Sibanye-Stillwater erwartet Gewinnsprung: EPS soll im Halbjahr 2026 um mehr als 560 % steigen

Sibanye Stillwater Ltd AI Generated

Kurzüberblick

  • Sibanye-Stillwater erwartet für das erste Halbjahr 2026 einen Anstieg des HEPS um mehr als 200 % und des EPS um mehr als 560 %.
  • Gold- und südafrikanische PGM-Betriebe profitierten von deutlich höheren Metallpreisen und verbesserten Margen.
  • Das Recyclinggeschäft steigerte die verkauften Edelmetallmengen um 142 % auf 2,79 Millionen Unzen.
  • Die vollständigen Halbjahreszahlen für den Zeitraum bis 30. Juni 2026 sollen am 1. September 2026 veröffentlicht werden.

Marktanalyse & Details

Gewinnprognose signalisiert starke Erholung

Sibanye-Stillwater erwartet für das erste Halbjahr 2026 ein Headline-Ergebnis je Aktie von 571 bis 631 südafrikanischen Cent. Das entspricht laut Unternehmen einem Anstieg von mehr als 200 % gegenüber 190 Cent im Vorjahreszeitraum. Beim Ergebnis je Aktie wird eine Spanne von 597 bis 658 südafrikanischen Cent erwartet. Im ersten Halbjahr 2025 hatte Sibanye-Stillwater noch einen Verlust je Aktie von 127 Cent ausgewiesen.

Die Prognose basiert auf einer konstanten operativen Leistung, höheren Preisen für Gold und Platingruppenmetalle sowie verbesserten Margen. Der Umsatz abzüglich Umsatzkosten vor Abschreibungen soll sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 mehr als verdoppeln. Die zugrunde liegende Verbesserung fällt laut Unternehmen noch deutlicher aus, wenn die historischen Gutschriften nach Section 45X aus beiden Vergleichszeiträumen herausgerechnet werden.

Goldgeschäft liefert den wichtigsten Ergebnisbeitrag

Die südafrikanischen Goldbetriebe einschließlich DRDGOLD erzielten den Angaben zufolge ein Rekordergebnis. Das bereinigte EBITDA stieg um rund 85 %. Ein um 35 % höherer durchschnittlich erzielter Goldpreis in Rand und eine um 5 % größere verkaufte Goldmenge glichen den Produktionsrückgang und die gestiegenen Kosten mehr als aus.

  • Die Goldproduktion sank einschließlich DRDGOLD um 2 % auf 9.134 Kilogramm.
  • Die Tagebauproduktion stieg um 13 % auf 2.502 Kilogramm bei DRDGOLD und machte insgesamt 36 % der Goldproduktion aus.
  • Die Gesamtkosten stiegen um 14 % auf 1.638.089 südafrikanische Rand je Kilogramm beziehungsweise 3.105 US-Dollar je Feinunze.

Der Kostenanstieg resultierte unter anderem aus Inflation, höheren Lizenzgebühren, gestiegenen Pumpkosten und höheren Beschaffungskosten bei Drittanbietern. Damit zeigt sich, dass die Ergebnisverbesserung stark vom Preisumfeld abhängt und nicht ausschließlich aus einer Ausweitung der Produktion stammt.

PGM-Geschäft profitiert überproportional von höheren Preisen

In den südafrikanischen PGM-Betrieben stieg das bereinigte EBITDA um rund 300 %. Der durchschnittlich erzielte Preis des 4E-PGM-Korbs erhöhte sich um 67 %, während die PGM-Verkäufe um 12 % zunahmen. Die Produktion lag mit 831.307 4E-Unzen weitgehend auf dem Niveau des Vorjahres.

Die AISC der verwalteten Betriebe ohne Drittanbieter-Konzentrat erhöhten sich um 10 % auf 26.252 Rand je 4E-Unze beziehungsweise 1.600 US-Dollar je 4E-Unze. Trotz höherer Lizenzgebühren und inflationsbedingtem Kostendruck lagen die Kosten laut Unternehmen rund 1 % unter dem unteren Ende der Jahresprognose.

