Sempra Energy vereinbart 20-jährigen LNG-Liefervertrag mit Petrobras über 0,8 Mio. Tonnen pro Jahr

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Sempra Infrastructure, eine Tochtergesellschaft von Sempra Energy, liefert Petrobras 20 Jahre lang rund 0,8 Millionen Tonnen LNG pro Jahr.
  2. Das Flüssiggas stammt aus der vertraglich gesicherten Verflüssigungskapazität des Port Arthur LNG Phase-2-Projekts in Texas.
  3. Port Arthur LNG Phase 2 soll zwei Verflüssigungszüge mit einer Kapazität von insgesamt rund 13 Millionen Tonnen jährlich umfassen.
  4. Die Inbetriebnahme der beiden Phase-2-Züge ist für 2030 und 2031 vorgesehen.

Marktanalyse & Details

Langfristiger Abnahmevertrag für Port Arthur LNG

Sempra Infrastructure hat am 15. September 2026 eine 20-jährige Verkaufs- und Abnahmevereinbarung mit Petrobras geschlossen. Im Rahmen des Vertrags soll der brasilianische Energiekonzern jährlich rund 0,8 Millionen Tonnen verflüssigtes Erdgas (LNG) beziehen.

Das LNG wird aus der vertraglich gesicherten Verflüssigungskapazität von Port Arthur LNG Phase 2 im Jefferson County im US-Bundesstaat Texas stammen. Das Projekt befindet sich bereits im Bau und hatte im September 2025 die endgültige Investitionsentscheidung erreicht.

Kapazität und Zeitplan

  • Port Arthur LNG Phase 2 umfasst zwei Verflüssigungszüge mit einer geplanten Kapazität von rund 13 Millionen Tonnen LNG pro Jahr.
  • Zusammen mit Phase 1 soll die Gesamtanlage ihre Kapazität von rund 13 Millionen Tonnen auf bis zu etwa 26 Millionen Tonnen jährlich verdoppeln.
  • Für Phase 1 wird die kommerzielle Inbetriebnahme der beiden Züge gegen Ende 2027 beziehungsweise 2028 erwartet.
  • Die beiden Züge von Phase 2 sollen voraussichtlich 2030 beziehungsweise 2031 den kommerziellen Betrieb aufnehmen.

Analysten-Einordnung

Der Vertrag verbessert die langfristige Absatzsichtbarkeit für die zusätzliche LNG-Kapazität von Sempra, ohne dass daraus bereits konkrete Umsatz- oder Gewinnbeiträge abgeleitet werden können. Dies deutet darauf hin, dass Sempra die Expansion von Port Arthur LNG schrittweise mit langfristigen Abnehmern unterlegt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung eine bessere Planbarkeit der Vermarktung, während Baufortschritt, Inbetriebnahme und die nicht genannten finanziellen Vertragskonditionen zentrale Unsicherheiten bleiben.

Im zuletzt vorliegenden Marktdaten-Snapshot vom 14. September notierte die Sempra-Aktie bei 71,24 Euro unverändert. Seit Jahresbeginn lag sie damit 5,29 Prozent im Minus. Die Kursdaten stammen jedoch aus einem Zeitpunkt vor der Veröffentlichung der neuen Vereinbarung und erlauben daher keine belastbare Aussage über eine Marktreaktion auf den Vertrag.

Fazit & Ausblick

Die Vereinbarung mit Petrobras stärkt die langfristige Vermarktungsbasis von Port Arthur LNG Phase 2. Für Sempra bleiben die nächsten entscheidenden Meilensteine der weitere Baufortschritt sowie die geplanten Inbetriebnahmen der Phase-1-Züge 2027 und 2028 und der Phase-2-Züge 2030 und 2031.

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