Schaeffler ernennt Celia Pelaz zur CEO für Defence & New Space ab 1. Oktober 2026 – Kurs steigt

Schaeffler AG

Kurzüberblick

Die Schaeffler AG richtet ihr Wachstum in Richtung Verteidigung und New Space personell neu aus: Celia Pelaz (48) übernimmt mit Wirkung zum 1. Oktober 2026 die CEO-Funktion für das Geschäftsfeld Defence & New Space und leitet dann die Management-Ebene der Tochter STech Defence GmbH. Die Aktivitäten sind dabei in München gebündelt.

An der Börse zeigte sich die Aktie am 1. Juni 2026 um 08:15 Uhr mit einem Kurs von 10,66 EUR im Tagesplus (+3,09%) und liegt seit Jahresbeginn deutlich fester (+27,74%). Für Anleger steht damit vor allem die Frage im Fokus, wie schnell Schaeffler die neue Organisation in marktfähige Projekte überführt.

Marktanalyse & Details

Personalie: Warum Celia Pelaz für das Wachstumsfeld passt

Celia Pelaz bringt nach Unternehmensangaben mehr als 25 Jahre internationale Erfahrung in der Rüstungs- und Raumfahrtindustrie mit. Zuletzt war sie COO und Vorstandsmitglied bei Spire Global. Davor hatte sie unter anderem bei EADS bzw. Airbus Defence & Space verschiedene Rollen in Operations, Vertrieb und Projektmanagement inne – inklusive Verantwortung im Umfeld der späteren Abspaltung von Defence-Electronics.

  • Startdatum: 1. Oktober 2026
  • Rolle: CEO Defence & New Space und Leitung der Management-Ebene von STech Defence GmbH
  • Standort: München
  • Team: Manfred Homm (60) als CTO
  • CFO-Übergang: CFO-Funktion interimistisch durch Dr. Christopher Köth (42)

Die Besetzung deutet darauf hin, dass Schaeffler die Organisation nicht nur als Pilotprojekt betrachtet, sondern eine fokussierte operative Führung für den Übergang von Technologie zu Lieferfähigkeit aufbauen will.

Strategie: Defence & New Space als klarer Wachstumspfad

Das Unternehmen beschreibt Defence & New Space als eines seiner strategischen Wachstumsfelder mit übergeordneter Bedeutung. Schaeffler verweist zudem auf eine Zielsetzung im Rahmen der Strategic Ambition: Bis 2035 soll ein Umsatzanteil von 10% in neuen Wachstumsbereichen außerhalb des Kerngeschäfts erreicht werden – unter anderem in Humanoider Robotik, Verteidigung und New Space.

Analysten-Einordnung: Die Personalentscheidung wirkt wie ein Signal, dass Schaeffler den Schritt vom Aufbau organisatorischer Strukturen hin zur kommerziellen Skalierung beschleunigen möchte. Für Anleger bedeutet das: Der Markt könnte die Erfolgschancen höher bewerten, sobald es konkrete Indikatoren für Projektpipeline, Auftragsumfang und Industrialisierung gibt. Gleichzeitig bleibt das Hauptrisiko in der Umsetzungs- und Zeitachse – Verteidigungs- und Raumfahrtprogramme sind oft stark prozess- und compliance-getrieben, und die Wirkung auf Umsätze hängt entscheidend von Qualifizierung, Serienfähigkeit sowie Budget-/Beschaffungszyklen ab.

Einordnung im Gesamtkontext: Raumfahrt-Kooperationen laufen parallel

Schon zuvor hatte Schaeffler angekündigt, im Raumfahrtumfeld stärker über Partnerschaften zu skalieren. In der Zusammenarbeit mit Spire Global geht es laut Mitteilungen um die Entwicklung von Subsystemen und Satellitenhardware sowie um die Industrialisierung in Deutschland und die Erprobung im Orbit – mit dem Ziel, bis Ende des Jahrzehnts ein eigenständiges europäisches Geschäftsfeld für Hardware und Missionen aufzubauen. Die neue CEO-Rolle für Defence & New Space kommt damit in eine Phase, in der sich Governance und operative Umsetzung der Raumfahrt- und Defence-Aktivitäten zunehmend über Führungskräfte konkretisieren.

Fazit & Ausblick

Mit Celia Pelaz holt Schaeffler eine Führungskraft an Bord, die tief in Defence- und Space-Umfeldern vernetzt ist. Für die nächsten Schritte dürfte entscheidend sein, wie zügig STech Defence die Projektpipeline in abrufbare Lieferprogramme überführt – insbesondere im Zusammenspiel aus Industrialisierung, Qualifizierung und Finanzierung. Anleger sollten dafür in den kommenden Monaten vor allem Updates zu ersten belastbaren Meilensteinen (Projekte, Kundenanschlüsse, weitere Schlüsselrollen) im Blick behalten.

Der nächste große Stichtag ist die formale Übernahme der CEO-Funktion am 1. Oktober 2026 – bis dahin bleibt die operative Ausrichtung ein zentraler Erwartungsanker für die weitere Entwicklung des neuen Wachstumsfelds.

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