New York Times: DOJ unterstützt OpenAI im Copyright-Streit – US-Behörden überrascht

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Das US-Justizministerium hat in einem Urheberrechtsstreit einen Schriftsatz zugunsten von OpenAI und Microsoft eingereicht.
  2. Das US-Patentamt und das US-Copyright Office sollen von der Stellungnahme des Justizministeriums überrascht worden sein.
  3. Guggenheim stufte die Aktie der New York Times am 15. September von Neutral auf Buy hoch und erhöhte das Kursziel von 70 auf 82 US-Dollar.
  4. Die Kaufthese basiert auf anhaltendem Wachstum bei digitaler Werbung und Abonnements, Kostendisziplin sowie zusätzlichen Chancen durch KI-Lizenzierung.

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DOJ-Schritt verschärft die strategische Dimension

Das US-Justizministerium positioniert sich mit seinem Schriftsatz auf die Seite von OpenAI und Microsoft in deren Urheberrechtsauseinandersetzung mit der New York Times. Im Mittelpunkt steht damit die grundsätzliche Frage, wie Medieninhalte für das Training und den Betrieb generativer Künstlicher Intelligenz genutzt werden dürfen.

Dass das US-Patentamt und das US-Copyright Office von dem Vorstoß offenbar überrascht wurden, verleiht dem Vorgang zusätzliche politische und institutionelle Brisanz. Der Schriftsatz stellt jedoch keine abschließende gerichtliche Entscheidung dar. Für die New York Times bleibt der Ausgang des Verfahrens daher offen.

Guggenheim sieht attraktiveres Chance-Risiko-Verhältnis

Unabhängig vom Rechtsstreit begründet Guggenheim die Hochstufung der Aktie vor allem mit einem verbesserten operativen Ausblick. Das Kursziel steigt von 70 auf 82 US-Dollar, während die Prognose für das AOP im Jahr 2027 von 682 auf 714 Millionen US-Dollar angehoben wurde.

  • Das Wachstum der digitalen Werbeerlöse soll über mehrere Quartale im niedrigen zweistelligen Prozentbereich bleiben.
  • Für das kommende Jahr wird ein Wachstum der digitalen Abonnements von rund 10 Prozent erwartet.
  • Guggenheim rechnet mit mehr als 1,09 Millionen zusätzlichen digitalen Netto-Abonnements und steigenden durchschnittlichen Erlösen je Nutzer.
  • Die Kosten sollen im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen, während die AOP-Marge 2027 und 2028 um rund 100 Basispunkte zulegen könnte.

Als weitere Stützen nennt die Analyse eine schuldenfreie Bilanz mit 661 Millionen US-Dollar an Barmitteln und Investments sowie mögliche weitere Kapitalrückführungen über Dividenden und Aktienrückkäufe. Die Bewertung von etwa dem 13,5-Fachen des für 2027 erwarteten EV/AOP wird dadurch als attraktiver eingeschätzt.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass der Investmentcase der New York Times derzeit stärker von der operativen Entwicklung als vom Ausgang des Copyright-Verfahrens getragen wird. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass digitales Abonnements- und Werbewachstum die entscheidenden kurzfristigen Kurstreiber bleiben. Die Unterstützung des DOJ kann die strategische Bedeutung des Verfahrens erhöhen, beseitigt aber weder die rechtliche Unsicherheit noch garantiert sie einen Vorteil für die New York Times.

Fazit & Ausblick

Im Fokus stehen nun die nächsten gerichtlichen Schritte im Copyright-Streit sowie die kommenden Quartalszahlen. Anleger sollten besonders darauf achten, ob das Unternehmen das erwartete zweistellige Wachstum bei digitalen Werbeerlösen und Abonnements trotz höherer Vergleichswerte bestätigt. Ebenso wichtig bleiben die Kostenentwicklung, Kapitalrückführungen und mögliche Fortschritte bei KI-Lizenzierungsmodellen.

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