Münchner Brauereien bremsen alkoholfreies Wiesnbier: Aufwand und Geschmack sprechen dagegen
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Das Wichtigste in Kürze
- Münchner Brauereivertreter sehen derzeit wenig Grund für ein eigens gebrautes alkoholfreies Wiesnbier.
- Ein solches Festbier sei technisch möglich, könne geschmacklich aber Nachteile haben und wäre aufwendig.
- Alkoholfreies Bier gewinnt auf dem Oktoberfest an Bedeutung; 2025 lag sein Anteil bei 4,5 Prozent.
- Die vorliegenden Angaben nennen keine konkrete Entscheidung von Anheuser-Busch InBev zu einem alkoholfreien Wiesnbier.
Marktanalyse & Details
Tradition und Herstellung setzen Grenzen
Ein eigenes alkoholfreies Wiesnbier findet bei Vertretern der Münchner Brauereien bislang wenig Unterstützung. Wiesnbier steht traditionell für eine höhere Stammwürze und mehr Alkohol als ein gewöhnliches Helles oder Lager. Ein alkoholfreier Ableger passe daher nur schwer in die etablierte Kategorie, argumentieren die Brauereivertreter.
Die Herstellung wäre grundsätzlich machbar: Ein stärker eingebrautes Bier könnte nachträglich entalkoholisiert werden. Aus Sicht der Brauer drohen dabei jedoch geschmackliche Einbußen. Hinzu kommen zusätzlicher Produktionsaufwand und rechtliche Hürden. Für das Oktoberfest brauen die sechs im Verein organisierten Münchner Brauereien jährlich ein eigenes Festbier; insgesamt werden auf dem Fest rund sieben Millionen Liter Bier getrunken.
Wachsende Nachfrage, aber noch kleiner Anteil
Der Trend zu alkoholfreien Bieren ist auch auf dem Oktoberfest angekommen. Der Anteil alkoholfreier Getränke lag 2025 allerdings erst bei 4,5 Prozent. Gäste können bereits auf alkoholfreie Sorten aus dem regulären Sortiment der Brauereien zurückgreifen. Die Befürworter eines eigenen Wiesnbiers müssten daher nicht nur Nachfrage nachweisen, sondern auch erklären, welchen zusätzlichen Nutzen ein speziell für das Fest entwickeltes Produkt bietet.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass die Brauereien den wachsenden Alkoholfrei-Trend nicht ignorieren, aber eine separate Wiesnbier-Variante vorerst nicht als wirtschaftlich oder qualitativ überzeugend ansehen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung keine konkrete Nachricht zu Anheuser-Busch InBev: Die vorliegenden Angaben beziehen sich auf die Position von Münchner Brauereivertretern und nennen keine Entscheidung des Konzerns. Branchenweit bleibt alkoholfreies Bier dennoch ein mögliches Wachstumsfeld, sofern Geschmack und Nachfrage den zusätzlichen Aufwand rechtfertigen.
Fazit & Ausblick
Ein eigens gebrautes alkoholfreies Wiesnbier ist vorerst nicht in Sicht. Die Brauereien dürften zunächst beobachten, ob der Anteil alkoholfreier Getränke auf dem Oktoberfest weiter steigt und bestehende alkoholfreie Sorten die Nachfrage ausreichend bedienen. Ein konkreter Einführungstermin wurde nicht genannt.
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