NVIDIA-Chef Jensen Huang erwartet Verdopplung der Chipverkäufe – was Anleger wissen müssen

NVIDIA-Chef Jensen Huang erwartet Verdopplung der Chipverkäufe – was Anleger wissen müssen AI Generated

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Das Wichtigste in Kürze

  1. NVIDIA-Chef Jensen Huang erwartet in den kommenden zwölf Monaten doppelt so viele verkaufte Chips wie im laufenden Jahr.
  2. Die Nachfrage wird laut Huang durch den breiten Einsatz künstlicher Intelligenz in Unternehmen und Volkswirtschaften angetrieben.
  3. NVIDIA prognostiziert für das Geschäftsjahr bis Januar 2028 ein Umsatzwachstum von 70 Prozent und sieht bei ausreichender Lieferfähigkeit sogar weiteres Potenzial.
  4. Die Vera-Rubin-Plattform soll ab dem zweiten Halbjahr 2026 umfangreich ausgeliefert werden, während Rubin-Ultra-Systeme ab dem zweiten Halbjahr 2027 folgen sollen.

Marktanalyse & Details

Huang setzt auf anhaltenden KI-Investitionsboom

Jensen Huang rechnet mit einer Verdopplung der von NVIDIA verkauften Chips innerhalb der kommenden zwölf Monate. Als wichtigsten Treiber nennt der Unternehmenschef die zunehmende Verbreitung künstlicher Intelligenz in unterschiedlichsten Branchen und Ländern.

Die Aussage bezieht sich auf die Stückzahl der verkauften Chips und ist deshalb nicht automatisch mit einer Verdopplung des Umsatzes gleichzusetzen. Entscheidend sind zusätzlich Produktmix, Verkaufspreise, Auslastung und die Nachfrage nach kompletten Rechenzentrumsplattformen.

NVIDIA hatte zuletzt für das Geschäftsjahr bis Januar 2028 ein Umsatzplus von 70 Prozent in Aussicht gestellt. Sollten bestehende Lieferengpässe gelockert werden, hält der Konzern sogar eine Umsatzverdopplung für möglich. Die Prognose zeigt damit, dass nicht nur die Nachfrage, sondern auch die Fähigkeit zur Auslieferung zum entscheidenden Wachstumsfaktor wird.

Neue Plattformgeneration soll Wachstum absichern

Parallel formt sich die nächste Produkt-Roadmap. Brancheninformationen zufolge soll die Vera-Rubin-Plattform im zweiten Halbjahr 2026 in eine intensive Auslieferungsphase eintreten. Vera-CPUs, Rubin-GPUs sowie Systeme wie NVL4, NVL8 und NVL72 werden anschließend für die Massenproduktion vorbereitet.

Für das zweite Halbjahr 2027 sind unter anderem Vera Rubin Ultra NVL576 und HGX Rubin Ultra vorgesehen. Damit verschiebt NVIDIA den Schwerpunkt weiter von einzelnen Beschleunigern hin zu integrierten Rack-Scale-AI-Systemen, die Rechenleistung, Vernetzung und Software enger verbinden.

Analysten-Einordnung

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass NVIDIA den aktuellen KI-Zyklus nicht als kurzfristige Sonderkonjunktur, sondern als mehrjährige Infrastrukturwelle einschätzt. Die Verdopplung der Chipverkäufe wäre operativ ein starkes Signal, bleibt aber an die Produktionskapazitäten der Lieferkette und die Investitionsbudgets großer Cloud-Anbieter gebunden.

Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Nachfrage allein nicht genügt: NVIDIA muss die erwarteten Stückzahlen in profitable Umsätze und Cashflows umsetzen. Risiken bleiben der Wettbewerb durch kundenspezifische KI-Chips, mögliche Kürzungen bei Hyperscaler-Investitionen und Einschränkungen im China-Geschäft. Zudem setzt die Bewertung bereits eine außergewöhnlich starke operative Entwicklung voraus. Eine aktuelle Bewertungsanalyse unterstellt trotz hoher Kapitalrendite langfristig eine Margenkompression von rund 800 Basispunkten und eine Verlangsamung des Umsatzwachstums auf etwa 3 Prozent pro Jahr ab 2029 und 2030.

Der zuletzt verfügbare Kurs an der Lang & Schwarz Exchange lag bei 191 Euro. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie damit 19,2 Prozent im Plus, während die Tagesveränderung bei 0 Prozent lag. Der vergleichsweise verhaltene Kursverlauf unterstreicht, dass der Markt die hohen Wachstumserwartungen bereits weitgehend eingepreist haben könnte.

Fazit & Ausblick

Huang liefert Anlegern eine ausgesprochen optimistische Nachfrageprognose. Im Fokus stehen nun die kommenden Quartalszahlen, die Bestätigung der Umsatzprognose von 70 Prozent und die tatsächlichen Auslieferungen der Vera-Rubin-Systeme ab dem zweiten Halbjahr 2026. Werden Lieferengpässe beseitigt, eröffnet das zusätzliches Umsatzpotenzial; bleiben sie bestehen oder schwächt sich der KI-Investitionszyklus ab, dürfte die hoch gesetzte Bewertung deutlich anspruchsvoller zu rechtfertigen sein.

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