Pan American Silver meldet 511,1 Mio. Unzen Silberreserven und plant über 500.000 Bohrmeter
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Pan American Silver schätzt zum 30. Juni 2026 nachgewiesene und wahrscheinliche Reserven von 511,1 Millionen Unzen Silber und 6,3 Millionen Unzen Gold.
- Die gemessenen und angezeigten Ressourcen außerhalb der Reserven belaufen sich auf 1.126,7 Millionen Unzen Silber und 7,5 Millionen Unzen Gold.
- Abgeleitete Ressourcen umfassen weitere 437,0 Millionen Unzen Silber und 7,2 Millionen Unzen Gold.
- Bis zum 31. August absolvierte das Unternehmen 351.000 Bohrmeter und plant für 2026 insgesamt mehr als 500.000 Meter zur Reservenerneuerung.
Marktanalyse & Details
Deutlich größere Rohstoffbasis durch Juanicipio-Anteil
Pan American Silver hat seine Mineralreserven und Mineralressourcen zum 30. Juni 2026 aktualisiert. Die Reserven aus nachgewiesenem und wahrscheinlichem Erz enthalten demnach rund 511,1 Millionen Unzen Silber sowie 6,3 Millionen Unzen Gold.
Zusätzlich weist der Konzern gemessene und angezeigte Ressourcen von etwa 1.126,7 Millionen Unzen Silber und 7,5 Millionen Unzen Gold aus. Diese Angaben schließen die nachgewiesenen und wahrscheinlichen Reserven bereits aus. Bei den abgeleiteten Ressourcen kommen weitere 437,0 Millionen Unzen Silber und 7,2 Millionen Unzen Gold hinzu.
In die Berechnung fließt auch der Pan American Silver zurechenbare Anteil von 44 Prozent an Juanicipio ein. Das Unternehmen hatte die Übernahme von MAG Silver am 4. September 2025 abgeschlossen. Dadurch bildet die aktuelle Übersicht nicht nur die bestehende Minenbasis, sondern auch die zusätzliche strategische Bedeutung des Juanicipio-Portfolios ab.
Exploration soll Reserven ersetzen
Bis zum 31. August 2026 hat Pan American Silver nach eigenen Angaben 351.000 Bohrmeter eines für das Gesamtjahr geplanten Programms von mehr als 500.000 Metern abgeschlossen. Der Schwerpunkt liegt auf der sogenannten Near-Mine-Exploration, also auf Bohrungen in der Nähe bestehender Minen. Ziel ist es, geförderte Reserven durch neue Entdeckungen und eine bessere Abgrenzung bekannter Lagerstätten zu ersetzen.
- Reserven: 511,1 Millionen Unzen Silber und 6,3 Millionen Unzen Gold.
- Gemessene und angezeigte Ressourcen: 1.126,7 Millionen Unzen Silber und 7,5 Millionen Unzen Gold, ohne Reserven.
- Abgeleitete Ressourcen: 437,0 Millionen Unzen Silber und 7,2 Millionen Unzen Gold.
- Bohrprogramm 2026: 351.000 Meter abgeschlossen, mehr als 500.000 Meter geplant.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Pan American Silver seine langfristige Rohstoffbasis sichern und die Lebensdauer bestehender Minen stabilisieren will. Der Near-Mine-Fokus kann dabei wirtschaftlich attraktiver sein als die Erschließung vollständig neuer Projekte, weil vorhandene Infrastruktur potenziell genutzt werden kann. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch noch keine automatische Produktionssteigerung: Ressourcen sind nicht gleichbedeutend mit wirtschaftlich förderbaren Reserven, und ihre Umwandlung hängt unter anderem von Metallpreisen, Förderkosten, Genehmigungen und der metallurgischen Ausbeute ab.
Das Kursbild liefert bislang kein eindeutiges Signal für eine unmittelbare Neubewertung. Die zuletzt vorliegenden Handelsdaten vom 16. September weisen für die Aktie einen Kurs von 41,31 Euro, einen Tagesrückgang von 0,55 Prozent und eine negative Jahresperformance von 9,7 Prozent aus. Da der Kurszeitpunkt vor der Veröffentlichung der Reservenmeldung lag, lässt sich daraus keine belastbare Reaktion auf die Nachricht ableiten.
Fazit & Ausblick
Die aktualisierte Rohstoffbilanz stärkt die Transparenz über das Silber- und Goldpotenzial von Pan American Silver. Entscheidend wird nun, ob die laufenden Bohrungen neue Reserven in ausreichendem Umfang bestätigen und damit die erwartete Produktion sowie die Minenlaufzeiten absichern. Für die Aktie bleiben neben den Explorationsergebnissen vor allem die Entwicklung der Silber- und Goldpreise, die Förderkosten und die Umsetzung des Bohrprogramms die maßgeblichen Kurstreiber.
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