Mercedes-Protest in Sindelfingen: 20.000 Beschäftigte wehren sich gegen Jobabbau
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Das Wichtigste in Kürze
- Rund 20.000 Beschäftigte protestierten am 21. September in Sindelfingen gegen geplanten Jobabbau und weitere Einschnitte.
- Der Aktionstag der IG Metall richtete sich an Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie bundesweit.
- Auch Beschäftigte von Daimler Truck sollten sich nach Gewerkschaftsangaben an verschiedenen Standorten beteiligen.
- Die erste Tarifverhandlung in Baden-Württemberg ist für den 7. Oktober in Ludwigsburg angesetzt.
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Protest richtet sich gegen Sparmaßnahmen
In Sindelfingen gingen am 21. September nach Angaben von IG Metall und Mercedes-Benz jeweils rund 20.000 Beschäftigte auf die Straße. Sie protestierten unter anderem gegen Stellenabbau und weitere Einschnitte in der Industrie. Der Standort ist für Mercedes-Benz besonders wichtig: Dort arbeiten nach Unternehmensangaben mehr als 30.000 Menschen; unter anderem wird die S-Klasse produziert.
Gesamtbetriebsratschef Ergun Lümali und die IG-Metall-Bezirksleiterin Barbara Resch kritisierten den Umgang des Managements mit den Beschäftigten scharf. Die Gewerkschaft hatte zu einem bundesweiten Aktionstag aufgerufen. Im Südwesten sollten sich neben Mercedes-Beschäftigten auch Mitarbeiter von Porsche, Bosch, Mahle und Daimler Truck an Aktionen beteiligen. Konkrete Teilnehmerzahlen für Daimler-Truck-Standorte wurden nicht genannt.
Tarifrunde könnte den Konflikt verschärfen
Der Protest fällt in die Vorbereitung der Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie. Die IG Metall will ihre Forderungen für Baden-Württemberg am 22. September beschließen. Die erste Verhandlung ist für den 7. Oktober in Ludwigsburg geplant. Die Entgelttarifverträge laufen am 31. Oktober aus; zugleich endet dann die Friedenspflicht. Danach wären Warnstreiks möglich.
Analysten-Einordnung: Die hohe Beteiligung in Sindelfingen unterstreicht, dass Sparprogramme in der Autoindustrie nicht nur betriebswirtschaftliche, sondern auch erhebliche arbeits- und tarifpolitische Risiken bergen. Für Daimler Truck ist die Meldung kein direkter Bericht über die eigene Geschäftsentwicklung; die angekündigte Beteiligung von Beschäftigten an verschiedenen Standorten zeigt jedoch, dass der Unmut über Einschnitte branchenweit reicht. Die anstehende Tarifrunde könnte damit zusätzlichen Druck auf Arbeitgeber und Gewerkschaften erzeugen.
Fazit & Ausblick
Die nächsten konkreten Wegmarken sind der Beschluss der Gewerkschaftsforderungen am 22. September und der Verhandlungsauftakt am 7. Oktober. Scheitern die Gespräche und läuft die Friedenspflicht Ende Oktober aus, könnten Warnstreiks folgen. Wie stark Daimler Truck davon betroffen wäre, lässt sich aus den vorliegenden Angaben nicht beziffern.
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