Salesforce und NVIDIA stellen Koa vor: Neues CRM-Reasoning-Modell für Agentforce

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Salesforce und NVIDIA haben auf der Dreamforce-Konferenz Koa als erstes CRM-Reasoning-Modell für die Agentforce-Plattform vorgestellt.
  2. Koa basiert auf NVIDIA Nemotron-3-Super und wurde mit rund 27 Jahren CRM-Wissen ohne Kundendaten trainiert.
  3. Mehrere Unternehmen sollen Koa zunächst in Pilotprojekten testen; die allgemeine Verfügbarkeit ist für den Winter 2026 in den USA geplant.
  4. Die Kooperation soll komplexe, mehrstufige Arbeitsabläufe automatisieren und zugleich den Einsatz von NVIDIA-Technologie in Salesforce Missionforce ausweiten.

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Koa soll Agentforce für komplexe Prozesse stärken

Salesforce positioniert Koa als spezialisiertes Reasoning-Modell für Agentforce. Die Technologie soll digitalen Agenten dabei helfen, mehrstufige Aufgaben zu analysieren, passende Werkzeuge auszuwählen und Arbeitsabläufe eigenständig auszuführen. Der Fokus liegt damit weniger auf allgemeinen Chatbot-Funktionen als auf der Verarbeitung von CRM-Daten, Geschäftslogik und Unternehmensprozessen.

Nach den vorliegenden Angaben wurde das Modell in enger technischer Zusammenarbeit mit NVIDIA entwickelt. Als Trainingsbasis dienten rund 27 Jahre CRM-Wissen von Salesforce, während Kundendaten ausgeschlossen wurden. Zusätzlich wollen beide Unternehmen NVIDIA-Technologie in Salesforce Missionforce integrieren, das sich an Behörden und regulierte Branchen richtet.

Einführung erfolgt schrittweise

  • Mehrere Unternehmen sollen Koa in ersten Pilotprojekten erproben.
  • Die allgemeine Verfügbarkeit ist für den Winter 2026 in den USA vorgesehen.
  • Der konkrete wirtschaftliche Beitrag hängt davon ab, wie schnell Kunden die neuen Agentforce-Funktionen produktiv einsetzen und dafür höherwertige Pakete buchen.

Die Vorstellung fällt in die Dreamforce-Konferenz vom 15. bis 17. September in San Francisco. Für den 16. September ist zudem eine Sitzung für Investoren und Analysten angesetzt. Salesforce dürfte dort vor allem erläutern müssen, wie Koa, Agentforce und die sogenannte Headless-Strategie in ein skalierbares Geschäftsmodell überführt werden sollen.

Analysten sehen Chancen, verlangen aber Belege

Die Einschätzungen an der Wall Street sind vor der Konferenz geteilt. Stifel bekräftigte eine Kaufempfehlung und setzte das Kursziel auf 275 US-Dollar. Das Analysehaus sieht in Änderungen bei Preisgestaltung und Produktpaketen einen möglichen Treiber für ein zweistelliges Abonnementwachstum ab dem Geschäftsjahr 2028. Morgan Stanley blieb dagegen bei einer Gleichgewichtung mit einem Kursziel von 235 US-Dollar und fordert weitere Belege für eine nachhaltige Verbesserung der Fundamentaldaten.

Als wichtiger Indikator gilt die Entwicklung von Agentforce. Nach der vorliegenden Analysteneinschätzung lag der jährlich wiederkehrende Umsatz zuletzt über 1,5 Milliarden US-Dollar und damit 240 Prozent über dem Vorjahreswert. Rund 2.000 zahlende Kunden waren in der Produktion, ein Anstieg von 70 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Allerdings wurde die Definition des Agentforce-Umsatzes inzwischen um Angebote wie Slackbot und Headless 360 erweitert, was direkte Zeitvergleiche erschwert.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Salesforce seine KI-Strategie zunehmend von einzelnen Produktankündigungen zu einer breiteren Plattformstrategie ausbaut. Koa kann die technologische Glaubwürdigkeit von Agentforce erhöhen, liefert aber zunächst keinen belastbaren Beleg für zusätzliche Erlöse. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass Pilotprojekte, die Umwandlung in produktive Installationen und die Zahlungsbereitschaft für Premium-Angebote wichtiger sind als die reine Modellvorstellung.

Aktie bleibt trotz KI-Fantasie im Jahresverlauf im Minus

Die Salesforce-Aktie notierte am 15. September 2026 um 22:51 Uhr an der Lang & Schwarz Exchange bei 221,40 Euro und zeigte an diesem Tag keine Veränderung. Seit Jahresbeginn lag die Aktie damit 2,23 Prozent im Minus. Der Kursverlauf zeigt, dass der Markt die Fortschritte bei künstlicher Intelligenz zwar honoriert, den nachhaltigen Wachstumspfad aber noch nicht vollständig eingepreist hat.

Fazit & Ausblick

Koa stärkt die strategische Verbindung zwischen Salesforce und NVIDIA und könnte Agentforce bei anspruchsvollen CRM-Prozessen differenzieren. Kurzfristig stehen jedoch keine konkreten Umsatzbeiträge fest. Entscheidend werden die Aussagen auf der Investoren- und Analystensitzung am 16. September, der Umfang der Pilotprojekte und die geplante Einführung in den USA im Winter 2026 sein.

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