Auch die US-PGM-Betriebe profitierten von einem um 70 % höheren durchschnittlichen 2E-PGM-Korbpreis. Die Produktion sank allerdings um 2 % auf 137.930 2E-Unzen. Das ausgewiesene bereinigte EBITDA ging um 56 % zurück, weil im Vorjahreszeitraum rückwirkende Section-45X-Gutschriften von 139 Millionen US-Dollar enthalten waren. Die zugrunde liegende Rentabilität verbesserte sich dennoch deutlich; die AISC blieben unter dem unteren Ende der Jahresprognose.

Recycling und Keliber erweitern das Profil

Das Recyclinggeschäft steigerte das bereinigte EBITDA um etwa 10 %, obwohl rückwirkende Section-45X-Gutschriften von 109 Millionen US-Dollar aus dem Vorjahreszeitraum nicht wieder anfielen. Die Menge der recycelten und verkauften Edelmetallunzen wuchs um 142 % auf 2,79 Millionen Unzen. Dazu trugen eine höhere Produktion in Pennsylvania, margenstärkere Einsatzmaterialien sowie die Integration des Standorts North Carolina bei.

Die Zink-Nachaufbereitungsanlage Century produzierte 45 Kilotonnen abrechnungsfähiges Zink nach 51 Kilotonnen im Vorjahreszeitraum. Wegen höherer Preise stieg das bereinigte EBITDA trotzdem um rund 50 %. Beim Keliber-Lithiumprojekt begann im Tagebau Syväjärvi der Abbau; außerdem startete die Heißinbetriebnahme der Aufbereitungsanlage. Der längste kontinuierliche Betriebslauf erreichte bisher 142 Stunden.

Analysten-Einordnung

Dies deutet darauf hin, dass Sibanye-Stillwater bei höheren Edelmetallpreisen einen erheblichen operativen Ergebn ehebel besitzt. Der erwartete Gewinnsprung ist jedoch nicht vollständig strukturell: Gold- und PGM-Preise liefern den wesentlichen Rückenwind, während steigende AISC und teilweise rückläufige Produktionsmengen die Belastungsfaktoren bleiben.

Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Qualität des Gewinnsprungs in den endgültigen Zahlen genauer geprüft werden muss. Entscheidend sind die wiederkehrende Cash-Generierung, die Entwicklung der Kosten je Unze und die Frage, wie stark die Ergebnisse von Einmaleffekten wie Section-45X-Gutschriften beeinflusst werden. Die Aktie notierte am 27. August 2026 bei 2,58 Euro und lag damit im Tagesverlauf 1,57 % im Plus, wies seit Jahresbeginn aber weiterhin ein Minus von 19,12 % auf. Die positive Tagesbewegung stellt daher noch keinen Beleg für eine vollständige Neubewertung dar.

Vorläufige Zahlen und Vergleichbarkeit beachten

Die genannten Finanz- und Betriebsdaten beruhen auf ungeprüften Managementabschlüssen für die sechs Monate bis zum 30. Juni 2026. Die externen Wirtschaftsprüfer haben die Angaben weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Zudem handelt es sich beim bereinigten EBITDA, den AISC und dem Headline-Ergebnis um Nicht-IFRS-Kennzahlen, deren Vergleichbarkeit mit Kennzahlen anderer Unternehmen eingeschränkt sein kann.

Fazit & Ausblick

Sibanye-Stillwater steht vor einer deutlichen Ergebnisverbesserung, sofern die vorläufigen Erwartungen bestätigt werden. Der nächste wichtige Termin ist der 1. September 2026: Dann will der Konzern die vollständigen Halbjahreszahlen veröffentlichen und die Ergebnisse in einer Telefonkonferenz sowie einem Webcast erläutern. Im Fokus stehen dabei die tatsächliche Cash-Generierung, die Kostenentwicklung im Gold- und PGM-Geschäft sowie der weitere Hochlauf des Keliber-Lithiumprojekts.

Hinweise zu diesem Inhalt AI Modified — Inhalt mit Unterstützung von KI erstellt

Diese Inhalte wurden ganz oder teilweise automatisiert unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler, Ungenauigkeiten oder unvollständige Informationen enthalten. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen.

Die Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen keine individuelle, fachkundige Beratung.

Eine Haftung für Vermögensschäden oder sonstige Schäden, die aus der Nutzung der Inhalte entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.

Goldesel Community

Jetzt kostenlos der Goldesel Community beitreten

  • Sichere dir kostenlosen Zugang zu täglichen Börseninfos
  • Deutschlands beste Trading-Community - Sei ein Teil von uns