Southern Cross Gold: Tiefe Rising-Sun-Bohrung liefert 0,3 m @ 1.466,7 g/t AuEq und stärkt Kontinuität
Kurzüberblick
Southern Cross Gold Consolidated Ltd. hat am 25. August 2026 neue Bohrergebnisse aus dem Gold-Antimon-Projekt Sunday Creek in Victoria (Australien) veröffentlicht. Im Fokus stehen fünf Bohrlöcher aus dem zu 100 % unternehmenseigenen Projektbereich Rising Sun, die vor allem die Mineralisierung in der Tiefe weiter testen sollten.
Am Börsenkurs zeigt sich derweil wenig Stress: Die Aktie notiert aktuell bei 7,41 EUR, verzeichnet am Handelstag einen Rückgang von 0,13 % und liegt seit Jahresbeginn bei +14,46 %. Für Anleger ist damit vor allem relevant, ob die gemeldeten High-Grade-Abschnitte die erwartete Gehaltskontinuität entlang des Einfallens auch unterhalb bislang bekannter Bereiche bestätigen.
Marktanalyse & Details
Konkrete Bohrergebnisse aus Rising Sun
Die Rangliste der Highlights wird von SDDSC230 angeführt: Aus einer Tiefe ab 886,7 m wurden 0,3 m mit 1.466,7 g/t AuEq gemeldet (davon 1.466,4 g/t Au und 0,1 % Sb). Besonders herausgestellt wird eine Einzelprobe von 0,1 m mit 4.500 g/t Gold.
- SDDSC230 (West-Ost-Test in die Tiefe): 0,3 m @ 1.466,7 g/t AuEq ab 886,7 m; Einzelprobe 0,1 m @ 4.500,0 g/t Au
- SDDSC230 (weitere hochgradige Abschnitte): u. a. 4,3 m @ 9,0 g/t AuEq ab 858,6 m sowie 1,3 m @ 120,7 g/t AuEq ab 987,1 m
- SDDSC230W1 (Keilbohrloch): 0,4 m @ 88,6 g/t AuEq ab 842,8 m
- SDDSC231 (bislang tiefster Ost-West-Step-out): 0,4 m @ 82,1 g/t AuEq ab 823,3 m und 0,4 m @ 24,4 g/t AuEq ab 1.031,7 m
In der Gesamtbetrachtung berichten die Daten neben mehreren zusammengesetzten Abschnitten auch über zusätzliche einzelne Goldanalysen mit Gehalten über 50 g/t Gold. Das Unternehmen nennt außerdem, dass Rising Sun mit zunehmender Tiefe einen verbesserten Gehaltstrend zeigt.
Gehaltskontinuität und „Step-outs“: Warum das für die Ressourcenerwartung zählt
Ein zentraler Punkt für die geologische Plausibilität: Die Ergebnisse aus SDDSC230 sollen nicht isoliert wirken, sondern mit früher gemeldeter Mineralisierung übereinstimmen. So wird der Abschnitt als Erweiterung um 166 m entlang des Einfallens unterhalb eines zuvor gemeldeten High-Grade-Intervalls (SDDSC144) eingeordnet. Damit bekommt die Interpretation des Gangsets RS19 eine deutlich größere „Längen-Basis“.
Gleichzeitig wurden Step-outs von rund 100 m bis 120 m (auf RS50, RS60 und RS18), 50 m (auf RS40) sowie etwa 150 m in SDDSC231 genutzt, um die laterale und vertikale Ausdehnung des Systems zu testen. Insgesamt seien damit ungefähr 200 m laterale Ausdehnung und rund 300 vertikale Meter in überwiegend zuvor ungetestetem Tiefenmaterial überprüft worden.
Projektfortschritt: Mehr Bohrgeräte, mehr offene Ergebnisse
Bei Sunday Creek laufen derzeit elf Bohrgeräte; Ergebnisse aus 76 Bohrlöchern stehen noch aus. Das laufende Bohrprogramm mit insgesamt 200.000 m soll bis zum ersten Quartal 2027 fortgesetzt werden. Für Anleger bedeutet das: Die nächste News-Welle dürfte weniger von „Einmal-Highlights“ leben, sondern eher davon, wie konsistent die High-Grade-Zonen über die Step-outs hinweg bestätigt werden.
Analysten-Einordnung
Dies deutet darauf hin, dass Rising Sun strukturell weiterhin eine gehaltsstarke Gangsystem-Variante liefert – und nicht nur oberflächennahe Ausläufer. Besonders wichtig ist dabei, dass die Tiefe-Bohrung nicht ausschließlich aus einem einzelnen „Ausreißer“-Nugget besteht, sondern in den gleichen Zielzonen mehrere hochgradige Abschnitte und zusätzlich eine Kontinuität entlang des Einfallens meldet.
Für Anleger bleibt aber entscheidend, wie schnell aus diesen Bohrintervallen belastbare Ressourcen-Standards werden: Extrem hohe Werte wie 4.500 g/t Gold können zwar die Erwartungshaltung erhöhen, sind jedoch ohne ausreichende Infill-Dichte anfällig für Gehalts- und Mächtigkeitsstreuungen. Zudem ist der Zusammenhang zwischen Bohrlochgeometrie, möglicher wahrer Mächtigkeit und Gehaltsverteilung über die Gangsets hinweg weiter zu belegen. In Summe spricht der Mix aus großen Step-outs und tiefen High-Grades zwar für eine verbesserte „Berechenbarkeit“, das Risiko einer späteren Neubewertung bleibt in dieser frühen Phase der Exploration aber grundsätzlich vorhanden.
Fazit & Ausblick
Southern Cross Gold untermauert mit den tiefen Rising-Sun-Bohrungen die These einer fortgesetzten, hochgradigen Mineralisierung entlang des Einfallens. Der nächste Kurstreiber dürfte weniger die bereits kommunizierte Spitzenprobe sein, sondern die ausstehenden Resultate von weiteren 76 Bohrlöchern sowie mögliche Keilbohrpläne, die die Systembreite in genau diesen Tiefenbereichen genauer testen sollen.
Für die weitere Entwicklung bleibt der Zeithorizont bis ins erste Quartal 2027 zentral: Bis dahin sollten wiederholt Messpunkte entstehen, ob die gemeldete Kontinuität in ein konsistenteres Ressourcenmodell überführt werden kann.
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