Krones Aktie: Jefferies senkt Kursziel auf 137 Euro – Quartalszahlen fallen gemischt aus
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Jefferies senkt das Kursziel für Krones von 170 auf 137 Euro und bestätigt die Kaufempfehlung.
- Der Neunmonatsumsatz blieb mit 4,10 Milliarden Euro nahezu auf Vorjahresniveau; der Auftragseingang stieg auf 4,22 Milliarden Euro.
- Im dritten Quartal lag der Gewinn je Aktie mit 2,55 Euro über der Schätzung von 2,43 Euro, der Umsatz jedoch unter der Prognose.
- Krones hält an der gesenkten Umsatzprognose für 2026 sowie an den Margen- und ROCE-Zielen fest.
Marktanalyse & Details
Jefferies reduziert Kursziel, bleibt aber bei „Buy“
Jefferies hat das Kursziel für die Krones-Aktie von 170 auf 137 Euro zurückgenommen, die Einstufung „Buy“ jedoch beibehalten. Beim zuletzt gemeldeten Kurs von 111 Euro liegt das neue Ziel rechnerisch rund 23 Prozent höher. Das ist eine Analystenschätzung und keine Garantie für die künftige Kursentwicklung.
Die Einschätzungen bleiben uneinheitlich: Bernstein bestätigte „Market-Perform“ und ein Kursziel von 108 Euro. Damit liegt Bernsteins Ziel knapp unter dem genannten Kurs, während Jefferies weiterhin deutliches Potenzial sieht. Die Krones-Aktie lag seit Jahresbeginn zuletzt 17,9 Prozent im Minus.
Umsatz schwach, Ergebnis je Aktie über Erwartung
In den ersten neun Monaten 2026 setzte Krones 4,10 Milliarden Euro um, verglichen mit 4,11 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Der Auftragseingang legte dagegen von 4,10 auf 4,22 Milliarden Euro zu. Das Neunmonatsergebnis stieg auf 219,5 Millionen Euro nach 213,7 Millionen Euro.
Im dritten Quartal erreichte der Umsatz 1.384,8 Millionen Euro und blieb damit unter der Schätzung von 1,40 Milliarden Euro. Der Gewinn je Aktie übertraf mit 2,55 Euro die erwarteten 2,43 Euro. Das Quartalsnettoergebnis stieg gegenüber dem Vorjahr von 67,9 auf 80,6 Millionen Euro.
- Neunmonats-EBITDA: 453,1 Millionen Euro
- Neunmonats-EBITDA-Marge: 11,1 Prozent; bereinigte EBITDA-Marge: 10,8 Prozent
- Neunmonatsgewinn je Aktie: 6,94 Euro gegenüber 6,75 Euro im Vorjahr
Analysten-Einordnung: Die Zahlen zeigen eine auseinanderlaufende Entwicklung: Der Umsatz stagniert, während Auftragseingang und Ergebniskennzahlen zulegen. Das spricht für eine weiterhin solide Ertragslage, beseitigt aber die Unsicherheit über das Wachstum nicht. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass neben der Margenstabilität vor allem die Umsetzung der reduzierten Umsatzprognose entscheidend bleibt. Die Kürzung des Jefferies-Kursziels passt zu einem vorsichtigeren Blick auf das kurzfristige Wachstum, auch wenn die Kaufempfehlung bestehen bleibt.
Ausblick für 2026 und mittelfristige Ziele
Krones bekräftigte die am 22. Oktober angepasste Prognose: Für 2026 erwartet das Unternehmen ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 1 bis 2 Prozent. Die EBITDA-Margenprognose von 10,7 bis 11,1 Prozent und die ROCE-Spanne von 19 bis 20 Prozent bleiben bestätigt. Auch die am 22. Oktober angepassten mittelfristigen Ziele für 2028 gelten unverändert.
Fazit & Ausblick
Der Auftragseingang und die Ergebnisentwicklung liefern positive Signale, doch das nahezu unveränderte Umsatzniveau und die bereits gesenkte Wachstumsprognose begrenzen den Optimismus. Für die weitere Einordnung sind die nächsten Geschäftszahlen und Hinweise darauf wichtig, ob sich der höhere Auftragseingang in Umsatzwachstum übersetzt.
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