Moderna Aktie: Quartalsgewinn hebt Prognose – GSK-Patentstreit beigelegt
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Moderna erzielte im dritten Quartal 2026 einen Gewinn von 162 Millionen US-Dollar bei 1,3 Milliarden Dollar Umsatz.
- Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 29 Prozent; die Jahresprognose für das Umsatzwachstum liegt nun bei 15 bis 25 Prozent statt zuvor 10 Prozent.
- Ein Analyst erhöhte sein Kursziel von 130 auf 145 US-Dollar, sieht die Bewertung aber weiterhin kritisch.
- Moderna und GSK legten ihren Patentstreit zu Impfstoffen bei und vereinbarten gegenseitige Lizenzen ohne Zahlungsverpflichtungen.
Marktanalyse & Details
Gewinn und höhere Umsatzprognose
Moderna meldete für das dritte Quartal 2026 einen überraschenden Gewinn von 162 Millionen US-Dollar. Der Umsatz erreichte 1,3 Milliarden Dollar und lag damit 29 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Höhere Erlöse im Impfstoffgeschäft und geringere Forschungs- und Entwicklungskosten trugen zur Rückkehr in die Gewinnzone bei.
Auch der Ausblick fällt optimistischer aus: Für 2026 rechnet der Konzern jetzt mit einem Umsatzwachstum von 15 bis 25 Prozent. Zuvor hatte Moderna ein Plus von 10 Prozent in Aussicht gestellt. Die Aktie legte im Handelsverlauf deutlich zu. An der Lang & Schwarz Exchange notierte sie am 6. November um 19:44 Uhr bei 234,50 Euro, 12,52 Prozent über dem Vortagesschluss.
Analysten sehen Chancen, aber auch Bewertungsrisiken
Ein Analyst hob sein Kursziel von 130 auf 145 US-Dollar an und verwies auf das starke Quartal, die verbesserte Umsatzperspektive sowie Fortschritte beim möglichen Melanom-Impfstoff. Zugleich äußerte er Zweifel, ob eine Marktkapitalisierung von mehr als 100 Milliarden US-Dollar gerechtfertigt ist. Ein Teil der Bewertung setze voraus, dass Modernas mRNA-Technologie auch bei weiteren Krebsarten erfolgreich eingesetzt werden kann.
Analysten-Einordnung: Die angehobene Prognose verbessert die kurzfristige Umsatzperspektive und der Quartalsgewinn zeigt, dass Moderna bei einer Erholung des Impfstoffgeschäfts wieder profitabel sein kann. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch nicht, dass die langfristigen Erwartungen bereits erfüllt sind: Die Bewertung hängt auch an klinischen Erfolgen, die noch ausstehen. Der Kurssprung erhöht daher die Bedeutung kommender Studiendaten und der tatsächlichen Nachfrage nach den Impfstoffen.
Patentstreit mit GSK beigelegt
Moderna und GSK haben ihre Patentstreitigkeiten in den USA und Europa beigelegt. Betroffen waren Modernas COVID-19-Impfstoffe Spikevax und mNEXSPIKE sowie der RSV-Impfstoff mResvia. Die Unternehmen vereinbarten gegenseitige Patentlizenzen im Bereich Infektionskrankheiten; Zahlungen im Zusammenhang mit diesen Lizenzen sind laut Moderna nicht vorgesehen. Die Parteien beantragten außerdem, die US-Klage endgültig abzuweisen.
Die Einigung beseitigt einen Rechtsstreit um die Lipid-Nanopartikel-Technologie, die mRNA-Impfstoffe in den Körper transportiert. Damit entfällt für Moderna in diesem konkreten Konflikt ein Teil der rechtlichen Unsicherheit. Andere Patentverfahren in der Branche bleiben davon unberührt.
Fazit & Ausblick
Der Gewinn im dritten Quartal und die deutlich angehobene Umsatzprognose stützen die Erholung von Moderna. Entscheidend bleibt, ob das Unternehmen die stärkere Nachfrage in den kommenden Quartalen halten und seine Pipeline-Erwartungen durch belastbare klinische Ergebnisse untermauern kann. Anleger sollten neben der Umsatzentwicklung insbesondere die nächsten Studiendaten zu Krebsimpfstoffen und die Entwicklung des Impfstoffgeschäfts verfolgen.
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