Lockheed Martin erhält 1,21-Mrd.-Dollar-Auftrag – Deutschland bekommt ersten F-35-Jet

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Lockheed Martin erhält vom US-Heer einen Auftrag über 1,21 Milliarden US-Dollar für die Precision Strike Missile Increment 2.
  2. Die Arbeiten an dem Lenkwaffenprogramm sollen voraussichtlich bis zum 13. September 2031 abgeschlossen werden.
  3. Verteidigungsminister Boris Pistorius besucht am Freitag das Lockheed-Martin-Werk in Fort Worth zur Auslieferung des ersten deutschen F-35-Kampfjets.
  4. Die Aktie liegt in Euro seit Jahresbeginn 10,45 Prozent im Plus und notierte zuletzt bei 458 Euro.

Marktanalyse & Details

Neuer Raketenauftrag stärkt Auftragsbestand

Lockheed Martin hat vom US-Heer einen Vertrag im Volumen von 1,21 Milliarden US-Dollar für die Precision Strike Missile Increment 2 Early Operational Capability erhalten. Der Auftrag kombiniert eine Kosten-plus-Festgebühr-Komponente mit Festpreis- und Abrufelementen. Die konkreten Einsatzorte und die Finanzierung werden mit den jeweiligen Einzelabrufen festgelegt.

Das Vertragsmodell ist als unbefristeter Liefer- und Mengenvertrag angelegt. Damit steht der Gesamtwert nicht zwingend für einen sofortigen Umsatzbeitrag, sondern für ein langfristiges Abrufpotenzial. Die geplante Fertigstellung ist für den 13. September 2031 vorgesehen.

F-35-Auslieferung rückt Deutschlandgeschäft in den Fokus

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält Lockheed Martin durch den Besuch des deutschen Verteidigungsministers Boris Pistorius im Werk in Fort Worth. Dort soll am Freitag der erste von Deutschland bestellte Tarnkappenjet des Typs F-35 ausgeliefert werden. Die Flugzeuge sind als Ersatz für die alternde Tornado-Flotte der deutschen Luftwaffe vorgesehen.

Der Termin unterstreicht die wachsende Bedeutung internationaler Verteidigungsprogramme für Lockheed Martin. Neben der F-35 stehen derzeit auch Lenkflugkörper, Munition und weitere Systeme im Mittelpunkt der Nachfrage. In den vergangenen Tagen erhielt das Unternehmen zudem Vertragsaufstockungen über 825,98 Millionen US-Dollar für JASSM- und LRASM-Marschflugkörper sowie über 257,28 Millionen US-Dollar für Komponenten des MK-48-Schwergewichtstorpedos.

Analysten-Einordnung

Dies deutet darauf hin, dass Lockheed Martin von strukturell höheren Munitions- und Raketenbedarfen profitieren kann. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch nicht automatisch einen gleich großen kurzfristigen Umsatz- oder Gewinnsprung, weil ein Teil der Aufträge über mehrere Jahre abgerufen und abgearbeitet wird.

Die UBS hatte Lockheed Martin zuletzt von Neutral auf Buy hochgestuft und das Kursziel von 581 auf 674 US-Dollar angehoben. Als Begründung wurden insbesondere das Wachstum bei Raketen und Munition, die F-35-Nachhaltung sowie weitere Programme genannt. Die Aktie notierte zuletzt bei 458 Euro und liegt damit seit Jahresbeginn 10,45 Prozent höher. Der unveränderte Tagesstand signalisiert, dass der neue Auftrag im vorliegenden Kurs noch keine erkennbare unmittelbare Bewegung ausgelöst hat.

Fazit & Ausblick

Der Auftrag für die Precision Strike Missile stärkt die langfristige Visibilität im wichtigen US-Raketengeschäft, während die F-35-Auslieferung das internationale Plattformgeschäft sichtbar macht. Entscheidend für die weitere Bewertung sind nun die tatsächlichen Abrufe aus dem neuen Vertrag, die Umsetzung der Produktionssteigerungen und die nächsten Quartalszahlen von Lockheed Martin.

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