RTX erhält US-Militärverträge über bis zu 843,75 Mio. Dollar

RTX Corp. AI Generated

Kurzüberblick

  • RTX erhält eine Vertragsaufstockung der US-Marine über bis zu 240,75 Mio. Dollar für die Weiterentwicklung des F135-Triebwerks.
  • Die US-Luftwaffe vergibt an RTX zudem einen IDIQ-Auftrag mit einem Höchstwert von 603 Mio. Dollar für B-52-Radarsysteme.
  • Die F135-Arbeiten sollen bis März 2028 abgeschlossen werden, der B-52-Radarauftrag läuft voraussichtlich bis 20. August 2031.
  • Von dem Radarauftrag werden zunächst 46,01 Mio. Dollar aus dem Beschaffungshaushalt des Fiskaljahres 2026 abgerufen.

Marktanalyse & Details

F135-Auftrag stärkt Triebwerksprogramm

RTX hat am 27. August eine Änderung eines bereits vergebenen Vertrags mit einem Höchstwert von 240,75 Mio. Dollar erhalten. Der Kosten-Plus-Auftrag umfasst sowohl anreizbasierte als auch fest vergütete Bestandteile. RTX soll damit technische Entwicklungsarbeiten am F135-Triebwerk vorantreiben, operative Probleme bearbeiten und die Einsatzbereitschaft verbessern.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Übergang des Triebwerkskern-Upgrades von der Risikoreduzierung in die Entwicklungs- und Fertigungsphase. Zum Auftrag gehören außerdem langlaufende Komponenten für ein Ersatz-Testtriebwerk. Das Programm unterstützt die US-Luftwaffe, das Marine Corps, die US-Marine sowie internationale Partner des F-35-Joint-Strike-Fighter-Programms. Der Auftrag wurde nicht wettbewerblich vergeben.

B-52-Radar liefert langfristige Auftragsperspektive

Bereits am 25. August erhielt RTX von der US-Luftwaffe einen Auftrag mit einem Höchstwert von 603 Mio. Dollar. Der unbefristete IDIQ-Vertrag deckt Produktion und Instandhaltung des neuen AN/APQ-188-Radars für B-52-Bomber ab. Die Modernisierung soll die Radar-Fähigkeiten der alternden Langstreckenbomber über mehrere Jahre hinweg sichern.

Der IDIQ-Rahmenvertrag stellt jedoch keine sofortige Umsatzbuchung in Höhe des Höchstwerts dar. Tatsächlich werden die späteren Leistungen über einzelne Abrufe beauftragt. Zum Vertragsbeginn wurden 46,01 Mio. Dollar für den ersten Lieferauftrag aus Mitteln des Beschaffungshaushalts 2026 gebunden. Auch dieser Auftrag wurde als Alleinquelle vergeben.

Analysten-Einordnung

Dies deutet darauf hin, dass RTX seine Rolle als langfristiger Technologie-, Modernisierungs- und Wartungspartner des US-Verteidigungsministeriums weiter festigt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung eine bessere Sichtbarkeit für künftige Verteidigungsumsätze, allerdings nicht automatisch einen Ergebnisimpuls in Höhe von bis zu 843,75 Mio. Dollar.

Der F135-Auftrag ist wegen seiner Nähe zu einem wichtigen Upgrade-Schritt strategisch relevant. Beim B-52-Programm spricht die Laufzeit bis 2031 für potenziell wiederkehrende Produktions- und Sustainment-Umsätze. Gleichzeitig begrenzen die Vertragsobergrenzen die Aussagekraft für kurzfristige Erlöse. Bei Kosten-Plus-Strukturen hängen die tatsächlichen Ergebnisse zudem von Projektfortschritt, Kostenkontrolle und den jeweiligen Abrufen ab.

Fazit & Ausblick

RTX baut mit den beiden US-Aufträgen seine Position in zwei langfristigen Verteidigungsprogrammen aus: dem F135-Triebwerk für die F-35-Familie und der B-52-Radarmodernisierung. Entscheidend für die weitere Bewertung sind nun die konkreten Abrufe aus dem IDIQ-Vertrag, der Übergang des F135-Upgrades in die Entwicklungs- und Fertigungsphase sowie die Umsetzung der Arbeiten bis 2028 beziehungsweise 2031.

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