OMV-Aktie verliert trotz ATX-Gewinn: Sinkende Ölpreise belasten

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Die OMV-Aktie gab am Dienstag in Wien um 0,2 Prozent nach.
  2. Der ATX stieg dagegen um 0,83 Prozent auf 6.672,27 Punkte.
  3. Fallende Ölpreise belasteten die OMV-Aktie und drückten zeitweise mehr als drei Prozent zum Vortag nach.
  4. Der deutsche ifo-Geschäftsklimaindex kletterte im August um 2,1 Punkte auf 88,8 Zähler.

Marktanalyse & Details

OMV unter Druck durch den Ölmarkt

Die Wiener Börse hat den Handel am Dienstag mit deutlichen Gewinnen beendet. Während der ATX um 0,83 Prozent auf 6.672,27 Punkte zulegte, standen OMV-Aktien mit einem Minus von 0,2 Prozent auf der Verliererseite. Der breitere ATX Prime gewann 0,87 Prozent auf 3.282,20 Einheiten.

Ausschlaggebend für die schwächere Entwicklung des Öl- und Gaskonzerns war vor allem der Rückgang der Ölpreise. Diese gaben zeitweise mehr als drei Prozent gegenüber dem Vortag nach. Für integrierte Energiekonzerne wie OMV sind Rohstoffpreise ein zentraler Ergebnistreiber, weil sie unmittelbar auf die Erlöse und Margen im Explorations- und Produktionsgeschäft wirken.

Konjunktursignale verbessern sich

Unterstützung für den Gesamtmarkt kam vom deutschen ifo-Geschäftsklimaindex. Das Konjunkturbarometer stieg im August um 2,1 Punkte auf 88,8 Zähler und verzeichnete damit den vierten Anstieg in Folge. Die verbesserte Stimmung in der deutschen Wirtschaft sowie die Erholung bei Technologiewerten sorgten an der Wiener Börse für ein breites Plus.

  • Der Ölfeldausrüster SBO gewann 2,6 Prozent.
  • Der Leiterplattenhersteller AT&S legte 4,8 Prozent zu.
  • Lenzing verlor 4,4 Prozent nach dem Beschluss einer Kapitalerhöhung von rund 300 Millionen Euro.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass die OMV-Aktie kurzfristig stärker auf Bewegungen bei den Ölpreisen reagiert als auf die freundliche Grundstimmung am Aktienmarkt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass neben der allgemeinen Börsenrichtung vor allem die Entwicklung der Rohstoffpreise und deren Einfluss auf Cashflows und Margen entscheidend bleiben. Der geringe Tagesverlust zeigt zugleich, dass der Ölpreisrückgang an diesem Handelstag nur begrenzten Abgabedruck auf die OMV-Aktie auslöste.

Geldpolitik als nächster Marktimpuls

Im weiteren Wochenverlauf richtete sich der Fokus der Anleger auf den Auftritt des US-Notenbankchefs Kevin Warsh beim Notenbanktreffen in Jackson Hole. Aussagen zur künftigen Geldpolitik könnten die Renditen, den US-Dollar und damit indirekt auch die Bewertung von Energieaktien beeinflussen.

Fazit & Ausblick

Die OMV-Aktie blieb am Dienstag hinter dem Wiener Gesamtmarkt zurück, weil sinkende Ölpreise den positiven Konjunkturimpulsen entgegenwirkten. Kurzfristig dürften daher der weitere Verlauf der Rohstoffpreise und Signale zur US-Geldpolitik die wichtigsten Einflussfaktoren für den Kurs bleiben.

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