Lufthansa: Teyssen fordert weitere Einsparungen und einen Kulturwandel
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Der neue Aufsichtsratschef Johannes Teyssen sieht Lufthansa bei den Geschäftszahlen hinter den führenden Wettbewerbern.
- Teyssen schließt zusätzliche Sparanstrengungen nicht aus und mahnt Veränderungen in der Unternehmenskultur an.
- Konkrete Sparziele oder einzelne Maßnahmen nannte er in den vorliegenden Angaben nicht.
- Die verspätete Boeing 777X bleibt eine Herausforderung: Lufthansa wartet als Erstkundin seit Jahren auf die Flugzeuge.
Marktanalyse & Details
Teyssen setzt den Vorstand unter Veränderungsdruck
Der neue Aufsichtsratsvorsitzende Johannes Teyssen sieht bei Lufthansa Handlungsbedarf. Gemessen an den Geschäftszahlen habe der Konzern den Anschluss an die besten Wettbewerber verloren. Zudem beschrieb Teyssen das Unternehmen als stärker national geprägt, als er erwartet habe, und mahnte mehr kulturelle Veränderung an.
Dass der Aufsichtsratschef weitere Einsparungen nicht ausschließt, erhöht den Druck auf das Management, Wettbewerbsfähigkeit und Kostenstruktur zu überprüfen. Welche Bereiche betroffen sein könnten und ob konkrete Sparziele folgen, geht aus den vorliegenden Angaben jedoch nicht hervor.
Flottenplanung bleibt ein Unsicherheitsfaktor
Zusätzliche Aufmerksamkeit gilt der Boeing 777X. Boeing rechnet bei Zulassungstests mit möglichen Verschiebungen bis ins Jahr 2027, hält aber weiterhin an der geplanten Auslieferung der ersten Maschinen im kommenden Jahr fest. Lufthansa ist Erstkundin und wartet bereits seit Jahren auf die Flugzeuge. Damit bleibt offen, wann der Konzern die Maschinen tatsächlich in seine Flottenplanung einbeziehen kann.
Die Lufthansa-Aktie notierte am 23. September um 21:58 Uhr bei 7,666 Euro und lag an diesem Tag 2,91 Prozent im Minus. Seit Jahresbeginn beträgt das Minus 8,85 Prozent. Die Kursdaten allein belegen keinen Zusammenhang mit Teyssens Aussagen.
Analysten-Einordnung: Teyssens Kritik deutet darauf hin, dass der Aufsichtsrat nicht nur kurzfristige Kostendisziplin, sondern auch eine grundlegendere Veränderung der Unternehmenskultur erwartet. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung zunächst vor allem höheren Umsetzungsdruck: Entscheidend wird sein, ob Lufthansa konkrete, messbare Maßnahmen vorlegt und zugleich die operativen Herausforderungen – darunter die unsichere Verfügbarkeit neuer Flugzeuge – bewältigt.
Fazit & Ausblick
Ein konkreter Zeitplan für weitere Einsparungen oder kulturelle Veränderungen ist bislang nicht bekannt. Anleger sollten darauf achten, ob Lufthansa bei künftigen Unternehmensmeldungen Maßnahmen, Einsparziele und Fortschritte beziffert. Auch der weitere Zeitplan für die Zulassung und Auslieferung der Boeing 777X bleibt für die Flottenplanung relevant.
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