im laufenden Quartal weniger als zehn Prozent des SpaceX-Umsatzes ausmachen und in einem Jahr unter fünf Prozent sinken. Zugleich erklärte er, SpaceX könne staatliche Verträge beenden, falls die Regierung dies wünsche.

Regulierung und nächster Starship-Test

Die US-Luftfahrtbehörde FAA will ihr Lizenzsystem für kommerzielle Raketenstarts und Wiedereintritte 2027 umfassend überarbeiten. Ziel ist es, Genehmigungen zu vereinfachen und mit dem Wachstum der Branche Schritt zu halten. Die Behörde nennt eine mögliche Frequenz von 1.000 Starts pro Jahr bis 2030. Geplant sind auch mehr Fachpersonal und zusätzliche Flexibilität; die Sicherheitsstandards sollen bestehen bleiben.

Für Starship peilt SpaceX den 13. November als Termin für den 15. Testflug an. Bei der Mission soll erstmals versucht werden, das Raumschiff selbst mit dem Startturm aufzufangen. Der Termin ist ein Ziel und kann sich abhängig von Tests und Genehmigungen verschieben.

Analysten-Einordnung: Die Personalie fällt in eine Phase, in der SpaceX zugleich mögliche strategische Verbindungen zu Tesla und sehr ambitionierte Wachstumsziele in den Blick nimmt. Das macht eine stabile und nachvollziehbare Unternehmensführung besonders wichtig. Musks Umsatzprognosen und die sinkende Abhängigkeit von Staatsaufträgen könnten die Einschätzung des Geschäftsmodells verändern, bleiben aber zunächst Erwartungen. Die geplante FAA-Reform wäre ein möglicher Rückenwind für häufigere Starts – sie ist jedoch noch keine bereits umgesetzte Deregulierung.

Fazit & Ausblick

Für Anleger stehen kurzfristig der angekündigte Starship-Test am 13. November und die nächsten bestätigten Umsatzangaben im Mittelpunkt. Auch der Fortgang der FAA-Reform und mögliche Entwicklungen rund um eine SpaceX-Tesla-Fusion dürften beobachtet werden. Zu einem Zeitplan oder einer Entscheidung über eine Fusion liegen keine bestätigten Angaben vor.

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